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SONDERSCHRIFTEN DES ÖSTERREICHISCHEN ARCHÄOLOGISCHEN INSTH UTES IN WIEN

BAND III

KLEINASIATISCHE MÜNZEN

VON

F. IMHOOF-BLUMER

BAND II

MIT ELF TAFELN

WIEN

ALFRED HOLDER

K. U. K. HOF- UND UNIVERSITÄ TS-BUCHHÄNDLER

1902

DrHCK von R. ^^. RdHRKR IN RRÜ^

THE J. PAUL GErry MUSEUM

XII LYKIA

TafelXi I Auf rundem Schilde sitzender ^El^^^^-IIT (Minent) und Triskeles links-

S. 22/1.5 Greif mit spitzen Flügeln hin- in einem Quadrat punktierter

linkshin, die rechte Vorder- Linien. Vertieftes Quadrat, tatze erhoben. Linienkreis.

8-o6 M. S.

Erwähnt, aber nicht abg-ebildet ist dieser Stater im Cat. Rr. Mus. Lykia etc. S. XX^XrV i'S.

X a n t h o s

Tafel X 2 I Kopf der Athena mit Hals-

S. 25/21 band rechtshin, das Haar im Nacken zu einem Büschel gebunden; Helm mit Ste- phane und Busch.

7-81 M. S.

Auf die Form der Aufschrift Arnnaha für SavS-to? hat bereits Six aufmerksam gemacht.^)

rechts. Weiblicher Kopf (der Artemis?) mit oben geknüpfter Binde, Ohrgehäng und Halsband rechtshin; dahinter Diskeies rechtshin. Pkr. und runde Vertiefung.

A r y o te s

■1 Löwenkopffell von vorn. f^P0F|4fTEI|AbE|I (Aryvotiyesiz). Tri-

S. 15 skeles linkshin. Vertieftes Quadrat.

1-43 M. S.

Mithrapata

I Ebenso. Ebenso, mit ^EK

S. 9

0-37 M. S.

Die letzten beiden Münzen unterscheiden sich von anderen ähnlichen durch ihre Gewichte.

') Num. Chron. 1898 p. 203, 8^.

I ni h n o f - R 1 u m e r. Kleinasiatische Münzen. Rd. II.

XII LYKIA

Arykanda

Cat. Hr. Mus. Lykia 44, 3 Taf. X 4 ist bei Tcrmessos einzurc-ilien.') Alle mir Ijekannten ICxeniplare dieser Münze zeigen deutlich AP, nicht AP[Y.-^].

B a 1 b u r a

Tafel X 3 1 Adlerkopf mit Hals rechtshin; BA[A]BOYPlEnN auf zwei Zeilen im

Br. 16 darunter Blitz. Pkr. Eichenkranz.

3-00 M. S.

Der dritte Buchstabe der Aufschrift scheint P, nicht A zu sein. Beispiele des Wechsels ber beiden Liquiden X und p sind nicht selten.^)

Andere Münzen von Balbura zeigen Adler und Blitz auf beide Seiten vertheilt.'')

C h o m a

I Kopf des Zeus mit Lorbeer X|n|M unten. Behelmter Reiter im

Br. 18 linkshin. Schritt rechtshin, Schwert in der er-

hobenen Rechten.

2-85 M. S.

Vgl. Cat. Br. Mus. Lykia 49, I Taf. XI 1; Inv. Waddingtun n. 3038.

Dias

Der Münze, die zuerst Hill der Stadt Dias zugeschrieben hat,'*) ist ein Halb- stück anzureihen :

Tafel X 4 I A|l Kopf des Apollon mit AVK! oben, K|P und Bogen und Köcher

Br. 15 Lorbeer rechtshin. Pkr. gekreuzt in vertieftem Quadrate.

2-07 M. S.

Vgl. Cat. Br. Mus. 53, 17 ohne AI; ebenso Inv. Waddington n. 308g.

') I-B. Griech. Münzen 179, 546'''.

Num. Zeitscbr. III 341 f.; I-IV Monnaies grecques 359.

Fox, (ireek coins II Taf. VI 113. Cat. Br. Mus. p. T.II und 58.

XII LYKIA

305

G a g a i

AV KAI MAP AN links, T TOPAI- TArAT links, (JUlN rechts. Stehende Neme-

Br. 32 ANOC rechts, C€B unten.

Brustbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

M. S.

sis ini Doppelchiton von vorn, Kopf rechtshin, die Rechte an der Brust, in der vorgestreckten Linken Stab. Zu ihren Füßen links Rad, rechts sitzender Greif rechtshin.

i'\hnlich, mit 'rraiiqiiillin;i, Cat. Br. Mus. 5g, 2 Taf. XIII 2.

Die Darstellung" der Nemesis scheint derjenigen einer Mijnze des phrygischen Hadrianopolis mit dem Bildnisse des Caracalla, s. S. 233, 3 nachgebildet zu sein.

K r a g o s

Inv. Waddington n. 3042 ist eine Silbermünze mit Apollonkopf rechtshin auf der Vorderseite und K|P Lyra auf der Rückseite (Gr. g'2 2) beschrieben. Nach einem Abgüsse, den ich der Gefälligkeit Babelons verdanke, handelt es sich aber bloß um eine Münze von Mytilene, deren Rückseite in ziemlich roher Weise retouchiert ist.

Eine andere Silbermünze ;

I Kopf des Zeus mit Lorbeer K|P Lyra. Im Felde rechts ein oben

S. 22 rechtshin. Pkr. arekrümmter Stab oder Instrument

mit Taenie. Vertieftes Viereck.

4*87 Archäologische vSammlung Tübingen, die nach einem mir vorgelege- nen Abdrucke vortrefflich aussah, stellt sich nach Prüfung des Originals als ein feiner Guss der Bronzemünze heraus, von der ein Exemplar I-B. Monnaies grecques 325, 2 Taf. IV 14g veröffentlicht ist.

Die xtS-apricpopoc^) von Kragos, Tlos und der Masikyten mit dem Bildnisse des Augustus auf der Vorderseite und zwei, selten nur einer Lyra auf der Rück- seite, scheinen sich in zwei Nominale von höchstens circa Gr. 2"50 und 3*75 zu scheiden. Die letzteren sind vermuthlich Denare, deren Prägung mit ab- nehmenden Gewichten bis in die ersten Jahre der Regierung Traians fort- gesetzt wurde; die ersteren, wahrscheinlich etwas älteren, dagegen leichte Drachmen, wie z. B. die rodische S. 168 2.

') Atb. Mitth. XIV 1889 S. 413 Inschr. von Myra.

39*

Xai LYKllA

Masikytes

I Y|A Kopf des A pol Ion mit A|M Lyra; im Felde links Lorbeer-

S. 15 Lorbeer linkshin. zweig, rechts Taenie. Vertieftes Vier-

eck.

1-54 M. S.

Da der Stempel der Vorderseite identiscli ist mit dem des Cat. Br. Mus. Taf. XIII 17 abgebildeten Stückes mit MA auf der Rückseite, so sind die Initialen AM auf unserer n. I rückläufig zu lesen. Damit scheint Arne las als Prägeort ^) überhaupt wegzufallen.

2 Kopf der Artemis mit Ste- S. 13 phane, Halsband und Ge- wand am Halse rechtshin; über der linken Schulter Bo- gen und Köcher.

073 M. S.

3 A|Y Kopf des Augustus rechts- Br. 16 hin.

175 Mus. Winterthur.

1

S. 10

') I-B. Monnaies grecques 325, 1 ; Cat. Br. Mus. 40, I Taf. IX 13.

2) ZfN III 321, I und 2 Taf. VIII 17 und i8; XX 282, 2; Inv. Waddington n. 1334 Taf. II 16.

^) I-B. Griech. Münzen 17Q, 546 ^ mit AP.

Num. Chron. 1895 p. 287 Taf. X 27. Ein anderes E.\emplar dieser Münze, ohne <l^s mir mit

M|A unten. Köcher mit Riemen links; rechts oben JNIondsichel. Vertieftes Viereck.

M|A und geflügelter Hermesstab in vertieftem Quadrat.

pamphylischen und pisidischen Münzen zugekommen ist, zeigt noch deutlicher den Charakter Belgischer Prägung. Der Hirsch mit zurückgewandtem Kopfe ist kein kalyndischer Münztypus. S. unten Seigen. 7fF.

'') I-B. Monnaies grecques 346, 112; Wadding- ton, Rev. nura. 1883 p. 39, 4.

M y r a

Die beiden Silbermünzchen Cat. Br. Mus. Lykia 69, l und 2 Taf. XIV 10 und II sind nicht \on Myra, sondern \on Myrina in Aiolis.^j Zu berichtigen sind ferner a. a. O. S. 44, 3 Taf. X 4 Arykanda in Termessos in Pisidien und S. 48, I und 2 Taf. X 12 Kalynda in Selge.'*)

Die angebliche Aufschrift MYP6/1N der Münze mit Caracalla bei Sabatier, Rev. num. Beige 1860 Taf. IV 4 (= Cat. Greau n. 1900 und de Moustier n. 2327) ist in ICAVPnN zu berichtigen.'')

Brustbild der Artemis wie A Y Köcher mit Riemen rechts. Ver-

auf n. 2 Masikytes. Pkr. ^ tieftes Viereck.

M P

0-90 Mus. Winterthur; 078 M. S.

Ol y m p o s

Tafel X 5 I Kopf der Athena rechtshin. 0|AYMnH|NrLN Geflügelter Blitz. Pkr.

Br. j8

3-90 M. S.;

Paris. Babelon, Rev. num. 1893 p. 334, 15 Taf. IX 8 mit gleichem Stempel der Rückseite.

P a t a r a

1 Kopf des Apollon mit Lor-

Br. 16 beer, Köcher und steifen

Locken rechtshin.

270 M. S.

AVKiriN oben, n|A unten. Brustbild der Artemis mit Gewand und Köcher (?) rechtshin. Vertieftes Quadrat.

Vgl. Warren, Num. Chron. 1803 p. 44, 8 Taf. I 8, angeblich mit Artemiskopf auf der Vorderseite.

2 AVT KAI M ANT TOPAIANOC C€B

Br. 32 Brustbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

M. S.

Vgl. Cat. Br. Mus. 77, 17.

nAT|A links, P|ea)N rechts. In der Mitte einer Tempelfront mit zwei Säulen und Adler im Giebel stehender Apol- lon linkshin, die rechte Brust entblößt, Lorbeerzweig in der Rechten, Bogen in der gesenkten Linken. Links zu Füßen des Gottes Adler linkshin auf Omphalos(?), den Kopf zurückwendend wad die Flügel schlagend, rechts schma- ler Dreifuß, an dem sich 'eine Schlange emporringelt, Kopf linkshin.

Tafel X 6 3

Br. 2f

Ebenso. TTATA links, P€tJU oben, N rechts. Stehen-

der Dionysos (?) in kurzem Chiton und Mantel rechtshin, die Linke am Thyrsos, die Rechte einer vor ihm linkshin stehenden Ziege (oder Wid- der?) hingestreckt. Hinter dem Thiere sitzt aufFelsen eine Nymphe von vorn, in der Rechten eine Urne auf dem Schöße haltend, die Linke auf den M. S. Felsen gestützt.

Andere Exemplare dieser Münze haben Lübbecke, ZfN X\' 40 Taf. III 10 und Hill, Cat. Br. Mus. 70, 13 Taf. XVI 1 beschrieben, die sitzende Figur

3o8

XII LYKIA

frjigeweise auf Hermes mit Heulel oder Apollon mit Ljra deutend. Diese ist aber offenbar weiblicli, mit gescheiteltem langen Haar, und ihr Attribut ist eine W'asserurne. Ahnlich, mit Krug in der Rechten und die Linke auf den Felsen gestützt, findet man die Quellnymphe Peirene auf korinthischen Münzen dargestellt.')

P h a s e Ii s

Tafel X 7 I (|)AZH oben. Schiffsprora (j) links. Palladion von vorn, Helm

Br. i8 rechtshin. mit drei Büschen, umgürteter Doppel-

chiton, über dem Rücken Mantel, dessen Zipfel über die Arme herab- hängen, in der erhobenen Rechten schräg gezückter Speer, am linken 475 M. S. Arm Schild.

Diese Prägung ist älter als die Münzen mit der den Blitz schwingenden .Athena und ist wohl an das Ende des vierten Jahrhunderts v. Chr. zu setzen, als auch in Pergamon Gold- und Silber mit dem Palladion geprägt wurde.

Die späten Alexan d er t e trad räch men, die L. Müller (n. 1178/95) Philo- melion zugetheilt hat, und die gleichzeitig mit den ebenfalls datierten von Aspendos und Sillyon sind, gehören ohne Zweifel in diese Gegend und zwar nach Phaseiis.

Ter m e s s o s bei O i n o a n d a

Tafel X 8 I Brustbild des Hermes mit Pe- [TjEPMHZ links, ZmN (so) rechts. Ste-

Br. 12 tasos und Gewand rechtshin; hender Adler auf Hermesstab rechts- dahinter Biene. hin. 1-30 M. S.

Vgl. Sestini, Mus. Chaudoir lOl, i; Cat. Br. Mus. Lykia etc. 27Ü, I Taf. XLlI 3; Hill, Num. Chron. 1897 p. 27, 2 Taf. I 3.

T r e b e n n a

I CAB€I TPA links, NKVAAINAN TP€B6 links, NNATriN rechts. Stehende

Br. 26 rechts. Brustbild der Tran- Ty che mit Kalathos, Steuerruder und

cjuillina mit Diadem und Füllhorn linkshin.

Mondsichel an den Schultern

rechtshin.

M. S.;

Br. Mus. Num. Chron. 1899 p. 104, 29 Taf. IX 8 mit TP6Bei]NNATnN.s- T"« -^^*^

') Imhoof and (iardner, >3um. Commentary on Pausanias 23, 24 Taf. F 105 108.

XIII PAMPHYLIA

309

XIII PAMPHYLIA A s p e n d o s

Am pamphylischen Golfe sind es im fönften Jahrhundert v. Chr. drei Städte gewesen, die technisch gleichartig- und nach demselben Münzfuße Silber prägten: Phase Iis, das nicht weit von der Küste am schiffbaren Eurymedon gelegene Aspendos und vSide. Man hat versucht auch Olbia, das vermuth- lich westlich von Attaleia an der Küste lag, in diese Gruppe aufzunehmen,^) und ebenso, mit Münzen des fünften Jahrhunderts, Selge;^) allein diese Vor- schläge sind nicht frei von Bedenken. Denn die Olbia zugeschriebenen Münzen sind anderen Charakters und schwerer als die der drei erstgenannten Städte,-) und die beiden leichteren Statere, die nach Hill Selge gehören, sind dieser Stadt schon deswegen abzusprechen, weil nicht anzunehmen ist, dass in jener Zeit ein so tief im gebirgigen Innern gelegener pisidischer Ort Münzen ge- prägt habe. Die ältesten selgischen Münzen sind ohne Zweifel die mit den beiden Ringern und dem Schleuderer, eine genaue Imitation der aspendi- schen Statere mit diesen Typen, und zwar derjenigen der zweiten Periode (Cat. Br. Mus. 96, 18 ff. Taf. XX). Die beiden anepigraphen Münzen mit Gorgoneion und Vordertheil oder Kopf eines Löwen sind vielleicht einer pamphylischen (Olbia ?) oder kilikischen Stadt, die nur einmal während kurzer Zeit prägte, zuzuschreiben.

Als Theilstücke der alten aspendischen Statere mit kämpfendem Krieger und Dreibein sind die folgenden bisher unbekannten Münzchen zu betnichten :

Tafel X 0 I ^ links, 3 rechts (?). Gefäi3 mit Ei oben. Dreibein rechtshin; rechts

10 zwei Henkeln und Fuß. unten Schildkröte (?). Vertieftes

Ouadrat.

I-20 M. S.

Die Schildkröte ist auch das Symbol des Staters ZfN V 138, 21.

2 Gefäß mit Fuß, ohne Henkel. Dreibein rechtshin. Aufschrift, Symbol

S. IG Viereckiger Gegenstempel: und Quadrat undeutlich.

Helm mit Busch rechtshin.

0-86 M. S.

3 Ebenso, ohne Gegenstempel.

S. IG

o*97 Berlin.

1) Cat. Br. Mus. Ii 8, I und 2 Taf. XXIII 14 und 15 Gr. 1170 und ir57l Six> Num. Chron. 1898 p. 217 flF.

-) Cat. Br. Mus. 256, l Taf. XXXIX 5 Gr. 10-20;

Ohne Schrift. Dreibein link.shin; im Felde Zweig mit drei Blättern. Ver- tieftes Quadrat.

p. CXV Taf. XLIV 20 Gr. 10-62.

■*) Das Gewicht der alten Silberstatere von Phase- Iis, Aspendos und Side übersteigt selten i l (rr. und bleibt durchschnittlich darunter.

Xim FAJSLPHYLIA

Zu den Stateien und Dr;u:hinen dps vierten und dritten Jahrhunderts v. Chr., denen nach Si.x und Habeion im Jahre 41 I eine Prät^ung des Satrapen Tissa- j)hernes \()ranj4e5ran<)en war,^) hat Aspendos ebenfalls Silberobolen geprägt und mit dieser Prägung früher Isegonnen, als das von der Küste abgelegene und \ ()r der Römerzeit ohnehin weniger bedeutende Selge:.

Tafel X 10 4 Gorgoneion mit heraushän- Kopf der Athena linkshin, Helm mit

S. 10 gender Zunge. Busch und Olkranz. Vertieftes Quadrat.

roi M. S.;

roi Cat. Br. iMus. 256, 2 Taf. XXXIX 6 (Selge).

■J'rtfel X II 5 Ebenso. Ebenso, mit E^T vor dem Kopfe der

S. IG Athena.

i-o6 Mus. Klagenfurt; Num. Zeitschr. X\'l 1884 p. 276, 112 Taf. V 15.

Tafel X 12 6 Ebenso. Kopf der Athena rechtshin, Helm mit

S. I 2 Olkranz und Busch. Vertieftes Quadrat. I-02 München;

ro3 Inv. Waddington n. 3926 (Selge).

'J afel X 13 7 Ebenso. Ebenso ohne Vertiefung.

S. 10

i-oo M. S.;

ZfN V 1877 p. 135, 7 (Selge); 0-94— 078 Cat. Br. Mus. 257, 4 0 (Selge); o'9i Inv. Waddington n. 3927 (Selge).

Tafel X 14 8 Ahnlich, aber das Gorgoneion Ahnlich.

S. 10 in den rodischen Heliostypus

übersetzt.")

0-93 M. S.

Die drei ersten Münzen dieser Serie, die noch archaischen Charakter zeigen und etwa aus dem Knde des fünften Jahrhunderts stammen, gehören ver- muthlich zu der ersten Gruppe der aspendischen Statere mit dem Schleuderer,^) von denen hier Tafel X n. 15 ein gutes Exemjjlar wiedergibt (Gr. io'88, meine Sammlung).

Von diesen Obolen unterscheiden sich die gleichartigen Selges dadurch, dass diese, wie die selgischen Statere, in der Regel As-tragalen' als Beizeichen

Num. Chron. 1888 p. 109 und IIO; Les Pferses Typus aspendischen Kupfermünzen, s. unten n. 30

Achemenides p. XXXII; Inv. Waddington n. 3216 und 3J.

(in. Kupfer). ZfN V 1877 S. 13g, 23—25; Cat. Br. Mus.

^) Das Gorijoneion ersclieint später wieder als 95, 14 17 Taf. XIX 12 15.

XIII PAMPHYLIA

führen. Keiner derselben ist mit dem vertieften Quadrate geprägt, und der älteste mit vor dem Athenakopfe,^) ist der einzige, der das Gorgoneion mit heraushängender Zunge zeigt. Auf einem der jüngsten Exem[)lare erscheint dieses, wie hier auf dem feiner ausgeführten n. 8, dem rodischen Helios nach- gebildet.') So st(")ßt man überall im Belgischen Münzwesen des vierten und dritten Jahrhunderts auf etwas ältere aspendische Vorbilder, und dieser hat sich auch Etenna, allerdings zu einer nur vorübergehenden Prägung von Stateren und Obolen, bedient.^)

Was die anepigraphen Rlünzen mit Athena- und Löwenkopf betrifft, die ich frageweise Aspendos,'*) Hill dagegen Selge ^) zugeschrieben haben, so scheinen sie weder der einen noch der anderen dieser Städte zu gehören. Die ältesten Exemplare dieser Gattung, mit dem vertieften Quadrate, stammen, wie die aspendischen n. 4 6, aus dem Ende des fünften Jahrhunderts, die anderen aus dem folgenden, wie die übrigen Obolen von Aspendos und ein Theil der selgischen. Aus dieser Gleichzeitigkeit der \erschiedenen Typen ist nun zu schließen, dass die Obolen mit dem Lowenkopfe Prägungen einer dritten Stadt gewesen sind; und da sowohl der Charakter des Athenako])fes und dessen Hehnform als auch die durchwegs feineren Stempel auf Side hinweisen, von dem bis jetzt kleine Silbermünzen nicht bekannt, wohl aber zu erwarten sind, so glaube ich nicht zu irren, indem ich jene durch ihre Pro- venienz ohnehin sicher pamphylischen Obolen für sidetische halte.

Üa Löwentypen überall vorkommen und zwar besonders häufig auf Münzen des hier in Betracht fallenden Gebietes, in Aspendos,'') Olbia (?), Kremna, Komama, Selge, Sagalassos etc., so kann ein solcher auch nicht für Side befremden.

9 VMA zwischen zwei nackten [E?]TF[EA] IIV[^] links, BA : FE rechts.

S. 24 Ringern. Pkr. Schleuderer rechtshin; im Felde

rechts Dreibein. Als Einfassung- Qua- drat mit punktierten Linien. Runder Gegenstempel mit Doppelkopf.

1077 Mus. Klagenfurt.;

Num. Zeitschr. XVI 275, 10.

Durch die Aufschrift VMA schließt sich dieses Stück den Stateren mit Eros als Beizeichen an.^)

') ZfN V 135, 6 Taf. VI 3; Cat. Br. Mus. 256, 3 Taf. XXXIX 7.

2) Waddington, Rev. num. 1853 Taf. II 6; ZfN V p. 135, 9- Der Kopf von vorn ist auch hier als Gorgoneion aufzufassen, das in hellenistischer Zeit auf Münzen wie in der Sculptur nicht mehr mit heraushängender Zunge dargestellt zu werden pflegte.

^) I-B. Monnaies grecques 338, 79 Taf. F 18 und hier unten, Etenna n. l und 2.

Imh o of - Bl um er, Kleinasiatische Münzen. Bd. II.

^) Num. Chron. 1895 p. 286, 1—4 Taf. X 24—26.

5) Cat. Br. Mus. p. LXXIII.

6) Leake, Num. Hell. As. Gr. 28 ; Cat. Br. Mus. p. LXXIII Anm. 2 und p. 94, 9.

I-B. Monnaies grecques 332, 43 Taf. V 116; Cat. Br. Mus. lOI, 60 62 Taf. XXI 7 und 8, mit VMA und AMV. Welche der beiden .Schreibungen die rückläufige ist, bleibt einstweilen zweifelhaft.

40

312 XIII PAMPHYLIA

Tafel X i6 lO

S. 2 2

Ebenso, aber ohne Schrift. Ebenso, Gegenstempel: i. Löwenkopf

rechtshin; 2. Ziegenbock linkshin, sich vom Boden erhebend und den Kopf zurückwendend. 10.70 M. S. Monnaies grecques 332, 44.

Tafel X 17

II

s.

Ebenso, aber mit rundem Gegen- Ebenso, mit BA FE. Stempel mit Eule rechtshin.

io'83 Mus. Turin n. 4333 (ungenau); ZfN V 1877 S. 141, 32.

Tafel X 18 12

S. 25

Gleichen .Stempels.

E^TFEAIIY[?] links, BA AV^ rechts. Schleuderer rechtshin; im Felde rechts Dreibein. Quadrat von punk- tierten Einien. Gegenstempel: i. zwei übereinanderstehende Vögel recht.s- hin, 2.

lo'go H. Weber, London.

Die Gruppe der liier zusammengestellten Statere beansprucht ein besonderes hiteresse wegen ihrer Aufschriften BA FE und BA AVi, in denen BA für den Titel des obersten Beamten von Aspendos, eines '^aaikeüc,, zu stehen scheint.

Die genauere zeitliche Grenze, bis zu der die Prägung der überaus häufig mit Gegenstempeln versehenen Münzen von Aspendos und Selge des vierten Jahrhunderts dauerte, ergibt sich mit Wahrscheinlichkeit aus dem folgenden Verzeichnisse der Gegenstempel, die auf pamphylischen, pisidischen und kilikischen Silbermünzen vorkommen.

1 G Stehender nackter Gott rechtshin, auf den

erhobenen Händen je einen Adler haltend

2 O Stehende männliche Figur rechtshin, die Arme

in der Stellung eines Schleuderers; da- hinter unbestimmter Gegenstand

3 O Kniender Bogenschütze linkshin

4 O Kopf der Atliena rechtshin

5 O Ebenso, mit ^ I>V davor

6 O Unbärtiger Dop[)elkopf

7 O Unbärtiger Kopf von \orn

8 O Gorgoneion

g Springender Löwe rechtsliin, darüber (?) 10 Stellender Löwe (?) linkshin, darüber IVI 1 I Liegender Löwe rechtshin, darüber H 12 O Löwenkoiif rechtshin

Stater von

Selo'e

Aspendos

Selge, Aspendos Aspendos »

Side Soloi .^spendos

XIII PAMPHYLIA

313

1 3 O Ebenso, mit Vorderbein darunter

14 Springender Wolf rechtshin

15 a Ebenso; darüber Hl>^, darunter H

16 Ebenso; darüber ^

17 Ebenso linl<.shin; darüber ^

18 Stehender Ziegenbock rechtsliin; darüber w ig Ebenso linkshin

20 Ziegenbock rechtshin, sich vom Boden er- hebend und zurückblickend

2 1 O Ebenso linkshin

2 2 O Kopf und Hals eines Ziegenbockes rechtshin

23 O \\'idderk(jpf von vorn (?)

24 Schreitendes Rind rechtshin; darüber -

24" Ebenso,

25 Ebenso, mit 1,<-"J (Baa

ohne

26 Stehendes Rind linkshin; darüber I itI

27 Stehender Eber rechtshin

28 D Stehender Adler linkshin 2g O Ebenso; dahinter C

30 Ebenso; dahinter Dreizack

31 Stehender Adler rechtshin, davor Dreizack

32 O Stehender Vogel rechtshin

33 O Zwei übereinanderstehende Vögel rechtshin

34 O Eule rechtshin

35 O Eule linkshin

36 O Dreibein

37 O Lykische Triskeles

38 Helm mit Busch rechtshin

3g O Ebenso, oder behelmter Kopf (?)

40 i>

41 ^

42 O *

43 O *

44 O i

Stater von Selge .. Aspendos Tarsos Aspendos

,, Soloi, Aspendos Hemist. Sinope, Aspendos Stater von Aspendos

Hemist.

Stater

Hemist. Stater

Hemist. vStater

Obol Stater »

Hemist. Stater

Selge, Aspendos Aspendos

Kelenderis,

Holmoi, Nagidos Aspendos Aspendos, Pharna-

bazos, Datames Aspendos, Side, Selge, Kelenderis, Nagidos, Soloi, Mallos, Issos Aspendos

Kelenderis, Mallos Nagidos Aspendos

Selge, Aspendos

Aspendos

Selge, As[)endos

)) )) ?) Aspendos

40''

314 XIII PAMPHYLIA

45 O "8' vStater von Aspendos

46 t (Nike ?) Selge, Aspendos

47 0 Nike rechtshin Hemist. Aspendos

48 ^ Stater Mallos

49 ö ,, Issüs

Einige undeutliche Einstempelungen habe ich von der Liste weggelassen; andere mögen mir unbekannt geblieben sein. Bis auf wenige Ausnahmen, z. B. die Eide (n. 34 und 35), die constant auf der Vorderseite der Statere erscheint, sind die Stempelchen auf der Rückseite eingeschlagen, einzeln oder mehrere, bis zu sieben verschiedenen auf einem Stücke, bisweilen der nämliche Stempel wiederholt. Einige der Gegenstempel deuten auf bestimmte Münzstätten hin, z. B. der Wolf (n. 14 17) auf Tarsos, der Ziegenbock (n. 20 und 21) auf Kelenderis; andere sind vermuthiich den 'rra])eziten verschiedener vStädte zuzu- schreiben.

\\'ichtiger als diese Constatierungen und der Beweis der großen Verbreitung der aspendischen und Belgischen Statere und Drachmen im südlichen Klein- asien ist aber die Erkenntnis, dass diese Einstemjjelungcn plötzlich ein Ende nahmen. Unter den zahlreichen zur Zeit des Satrapen Mazai'os in Kilikien ge- prägten Siiberstateren gibt es nämlich, so viel bekannt, keine Beispiele mit Gegenstempeln mehr, und aus dieser Thatsache ist zu schließen, dass dieser Verunstaltung des Geldes um 360 v. Chr. ein Ziel gesetzt worden ist. Leider nahm dagegen bis zur Zeit Alexanders eine schon früher gebräuchliche und weniger interessante Entstellung der Silbermünzen überhand, indem diese, zur Prüfung des Metalles (ob Silber oder subaerat) mit Einschnitten durch ein scharfes Instrument versehen wurden.

Wenn auf diese Weise für die Münzen von Aspendos und Selge mit dem Bilde der Ringer und des Schleuderers festgestellt scheint, dass die Prägung des älteren und größten Theiles derselben vor das Jahr 360 zu setzen sei, so ist ferner anzunehmen, dass nicht lange nachher beide Münzstätten ihre Thätig- keit für längere Zeit einstellten und diese erst etwa im Beginne des dritten Jahrhunderts wieder aufnahmen.*) Auf diesen jüngeren Stateren geht die quadrate Einfassung des Schleuderers bald in einen Perlkreis über, und Schrift und Stil und Technik zeigen raschen Verfall. Von Einschnitten und Einstem- pelungen bleiben sie aber verschont.

Eine größere Serie bilden die Statere mit den Initialen flO, denen man hin und wieder schon auf älteren Geprägen begegnet. Während sich die Stempel der Vorderseite dieser Münzen fast bis zur Identität ähnlich sehen, zeigen die der Rückseite die Hand verschiedener Stempelschneider; in der Gruppe mit dem Vordertheil eines Pferdes als Beizeichen gibt es Darstellungen des Schleuderers, die für ihre Zeit ganz vortrefflich sind, in der mit der Keule als Beizeichen sind sie nachlässiger ausgeführt und sehr oft mit Stempel- verschiebungen geprägt, wie zum Beispiel die beiden folgenden Varietäten :

Während der ersten Hälfte des zweiten Jahr- hunderts wurden in Aspendos und Sillyon, und wahr- scheinlich auch in Phaseiis (s. oben S. 308), datierte

Alexandertetradrachmen geprägt. Hill a.a.O. .S. LXXIII und LXXXV.

XIII PAMPHYLIA

13

S. 24

no zwischen den beiden Rin- gern. Pkr.

10-55 M. S.

E^TFEAIIY links. Schleuderer rechts- hin. Zwischen dessen Beinen K; im Felde rechts aufgerichtete Keule und Dreibein darüber. Pkr.

14

S. 24

Ebenso.

10-50 M. S.

Ebenso, aber rechts im Felde liegende Keule zwischen Dreibein oben und K unten.

15

S.

Von den Stateren mit Hern Pferdevordertheil sind bis jetzt sechs Varietäten bekannt eewnrden :

no zwischen den beiden Rin- gern. Pkr.

Im Handel.

ECTFEAIIYC links. Schleuderer rechts- hin; im Felde rechts Vordertheil eines springenden Pferdes rechtshin, dar- unter Kranz. Als Einfassung Quadrat von punktierten Linien.

16 Ebenso. Ebenso; im Felde rechts Vordertheil S. 25 eines springenden Pferdes mit Zügel

rechtshin; darunter ®. Punktiertes Quadrat.

10-31 Paris. Mionnet III 521, 165;

I0-0 2 Cat. Br. Mus. 10 1, 68 Taf. XXI 13.

17 Ebenso. Ebenso, mit K: Pferd ohne Zügel. Pkr. S. 25

10-70 ZfN V 141, 33.

Tafel X IQ 18 Ebenso. Ebenso; Stern mit zwölf Strahlen unter

S. 25 dem Pferdevordertheil mit Zügel. Pkr.

10-56 M. S.;

10-38 Paris. Mionnet III 522, 166 Su])pl. VII Taf. V 3.

Tafel X 20 19 Ebenso. Ebenso; Lyra unter dem Pferdevorder-

S. 25 theil ohne Zügel. Pkr.

10-33 M. S.;

10-11 Inv. Waddington n. 3213.

3l6 XIII PAMPHYLIA

20 ÄliTilich. Ähnlich mit EZTFEAIIY, Hermesstab

S. 24 und Pferdevordertheil.

9-90 Inv. Waddington n. 3212.

Ungefähr gleiclizeitig mit diesen Stateren oder aus wenig späterer Zeit ist die fi)lgende Kupfermünze:

Tafel X 21 21 Kopf der Athena mit anlie- A links, I01 rechts. vStehender Schleu-

Br. u) g-endem Helm rechtshin. derer in kurzem Chiton rechtshin. Rand abgeflacht.

3-40 M. S.;

Inv. Waddington n. 3579 (16 mm), seltsamerweise der Colonie Antiochia zugetiieilt.

Hier steht A als Initiale der griechischen Form des Stadtnamens, F für das nO der Statere. Dieses Monogramm wurde offenbar zu dem Zwecke gewählt, um der Lesung AFIO als Initialen eines Namens wie Apollonia oder Apollonias vcjrzubeugen; für die Schildmünzen (n. 22 26) eignete es sich besser als flO in die Rundung. Vergleicht man ferner die Figur des Schleuderers der Kupfer- münze mit der des Staters n. 19, so wird man in beiden die Hand des gleichen Stemjjclschneiders erkennen.

Auf dieses Stück folgen oder ihm gehen voran die Kupfermünzen, auf denen l°l als Inschrift des Schildes erscheint:

22 l°l auf der Mitte eines runden Kopf der Athena rechtshin; anliegen- Br. 18 gewölbten Schildes. Pkr. der Helm mit Busch und Stephane.

Schöner Stil.

5"55 M. S. Monnaies grecques 340, 91;^)

Cat. Br. Mus. 262, 55 Taf. XL 13 (Seige).

23 Ebenso. Ebenso, ßr. 10

i-i8 M. S.

24 Ebenso. Dreibein linkshin. Uberpräg^ung' eines

Br. 18 Exemplares der Münze n. 22.

4-50 M. S.;

5"05 AL S. Monnaies grecques 340, 93;

Cat. Br. Mus. 263, 57 Taf. XL 12 (Seige); hier sind die Füße des Dreibeins geflügelt.

Inv. Waddington n. 3939, fruste (Seige).

') N. 92 a. a. (). sclieint der Schild f^latt zu sein. Das .Stück ist eine Variante der n. 28 ohne .Schrift.

XIII PAMPHYLIA

Tafel X 22 25 Ebenso. Ebenso.

Br. 1 2

i'Qi M. S. Monnaies grecques p. 341, 94; Cat. Br. Mus. 263, 58. Inv. Waddington n. 3935 ff.

26 Pkr. Dreibein linkshin. Pkr.

Br. 13

2-15 M. S.;

2*03 Berlin. Finder und Friedländer, Beiträge 1851 S. 82, 45 Taf. II 17 (Selge); Inv. Wadding-ton n. 3930 Taf. IX 1 1 (Seige).

Auf späteren Münzen (s. n. 34) steht AZ auf dem Schilde.

27 Vordertheil eines springenden nE|TTE Schleuder. Pkr.

Br. 18 Pferdes mit Zügel rechts- hin. Pkr.

4-93 M. S.

Von dieser Münze gibt es folgende Varianten mit und ohne h2infassung \on einem Perlkreise :

Tafel X 23

A

M

Gr.

2-03

M. S.; Cat. Br. Mus. 102, n- 3225.

71 Taf. XXII

E

e

3"95

M. S.

F

A

Cat. Br. Mus. 102, 70.

K

K

Inv. Waddington n. 3220/

I.

M

V

373

M. S.; Inv. Waddington n.

0

e

4-96

M. S.; Mionnet Suppl. VII

28, 9/10; Inv

n

H

77

472

M. S.; Inv. Waddington n.

3222.

n

F

4-33

M. S. ZfN V p. 138, 20

Taf. VI 5.

4)

M

Inv. Waddington n. 3224.

ACneN|Ain.N Cat. Br. Mus. 102, 73 Taf. XXII 3; Inv. Waddington n. 3226.

28

Br. 17

Das Bild der Vorderseite (vgl. n. 15 20) und die Aufschrift der letzten Münze sind für die Zutheilung der ganzen Serie an Aspendos bestimmend. Am häufig- sten kommen die Stücke mit den Buchstaben O © vor, und mit diesen findet man auch andere Münzen bezeichnet, die deshalb ohne Zweifel aspendisch sind:

Runder Schild mit punktier- 0|9 Kopf der Athena rechtshin; vor tem Rand. dem Halse Lanzenspitze.

Schottenstift Wien. ZfN V 138, 19 Taf. VI ü.

3i8

XIII PAMPHYLIA

29 Kopf der Athena rechtshin; O|0 Stehender Schleuderer im kur-

Br. 15 anliegender Helm mit Busch zem Chiton rechtshin. und Stephane.

Cat. Br. Mus. 262, 53 Taf. XL 11 (Selge);

Inv. Waddington n. 3218 Taf. VII 14 (Aspendos);

H. Weber, London.

Die Typen dieses Stückes sind die nämlichen wie die der n. 21, aber von wesentlich roherer Fabrik.

Zu der Gruppe as])endisclier Münzen mit wechselnden Buchstaben als Auf- schrift scheinen ferner zu gehören :

Tafel X 24 30 Gorgoneion. F|A Hermesstab.

Br. 14

Paris. Svoronos, Monnaies de Grete 332, 12 Taf. XXXI 20 und 21.

31 Ebenso. Ebenso, mit 0|Z.

Br. 13

2-14 M. S.;

Paris. Svoronos a. a. O. 332, 11 Taf. XXXI ig.

Die beiden folgenden Stücke bestimmen gegenseitig ihren Prägeort : das eine durch seine Aufschrift, das andere durch seine pamphylische Provenienz:

Tafel X 25 32 Stern mit acht Strahlen. A|Z Keule.

Br. 13

2-50 M. S. Num. Zeitschr. X 1878 S. 99.

33 Stern mit zehn Strahlen. Pkr. Keule in Pkr. (Rohe Fabrik).

Br. 12

2-45 M. S.

34 AZ auf einem runden Schild A|Z Hermesstab. Pkr.

Br. 14 mit punktiertem Rand.

175 M. S.

Ohne Schrift am Schilde: Berlin. Fox, Gr. coins II Taf. VI 117; Cat. Br. Mus. 103, 77; Inv. Waddington n. 3232.

XIII PAMPHYLIA

Tafel X 26 35 Runder Schild mit punktier- A[C Geflügfelter Hermesstab. Pkr.

Br. 15 tem Rand, geschmückt mit Stern von sechs Strahlen. Pkr.

2-36 M. S.;

Cat. Br. Mus. 103, 76 Tai. XXII 6, ohne Stern.

36 Ebenso. Ebenso, mit A|C.

Br. 12

2 '90 Im Handel ;

Inv. Waddington n. 3231, ohne Stern.

Zur Vervollständigung der Typen, die in Aspendos für Kupfermünzen ver- wendet worden sind, füge ich noch eine Varietät mit Pferd und Schleuderer bei:

37 Springendes Pferd rechtshin; A|Z Stehender Schleuderer in kurzem

Br. 15 darüber Mondsichel. Chiton rechtshin.

2-34 M. S.

Nach der Ausscheidung der vielen bisher irrthümlich Selge zugeschriebenen Kupfermünzen ^•erbieiben dieser Stadt diejenigen mit Schild und Lanzenspitze, die mit der jüngsten Serie der selgischen Silberstatere gleichzeitig sind. Auf beiden Münzsorten kommen beide Sigmaformen, Z und C, vor. Im zweiten Jahr- hundert V. Chr. schritt Selge zu einer Prägung von Silber- und Kupfer- münzen, deren Typen mit denen von Aspendos nichts mehr gemein haben.

Tafel X 28 38 Kopf des Augustus rechtshin. A|Z Auf gemeinschaftlicher Basis zw^ ei

Br. 20 Pkr. gleiche Cultbilder von vorn mit Ka-

lathos und Schleier über Kopf und Rücken. Das Kleid ist in drei hori- zontale Felder getheilt. Pkr.

Mus. Kopenhagen;

Inv. Waddington n. 3233.

Pellerin, Recueil II Taf. LXXXIV 8 und Mionnet V 525, 53 und 54 haben ähnliche Stücke irrthümlich Askalon zugetheilt,^) was inzwischen de Saulcy, Num. de la Terre-sainte 188 berichtigt hat. Ein Exemplar, das Millingen, Recueil de med. gr. ö8 Taf. IV i veröffentlichte, zeigt die Aufschrift AZnEN|AinN.

Die sichere Erklärung der stets attributlos dargestellten zwei Cultstatuen ist noch nicht gefunden. Sie sind, wenn nicht etwa als Demeter und Kore, als

1) Vgl. Stark, Gaza 1852 p. 590 Taf. I 6. Imhoof-Blumer, Kleinasiatische Münzen Bd. II.

41

320

XIII PAMPHYLIA

Doppelbild einer einzelnen Güttin aufzufassen. Solche Doppelbilder einer Gottheit sind aus verschiedenartigen Monumenten mehrfach bekannt ^) und kommen auch auf Münzen vor, z. B. von Kapua,^) Herakleia in Lukanien mit Herakles,^) Temnos, vSm} rna, Amorion, Kadoi und vielleicht auch Akmonia *) mit Nemesis, Selinus in Kilikien und zwei unbestimmten Städten (m. S.) mit weiblicher Gottheit.

Tafel X 27 39 Kopf des Augustus rechtshin,

Br. 1 7 ohne Pkr.

M. S.

40 Kopf des Tiber i US mit Lor-

Br. 16 beer rechtshin. Pkr.

M. S.

AC links. Auf gemeinschaftlicher Basis zwei gleiche Cultbilder mitKalathos und Schleier von vorn; rechts im Felde bärtiger Kopf rechtshin. Pkr.

Alz Die beiden Statuen wie oben.

41

Br. 20

Tafel X 29 42 Br.

Tafel X 30 43

Br. 2:

KAI links, CAP rechts. Kopf des A|C ]3erselbe Typus. Pkr. Nero mit Lorbeer rechtshin. Pkr.

M. S.

NeP[nN] links, KAICAP rechts. Kopf des Nero mit Strahlen- krone rechtshin.

M. S.

AOMITIANOCrechts,KAICAPlinks.

Kopf des Domitian mit Lor- beer rechtshin.

M. S.

AC rechts, TT€N links. Derselbe Typus.

ACn€N links, AlUUN rechts. Derselbe Typus.

44 TPAIANO rechts, C KAICAP links.

Br. 24 Kopf des Kaisers niit Lor- beer rechtshin.

M. S.

ACriGN oben, AI rechts, jflN im Abschnitt. Sitzender Zeus mit nacktem Ober- körper rechtshin, die Rechte am Scep- ter, auf der Linken Adler; ihm gegen- über sitzende Göttin linkshin, Schale in der Rechten, Scepter in der Linken.

Gerhard, Zwei Minerven 1848; Schräder, Ath. Mitth. XXI 1896 S. 275 ff.

2) Kat. Mus. Berlin III» 86, 31.

^) Garrucci, Monete dell' Italia ant. Taf. CII 7 und 8. I-B. Monnaies grecques 392, 50 und 51 Taf. G 24 und 25.

XIII PAMPHYLIA

321

45 ANTnNG I N links, OC A Vr rechts.

Br. 15 Kopf des bärtigen Cara- calla mit Lorbeer rechtshin.

M. S.

ACTT€N links, Ain.N rechts. Stehender Harpokrates linkshin, die Rechte am Munde, im linken Arm Füllhorn.

Tafel X 31 45a

Br.

M oneA ANT AIAAOVMGNIA- 25 NOC KAI Brustbild des Cae- sars mit Panzer und Mantel linkshin.

M. S.

ACTT6N links, Al/lN rechts. Isis Pharia mit ihrem Kopfschmuck rechtshin, den Kopf zurückwendend, in der vorge- streckten Rechten das Sistrum, mit der Linken das obere Ende des Segels haltend.

46 AV K AA6IANAPOC MAM€A ce ACn€N links, AI/IN rechts. Stehende

Br. 25 Die Brustbilder des Kaisers Tyche mit Kalathos, Steuerruder und

mit Strahlenkrone und Ge- Füllhorn linkshin.

wand und der Mamaea mit

Diadem und Mondsichel an

der Schulter rechtshin.

M. S.

46* r 10 VA HPOC (so) M links, AII-

Br. 18 MOC KA rechts, IC AP unten.

Kopf des Caesars rechtshin.

M. S.

ACTTG links, N oben, Ain.N rechts. In einem Doppelschrein mit zwei Gie- beln zwei Cultbilder mit Kalathos von vorn.

47 AVT K M ANT links, rOPAIANOC

Br. 32 rechts, C€B unten. Brustbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechts- hin. In rundem Gegenstem- pel Adler von vorn, die Flügel schlagend.

M. S.

Acne links, NAI/IN rechts. Stehender Apoll on mit Strahlenkrone und im umgürteten Doppelchiton von vorn, Kopf link-shin. Schale in der Rechten, in der Linken langer Lorbeerzweig. Links zu Füßen des Gottes Rabe von vorn, Kopf linkshin.

48 AVT KAI r Mecc KV TPAIANOC ACn€ N links, AinN rechts. Apollon und

Br. 35 A6KIOC CSB Brustbild des Rabe wie auf n. 47.

Kaisers mit Lorbeer, Panzer

und Mantel rechtshin.

M. S.

41*

322

XIII PAMPHYLIA

49 Gleichen Stempels. ACTTeN links, AinN rechts. Sitzender

Br. 33 Sarapis mit nacktem Oberkörper

und Kalathos linkshin, die vorge- streckte Rechte über dem vor ihm sitzenden Kerberos, die Linke am Scepter.

M. S.

Der Gott mit Kalathos und Kerberos ist nicht, wie es oft geschieht, Hades, sondern vSarapis zu nennen. Diesem allein kommt als Kopfschmuck der Kalathos zu, und auf Münzen von Tripolis in Lydien und von Alexandreia erscheint der Gott in der That mit den Beischriften Z€YC C€PAmC und CAPATTIC.

Tafel X 32 50 €PeNNlA AITPOVCKIAAA CGB

Br. 26 Brustbild der Etruscilla rechtshin.

Trau in Wien.

ACTT6N links, AI/IN rechts. Stehender Apollon mit entblößter rechter Brust linkshin. Lorbeerzweig in der Rechten, die Linke an den hinter ihm stehen- den Dreifuß gelehnt, an dem sich eine Schlange emporringelt. Links zu Füßen des Gottes Rabe linkshin, den Kopf zurückwendend.

Dieser Apollontypus scheint dem von Patara nachgebildet zu sein.^)

51 nOV AIK KOP OVAAGPIANON

Bi. 32 KAI C€B Brustbild des jünge- ren Valerianus mit Panzer und Mantel rechtshin; im Felde rechts lA.

ACrrG|N links, AinN rechts. Stehender Sarapis mit Kalathos, Chiton und Himation linkshin, die Rechte er- hoben, in der Linken das Scepter schräg haltend.

17-40 M. S.

A 1 1 a 1 e i a

Tafel XI I I Kopf des Poseidon rechts- ATTA rechts, AEjflN links. Delphin mit

Br. 15 hin. Kopf abwärts, sich um einen Anker

windend.

3-40 M. S.

Nach Sestini, Mus. Fontana III 67, i und Inv. Waddington n. 3268 zeigen ähn- liche Münzen Dreizack statt Anker.

') Mionnet III 441, 58—60; Cat. Br. Mus. Tykin Taf. XVI 2.

XIII PAMPHYLIA

323

2 Bekränztes Brustbild des Posei- Br. 13 don mit Gewand rechtshin;

vor ihm Dreizack. Pkr.

173 M. S.

3 Brustbild des Poseidon mit Br. 14 Gewand linkshin; vor ihm

Dreizack. Pkr.

3-02 M. S.

3" ATTA rechts, 3A links. Delphin

Br. 14 mit Kopf abwärts an Drei- zack. Pkr.

2-23 M. S.

4 AVTO KAICAP links, KOMMO- Br. 27 AOC rechts. Brustbild des

jugendlichen Commodus mit Lorbeer und Gewand rechts- hin.

M. S.

5 AVT M AV links, ANTriNINOC Br. 27 rechts. Brustbild des jugend- lichen Caracalla mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

M. S.

6 Ebenso. Br. 25

M. S.

7 M lOV CGOVH [(t)IAinnON KAI]. Br. 16 Brustbild des Caesars mit

Mantel rechtshin.

M. S.

ATTA links, AGflN rechts. Schreitende. Nike mit Kranz und Palmzweig rechts- hin. Pkr.

ATTA links, A€nN rechts. Stehender nackter Hermes von vorn, Kopf linkshin, Beutel in der Rechten, Stab und Chlamys in der Linken. Pkr.

A ! T

T . Steuerruder. Pkr.

AT|TA links, A€|nN rechts. Tempel- front mit sechs Säulen und Nike- figuren als vSeitenakroterien; zwischen den Säulen stehende Athena links- hin, Nike auf der Rechten, die Linke am Speer. Zu F"üßen der Göttin links Eule, rechts Schild.

AT|TA links, A6n.N rechts. Stehender Men mit Mütze, Mondsichel und langem Gewand linkshin, den rechten Fuß auf einen Stierschädel setzend, Pinienapfel auf der Rechten, die Linke am Scepter.

ATTA links, A€n.N rechts. Stehender nackter Harpokrates mit seinem Kopfschmuck linkshin, die Rechte am Munde, im linken Arm Füllhorn.

ATTA link.s, A^flH rechts. Sitzender He ph aistos mit Mütze rechtshin, Hammer in der gesenkten Rechten, mit der Linken einen Schild auf dem Knie haltend; vor ihm Amboss.

324

XIII PAMPHYLIA

8 TN K €P€ links, N A6KION K

Br. 20 rechts. Brustbild des Heren- nius Etruscus mit Lor- beer, Panzer und Afantel rechtshin.

M. S.

ATTA links, A6nN rechts. Stehende Athena mit Aigis von vorn, Kopf linkshin, die ihr zugewendete Nike auf der Rechten, die Linke am Speer; rechts zu Füßen Schild.

9

Br.

AV KG r OVIB T links, P€Bn rAAA[OC]. Brustbild des Gal- lus mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

M. S.

Ebenso.

lO

Br. 37

AV KAI nov links, AI OVAAG- ATTA links, A6nN rechts. .Stehende ge-

PIAN rechts. Bru.stbild des Valerianus mit Lorbeer, Pan- zers und Mantel rechtshin; vor ihm I.

25-35 M. S.

flügelte Nemesis linkshin. Schale in der Rechten, im linken Arm Stab ; links zu Füßen sitzender Greif links- hin, die rechte Vordertatze auf dem Rad.

II AV KAI nov links, AI OVAAG-

Br. 37 PIANON- €V- C Brustbild und I wie auf n. lo.

A links, TTAA6 oben, DlN rechts. Stehen- de Artemis mit Mondsichel auf dem Haupte und umgürtetem Doppelchiton, von vorn, Kopf rechtshin, Köcher über der rechten Schulter, Pfeil in der ge- senkten Rechten, die Linke der links- hin stehenden Athena über einen flam- menden Altar hin reichend; diese stützt sich mit der Linken auf den Speer. Links hinter Artemis die stehen- de geflügelte Nemesis rechtshin, mit Schale in der gesenkten Rechten; vor ihr zu Füßen Greif mit Rad rechtshin, den Kopf zurückwendend. Im Ab- schnitt Kranz zwischen zwei Palm- zweigen.

22-83 H. Weber, London.

Vgl. Mionrn-t Suppi. VII 37, 55 nach Vailiant.

XIII PAMPHYLIA

325

K i b y r a fj [uxpä

Die Münzen, die ich dieser Stadt zuzuschreiben versucht habe/) sind in der Sammlung Waddington unter den phrygischen angeführt.")

M a g y d o s

I Kopf der Athena rechtshin. M|A oben. Mondsichel; darüber Stern

Br. 1 2 Pkr. mit sechs Strahlen. Pkr.

1-85 M. S.

Die Zutheilung dieses Münzchens an Magydos ist durch die Aufschrift MAFY eines ähnlichen Stückes gesichert. "*)

Tafel XX 2 lOVAlA AOMNA CGBACT Brust- MAfV links, A€nN rechts, im Felde rechts

Br. 25 bild der lulia Domna rechts- Kf Stehende Aphrodite mit entblöß- hin. tem Oberkörper von vorn, Kopf rechts-

hin, in der erhobenen Rechten eine Haarflechte, mit der Linken den Chiton festhaltend; links neben der Göttin M. S. stehender Eros.

Die Darstellung des Eros ist roh und undeutlich. Dies scheint auch auf einer Münze mit Macrinus, Inv. Waddington n. 330Ö, der Fall zu sein, da dort der Gott als Vogel beschrieben erscheint.

3 AV K M AV AN links, TriNINOC MArVA[€] links, nN- KZ im Abschnitt. Br. 28 C€B rechts. Brustbild des Flussgott mit nacktem Oberkörper

Elagabalus mit Strahlen- linkshin auf dem Boden sitzend, Zweig kröne, Panzer und Mantel mit der Rechten schulternd, im linken rechtshin. Arm Füllhorn ; hinter ihm Wasserurne.

Mus. Winterthur. Vgl. Cat. Br. Mus. Lykia 116, 6 mit Caracalla.

4 KOPNHAIA links, N CAAnNINAN MAfV links. A€nN rechts, im Felde

Br. so C€B rechts und unten. Brust- , I i . a i j c

links , rechts A Stehender Sarapis

bild der Salonina mit Dia-

dem und Mondsichel an den linkshin, die Rechte erhoben, in der Schultern rechtshin. Linken das Scepter schräg haltend.

15.33 M. S.

Ein Verzeichnis der auf den Münzen von Magydos vorkommenden, aber noch nicht sicher erklärten Zahlzeichen, zu denen nun KT und KZ neu hinzukommen, gibt Wroth, Num. Chron. 1900 p. 20.

^) I-B. Griech. Münzen 1 55, 462 und 463 Taf. X 18. der letzteren ist vermuthlich Hermes, nicht Apollon. ^) Inv. Waddington n. 5813 und 5814; der Typus ^) I-B. Monnaies grecques 333, 51.

326

XIII TAMPHYLIA

Olbia

S. oben Aspendos S. 309.

P e r g e

Von feinerem Schnitte als die bisher aligebihieten Tetradrachmen von Perge ist das folgende Stück :

Tafel XI 2 I Kopf der Artemis mit Lor- APTEMIAOZ rechts, 11 E PTA! AZ links. Ste-

S. 30 beer und Köcher rechtshin. hende Artemis in kurzem umgürte-

Pkr. ten Dnppelchiton und vStiefeln links-

hin, Köcher und Bogen an der rechten Schulter, Kranz in der Rechten und die Linke am Scepter ; an ihrer rech- ten Seite stehender Hirsch linkshin, den Kopf zurückwendend. Pkr. i6"4i M. vS., aus der Sammlung Dupre n. 312.

Trotz des großen Zuwachses, den die Numismatik in jüngster Zeit durch die Publication der Bestände des Br. Mus. und der Sammlung Waddingtons er- fahren hat, bleibt die Zahl inedierter Münzen von Perge und der folgenden Städte noch recht ansehnlich. Hier eine Auswahl neuer Varietäten :

APTEMIAO links, Z nEPTAIAZ NEIKH rechts, TI|BEPI0Y links. Eilende

Br. 15 rechts. Das Cultbild im Nike mit Kranz in der Rechten Tempel wie auf n. 2. linkshin, die Linke an der Hüfte.

M. S.

2 Kopf des Claudius rechtshin. APT|EM links, IA|OC rechts. Das Cultbild

Br. 16 Pkr. der Artemis Pergaia unter einer

Tempelfront mit zwei Säulen und s_ Adler im Giebel.

3 AOMITIAN rechts, OC KA links,

Br. 15 i unten. Kopf des Kaisers mit Lorbeer rechtshin.

APT links, im Abschnitt, ITGP rechts. Cultbild und Tempel ebenso.

M. S.

4

Br. 13

AOM ITIANOC rechts, KAICAP links. Kopf ebenso.

M. S.

APTe MI rechts, KAICAP links. Flammende Fackel.

XIII PAMPHYLIA

327

5 TPAIANOC rechts, KAICAP links.

Br. 24 Kopf des Kaisers mit Lor- beer rechtshin.

M. S.

Tafel XI 3 6 AAPIANOC rechts, KAICAP links.

Br. 26 Brustbild des Kaisers mit Lorbeer und Mantel rechts- hin.

M. S.

Vgl. Mionnet Suppl. VII 40, 87.

7 A[APIANOC] rechts, KAI links. Br. 1 2 Brustbild ebenso.

M. S.

8 ANTriNGl links, KAI AVr rechts. Br. 18 Kopf des bärtigen Marc- aurel mit Lorbeer linkshin.

M. S.

9 C(?) KAI links, KOMOAOC rechts. Br. 14 Brustbild des jugendlichen

Commodus mit Gewand rechtshin.

M. S.

10 AV K links, KOMOAOC rechts. Br. IG Brustbild ebenso.

M. S.

I mho of -B 1 umer, Kleinasiatische Münzen. Bd. II.

APTGMI Hnks, AOC n im Abschnitt, €P- rAIA|C rechts. Cultbild und Tempel wie auf n. 2.

APT€MIAOC rechts, nGPTAlAC links. Ste- hende Artemis von vorn, mit kur- zem Doppelchiton, Stiefeln und Mond- sichel an den Schultern, mit beiden linkshin erhobenen Händen eine flam- mende Fackel schwingend.

APT6MI links, nCPFAlA rechts. Köcher mit Riemen.

nePTAI link.s, /IN rechts. Stehende Arte- mis mit langem Doppelchiton rechts- hin, Köcher an der rechten Schulter, mit der Rechten eine Fackel zum Boden senkend, in der vorgestreckten Linken Bogen.

TT€P link.s, TAinN rechts. Stehende Aphrodite mit nacktem Oberkörper linkshin, in der Rechten die offenen Haare haltend, die Linke gesenkt; links zu Füßen Delphin mit Kopf abwärts.

nePr links, Al|nN rechts. Sitzende Sphinx linkshin, die linke Vorder- tatze erhoben.

42

328

XIII PAMPHYLIA

II

Br. 18

n CG r€TA links, C K C€B n€Pr links, AIXIN rechts. Nackter ]:>\o-

rechts. Brustbild des Geta mit Mantel rechtshin. Run- der Gegen Stempel mit Adler von vorn, die Flügel schlagend.

M. S.

nysos linkshin stehend, Kantharos in der Rechten, die Linke am Thyr.sos; links zu Füßen Panther.

Tafel XI 4 12 Ebenso, ohne Einstempelunj

Br. 20

V. Gonzenbach.

nePT" links, Ain.N rechts. Stehende Artemis in langem Doppelchiton von vorn, die Rechte an der Fackel, in der gesenkten Linken Pfeil. Das Haupt der Göttin ist von einem Strahlenkranz und Discus um- geben, über den der Mantel gezogen ist; am Halse Mondsichel.

13

Br. 24

AV KAI M on€A C€V MAKP6I- n€Pr links, AinN rechts. Schreitende

NOC C€B Brustbild des Kai- sers mit Lorbeer und Panzer rechtshin.

M. S.

Nike mit Kranz und Palmzweig linkshin.

14

Br.

24

Ebenso, mit Gegenstempel wie auf n. 11.

M. S.

TTeP|r links, A|inN rechts. Unter einer Tempelfront mit zwei Säulen und Adler im Giebel das Cultbild der Artemis Pergaia, zwischen zwei ihm zugekehrten Sphinxen, die auf hohen Postamenten sitzen; links und rechts neben dem Kalathos des Cult- bildes Mondsichel und Stern.

Tafel XI 5 15

Br. 26

AV K M AV AN links, T/ININOC n€Pr links, AiriN rechts. Stehender nack-

C€B rechts. Brustbild des Elagabalus mit Strahlen- krone, Panzer und Mantel rechtshin. Gegenstempel wie auf n. 11 und 14.

M. S.

ter Apollon mit Stiefeln linkshin, Zweig in der Rechten, den linken Arm auf den Dreifuß gelehnt, an dem sich eine Schlange emporwindet; links zu Füßen Lyra.

XIII PAMPHYLIA 329

Wie n. 14 mit TT€P|r links, AI/IN rechts; in den zwei horizontalen Streifen des Cultbildes je drei menschliche Figür- chen. Die Sphinxe undeutlich.

Wie n. 14, mit je drei Figürchen in den beiden Streifen.

16 lOVAlA links, MAICA rechts. Br. ig Brustbild mit Diadem rechts-

hin.

Im Handel.

17 M- AV- AAEXAN links, APOC- K- Br. 26 CGB- rechts, K- A links im

Felde. Brustbild des jugend- lichen Alexander mit Panzer . rechtshin, dieser mit einem Adler verziert; an der lin- ken Schulter Mantelfalte.

M. S.

Vgl. Cat. Br. Mus. 128, 45.

Die beiden Buchstaben im Felde der Vorderseite, K'A sind durch einen Punkt getrennt. Vielleicht haben sie die gleiche Bedeutung wie A" K, die auf Münzen mit dem Bildnisse Elagabals als Einstempelung öfter vorkommen, aber schwer- lich für ,20 Assaria' stehen.^)

Tafel XI 6 18

Br. 26

[A K r] lOV OVH [MAIIMei- neP links, TAiriN rechts. Sitzende The-

mis link.shin, in der Rechten Kranz mit der Inschrift oT^ (J. 372 = 238 n.Chr.?),-)

D

im linken Arm Palmzweig. M. S.

Vgl. Num. Chron. 1 900 p. 290, 24 Taf. XIV 7, mit 06MIC und im Kranze TO.

NOC|, unten €V [CeB|. Brust- bild des Kaisers mit Lor- beer, Panzer und Mantel rechtshin.

19 Kr lOV OVH links, MAIIMOC neP links, r|HI rechts. Stehende Ty che Br. 18 €V rechts. Brustbild des Cae- mit Kalathos, Steuerruder und Füll- sars mit Mantel rechtshin. horn linkshin.

M. S.

20

Br. 22

AV K M lOV ceOV ({)IAinnOCe ne Pr links, AinN rechts. Stehender Sara-

Brustbild des jüngeren Phi- lipp mit Lorbeer und Gewand rechtshin; darunter Globus.

M. S.

pis in langem Gewand und mit Kala- thos linkshin, die Rechte erhoben, in der Linken das Scepter schräg haltend.

') Cat. Br. Mus. 347.

2) Hill, Cat. Br. Mus. Lykia p. LXXIV fF.

42

330

XIII PAMPHYLIA

21

Br. 34

AV- K- r OV€l- links, TPG- TAA- TT€P links, TAI oben, flH rechts. Kiste

AON rechts. Brustbild des Gallus mit Lorbeer und Man- tel rechtshin; darunter Glo- bus.

M. S.

auf drei Füßen^ die eine der zwei sichtbaren Seiten mit Nägeln beschla- gen; auf dem Deckel drei Börsen.

Das hier beschriebene und auf pergaiischen Münzen häufig wiederkehrende Bild stellt nach H. de Longperier die arca publica (Gemeindecasse), die drei Börsen die drei Metalle des Geldes dar.^)

Tafel XI 7 22

Br. 2 1

Ebenso, scheinbar vom gleichen Stempel.

H. Weber, London.

TT€Pr links, [AI/IN] rechts. In einer Tempelfront mit zwei Säulen und Adler im Giebel das Cultbild der Artemis Pergaia mit je vier Figür- chen auf den zwei horizontalen Strei- fen des Kleides; links und rechts Gitter werk, über dem je eine dem Bilde zugewandte Sphinx sitzt; unter dem Giebel links Mondsichel, rechts Stern.

23

Br. 19

24

Br. 33

AV K r OVei links, TP€ TAA- AON rechts. Brustbild des Gallus mit Lorbeer und Man- tel rechtshin.

M. S.

neP links, THI rechts. Brustbild der Tyche mit Schleier und Thurmkrone rechtshin.

Vgl. Mionnet Suppl. VII 57, 147; Inv. Waddington n. 3404.

AVT KAI no links, TAAAIHNO- C€ B rechts und unten. Brust- bild des Kaisers mit Lor- beer und Mantel rechtshin; vor ihm I.

16-30 M. S.

n links, ePFAiriN rechts, NenKOPfN im Abschnitt. Stehende Athena in Helm und Doppelchiton rechtshin, Schild und Speer in der Linken, mit der Rech- ten die vor ihr stehende Artemis bekränzend. Diese, rechtshin, im Dop- pelchiton, beugt die erhobene Rechte über den Köcher zurück und hält in der Linken den Bogen.

Vgl. Cat. Br. Mus. 135, 80, Artemis und Nike.

') Recherches sur les insignes de la Questure et augm. de la Rev. archeol.) Sur les rccipients mon^taires l868 p. 60 fT. (Kxtr.

XIII PAMPHYLIA

331

24" AVT KAI no AI TAAAnHNO-

Br. 32 C€B (so), I rechts im Felde.

Brustbild des Gallienus mit Lorbeer und Mantel rechts- hin.

17-00 M. S.

Vgl. Cat. Br. Mus. 134, 73.

25 -AVT KAI links, rAAAIHNOC€B-

Br. 30 rechts. 1 rechts im Felde.

Brustbild des Kaisers mit Strahlenkrone und Mantel rechtshin.

I0-20 M. S.

Vgl. Cat. Br. Mus. 136, 82.

26 AV KAI TAAAIHNON C KOP und Br. 33 im Abschnitt CAAjn.Ni|NAN

auf zwei Zeilen. Die einander zugekehrten Brustbilder der Salonina rechtshin und des Gallienus mit Strahlenkrone, Panzer und Mantel linkshin; dazwischen I.

Im Handel.

27 KOPNHAIA CAAD.NINA C€BA,

Br. 32 rechts im Felde I. Brustbild der Salonina mit Diadem und Mondsichel rechtshin.

14-90 M. S.

28 KORN HA links, lA CAAnNl|NA Br. 29 C€BA rechts und unten, rechts

I. Brustbild ebenso.

M. S.

nePrAinN links, A oben, NenKOPnN rechts. .Sarapis wie auf n. 20 zwi- .schen zwei Signa.

APTeMlAOC rechts, nePTAlAC link.s, ACVAOV rechts im F^elde. Stehende Artemis mit Strahlenkrone und umgürtetem, langem Doppelchiton von vorn, Kopf rechtshin, Köcher über der rechten Schulter, die Rechte an der Fackel, in der gesenkten Linken Bogen.

nePrHI links, N€ri.KO rechts, POC im Ab- schnitt. Sitzende Stadtgöttin mit Kalathos linkshin, das Cultbild der Artemis auf der Rechten, in der Linken Füllhorn.

n€Pr links, AI/IN rechts. Derselbe Typus.

TT€Pr links, AinN rechts. Sitzender He- phaistos mit Mütze und entblößter rechter Schulter rechtshin, Hammer in der gesenkten Rechten, auf dem linken Knie Schild und darüber die linke Hand.

332

XIII PAMPHYLIA

29

30

Br. 3:

KOPNHAIA links, N CAAnNINAN CG' rechts und unten, im Felde rechts I. Brustbild ebenso.

16-90 M. S. Gleichen Stempels. U. S.

TT€P|r links, Ain.N rechts. Saragis wie auf n. 20.

rrepr links, AI/IN rechts. Dreig-estaltige Hekate mit Kalathos, Fackeln und Dolchen (?).

31 Ebenso. Br. 30

Im Handel.

nePrHI links, NGnKOPOC rechts, A links im Fekle. Sitzende Tyche mit Thurm- krone linkshin, Ähren in der Rechten, die Linke am Felssitze ; darunter schwimmender Flussgott linkshin.

32

Br. 30

Wie n. 27.

Lübbecke.

I€PA I AAMnPA I eNAOIOC N€nKOPOC| nePTH I TTPriTH auf sechs Zeilen in einem Kranze.

Dif ii;imliclirii Titfl, mit A füi' TTP/ITH, kommen auf Münzen mit den Bild- nissen des VoliisianiLs und des Saloninus (n. 34)/) ferner in Inschriften -) vor.

33 nO A K OVAASPIANON und

Br. ^ I rechts im h elde I. Brustbild des jüngeren Valerianus mit Lorbeer, Panzer und Man- tel rechtshin.

1475 M. S.

nePrAinN links, NeriKOPriN rechts. Tempelfront mit zwei Säulen und A im Giebel; zwischen den Säulen sitzende Stadtgöttin mit Kalathos linkshin, Nike auf der Rechten, im linken Arm Füllhorn.

34 nO AIK CAAnN OVAAGPIANOC

Br. 31 CB und rechts im Felde I.

Brustbild des Saloninus mit Lorbeer und Mantel rechts- hin; darunter Adler von vorn, die Flügel schlagend.

1370 M. S.

Vgl. Br. Mus. Num. Chron. 1899 P- l^S' 'I'<if- IX 7.

lePA I AAMnPA I €NAOIOC | NenKOPOC nePTH j nPnJH auf sechs Zeilen in einem Kranze.

Inv. Waddington n. 34 10.

^) Lanckoronski, Die Städte Paniphyliens etc. I Inscr. n. 10 und 34.

XIII PAMPHYLIA

333

Tafel XI 8 35

Br. 34

Tafel XI I O I S.

AVTO- KAI- M- KA- TAKITON-

€V- €• CB- und rechts im Felde I. Brustbild des Taci- tus mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

19-16 M. S.

•nePTH- MHTPonojAI- TAKIToC- und im Abschnitt C€B. Der Kaiser, gepan- zert, linkshin auf einem Sessel sitzend, auf der vorgestreckten Rechten Preis- urne, die Linke am Scepter; ihm gegenüber steht die Stadtgöttin mit Thurmkrone rechtshin, Füllhorn im linken Arm. Uber der Preisurne A.

Nach dieser Münze zu urtheilen, stellt aucli die sitzende F"igiir Cat. Br. Mus. 140, 104 Taf. XXV 4 den Kaiser, nicht Zeus dar.

In der Beschreibung von n. 102 a. a. O. ist statt ,garlands' Mondsichel und Stern zu berichtigen, wie aus dem hier Tafel XI n. 9 abgebildeten Exemplar der V. Kolb'schen Sammlung hervorgeht.

P t o 1 e m a 1 s

Nach W'addingtun ^) scheinen die bisher dem pamphylischen Ptolemai's zuge- theilten Kupfermünzen^) Prägungen von Lebedos zu sein.

,S i d e

Granatapfel, von einem Rei- fen umgeben, in dessen guil- lochierten Feldern je eine Kugel sitzt.

10-75 M. S.

Archaischer Kopf der Athena mit hohem Helm ohne Busch rechtshin, geschmückt mit Ohrgehäng in Fonn einer Weintraube und Halskette; das hinten als Strähne herabhängende Haar ist unten geknotet. Vertieftes Viereck.

Frappant ist die Übereinstimmung dieses Kopfes mit dem einiger gleichzeitiger korinthischer Statere, und zwar bis in die Frisur und die F~orm des Ohr- schmuckes."*)

Vermuthlich mit dem gleichen Stempel der Vorderseite ist ein Stater des Br. Mus. geprägt, aut dessen Rückseite der Helm der Athena mit einem Busche geziert ist.*)

^) Babelon, Inv. Waddington n. 1710 1714. ^) I-B. Griech. Münzen 165, 468 473.

^) Vgl. u. a. Cat. Br. Mus. Korinth Taf. II 6. *) Cat. Br. Mus. Lykia 144, 8 Taf. XXVI I.

334

XIII PAMPHYLIA

Tafel XI 1 1 2

S. II

Löwenkopf mit offenem Ra- Archaischer Kopf der Athena rechts- chen rechtshin. hin; hoher Helm mit Busch, Hals-

band, Haarsträhne ohne Knoten. Im Felde rechts oben Ölzweig. Ver- o-8i M. S.; tieftes Viereck.

071 Mus. Winterthur.

Tafel XI 12 3

S. I 2

Ebenso. Pkr.

079 H. Weber, London;

Ebenso, der Kopf weniger alterthüm- lich und ohne Halsband. Ohne Sym- bol. Vertieftes Viereck.

077 Num. Chron. 1895 Taf. X 24.

Tafel XI 13 4

S. 25

Granatapfel. Pkr. Kopf der Athena rechtshin, Helm mit

Busch, die Haare bloß längs des Nackenschirmes kurz hervortretend. Im Felde rechts Ölzweig. Vertieftes 1070 Berlin n. 97; Viereck. 10-28 Cat. Br. Mus. 144, 7 Taf. XXV 11; g'65 Six (schlecht erhalten).

Tafel XI 14 5

S. II

Löwen köpf mit offenem Ra- Kopf der Athena wie n. 4, rechtshin. chen Linkshin. Pkr.

073 M. S.

Tafel XI 15 6 Ebenso, ohne Pkr. Ebenso, aber der Athenakopf jüngeren

S. IG Stils, mit langem Haar.

072 Six.

Zu dem letzten Stücke gruppieren sich Num. Chron. 1895 p. 286, n. 2- 4 Taf. X 25 und 26.

Die ältesten sidetischen Obolen sind die mit den Typen der Statere, Granat- apfel und Athenakopf.^) An ihre Stelle treten noch vor Schluss des fünften Jahrhunderts die Obolen mit Löwen- und Athenakopf, von denen oben S. 3 1 1 die Rede war. Die jüngeren dieser Serie müssen den Stateren des vierten Jahrhunderts mit halbsemitischer Schrift und den Typen Athena und Apollon gleichzeitig sein.^)

1) Cat. Br. Mus. 144, 10 Taf. XXVI 3 (Gr. o 78^ 1—9; Cat. Br. Mus. p. LXXXI und 144 flf. Taf

2) Six, Num. Chron. 1897 p. 194— 206 Taf. IX XXVI 4— 11.

XIII PAMPHYLIA

335

Dem Verzeichnisse gestempelter Tetradrachmen und Drachmen, das Hill, Cat. Br. Mus. p. LXXXIII gegeben hat, füge ich hier die Beschreibung seiner n. 4 (Laodikeia) und eines Stückes mit dem noch unbekannten Gegenstempel von Phase Iis bei.

Tafel XI 1 6 7

S. 31

Kopf der Athen a rechtshin; auf dem Helm großer Gegen- stempel mit Schiffsprora rechtshin und § darüber.

i6-o8 Gotha.

Schreitende Nike mit Kranz in der Rechten linkshin; links im Felde CT und Granatapfel.

Tafel XI 1 7 8 Ebenso, mit zwei runden Gegen-

S. 32 stempeln: i.mit Biene, 2. mit

A Ao und Bogen im Behälter.

i6-20 M. S.

Ebenso, mit XPY statt CT.

8^ Ebenso. Auf dem Helm der

S. 18 Athena Gegenstempel mit

Anker.

3-08 M. S.

Ebenso, mit XPY.

9 Ebenso, mit zwei runden Gegen-

S. 28 stempeln: i. mit ZTP[A?] und

Bogen im Behälter, 2. mit

AlN Dreifuß.

Ebenso, mit AHlM.

Im Handel.

Vgl. Cat. Br. Mus. Lykia p. LXXXIII, 12; 147, 2g Taf. XVII 3 und 293, 29» mit A|N und Lyra. Statt auf Antiphellos möchte ich vorziehen die Buch- staben AN auf Antiocheia am Maiandros zu beziehen.'

10 Kopf der Athena rechtshin,

Br. 16 hoher Helm mit Busch.

271 M. S.

ZIA[H] oben.^) Granatapfel zwischen geflügeltem Hermesstab links und Kopf (des Hermes?) rechts.

') Sichtbar ist nur der untere Theil der Buchstaben. Irahoof- Blumer, Kleinasiatische Münzen. Bd. H.

43

336

XIII PAMPHYI.IA

II

Br.

20

12

Br.

18

Tafel XI 1 9

'3

Br.

25

Tafel XI 20

14

Br. 25

TIBEPIO[Z] links. Kopf des Kai.sers mit Lorbeer rechts- hin.

M. S.

TIBEPIOC Kredits, [AICA] P links. Kopf ebenso.

M. S.

AOMITIANOC KAI links, CAP TEP- MANIKOC rechts. Kopf des Kaisers mit Lorbeer rechts- hin.

M. S.

ZlAjHT quer im Felde. Schreitende Athena mit Aigis linkshin, in der Rechten den Speer schulternd, am linken Arm Schild; an ihrer rechten Seite große Schlange linkshin; links oben im Felde Granatapfel.

CIA|HTn[N] links von unten nach oben. Schreitende Athena link.shin, in der Rechten den Speer schulternd, am linken Arm Schild. Im Felde links Granatapfel.

CIAHTLUN rechts. Stehender Apoll on Sidetes linkshin, mit langem Haar, gefälteltem und umgürtetem, kurzem Chiton, Chlamys und Stiefeln, auf der Rechten Schale mit Granatapfel, die Linke am Scepter; links sprießender Lorb eerz weig.

Vgl. Mionnet III 477, 187, vSuppl. VII ü6, 191; Num. Chron. p. 30 mit ,einperor' auf der Rückseite; Inv. \\ addingtun n. 7^24 mit ,empereur tenant lance et o renade.'

KAICAP NGPOY rechts, AC TPAIA- Ebenso, ohne Lorbeerzweig. NOC links. Kopf des Kaisers mit Lorbeer rechtshin, ohne Porträtähnlichkeit.

H. Weber, London.

Tafel XI 21 15 Ebenso, der Kopf porträtähn- Ebenso.

Br. 22 lieh.

M. S.

Vgl. Cat. Br. Mus. 153, 78 mit ,.'\pülio'; Inv. Waddington n. 3451 mit ,empereur tenant lance et grenade'.

Der sidetische A])oli()n, wie er hier auf den Münzen n. 13 15 erscheint, bleibt bis zu den letzten Prägungen \on Side ein häufiges, aber bisher oft

XIII PAMPHYLIA

337

verkanntes Miinzbild der Stadt. Offenbar hat der gefältelte Chiton des Gottes, den man leicht für eine Feldherrntunica halten konnte, zu dem Irrthum geführt, in den Mionnet und kürzlicli noch Babelon ^) und andere verfallen sind, indem sie das Bild als ,figure militaire^ oder als , Kaiser' beschrieben. Indessen hatte schon Friedländer das Bild richtig als Apollon erklärt^) und zwar für den alten Typus, der uns bereits aus den sidetischen Stateren des vierten Jahr- hunderts V. Chr. bekannt ist (vgl. hier Tafel XI n. i8 und Num. Chron. 1897 Taf. IX 6 -8), und der den Gott ebenfalls mit kurzem, gefälteltem Chiton und Chlamys und mit Schale und einem Scepter, an dem auf einigen Exemplaren noch wenige Lorbeerblättchen bemerkbar sind, zeigt.

Das Bild dieses Apollon Sidetes fmdet man auch auf Münzen benachbarter kilikischer Städte, Lyrbe, Korakesion, Laerte und Selinus, nachgeahmt.

Tafel XI 22 16

Br. 30

bild des Hadrian mit Lor- beer und Mantel rechtshin.

Aufschrift undeutlich. Brust- CIAHTUJN links. Sitzende Stadtgöttin

mit Thurmkrone linkshin, Granat- apfel auf der Rechten, im linken Arm unbestimmtes Attribut. Hinter dem Stuhle Tropaion (Panzer an einer Stange).

Mu.s. im Haag.

Der Typus der Stadtgöttin mit dem Attribute, das als Akrostolion oder Aphlaston erklärt wird, erscheint ferner mehrfach variiert, sitzend oder stehend, und meist mit einem Vexillum daneben, auf Münzen mit:

Domitian, Mionnet III 477, 186, sitzend, und Vexillum; Mionnet Suppl.

VII bb, igo, sitzend, und Vexillum. Traian, Cat. Br. Mus. 153, 79 Taf. XXVIII 10, sitzend, und Vexillum.

Corn. Paula, sitzend, s. unten n. 21.

lulia Mamaea, Cat. Br. Mus. 156, 90 Taf. XXVIll 14 stehend, zwischen Cippus(?)

und Vexillum. Gordian, stehend s. unten n. 27.

Valerian, Cat. Br. Mus. 157, 98, sitzend, mit Freisinne auf der Rechten.

mit Nike auf der Rechten (meine vSammlung).

Gallienus, stehend, mit Tempel auf der Rechten, und Vexillum s. unten n. 39.

Vexilla sind auch auf den Schiffen zu sehen, die zur Zeit Galliens auf sideti- schen Münzen häufig dargestellt erscheinen.^) Die Stadt, die den Titel vauocpyjq führte, beherbergte als Flottenstation ohne Zweifel größere Truppenkörper.

*) Inv. Waddington n. 3451, 3464, 3493, 3500, 3507, 3508, 7124. Auch Six stimmte Babelon bei, in dem Bilde mit der Beischrift ATTGAA/INOC nicht Apollon, sondern den Kaiser als Apollon zu

erkennen (Num. Chron. 1897 p. 205).

2) ZfN X 1883, 3 Taf. I 2—4. Auch Hill ist in seinem Kataloge zu diesem Resultat gekommen.

3) Vgl.Cat.Br.Mus. Taf. XX VIII I9 und XXIX I.

43*

338

XIII PAMPHYLIA

Auf diese Landmacht sind wolil die Vexilla zu beziehen, die sich so oft neben der Stadt^öttin auf'^epflanzt finden, wälirend in dem noch nicht sicher erklärten Attribute der Gottin vielleiclit, wie vorgeschlagen, ein Symbol des Seewesens zu erkennen ist.

17 (t)AY[CT€l]NA rechts, CGBACTH

Br. 25 links. Brustbild der jüngeren Faustina rechtshin.

M. S.

CIAH links, T(JUN rechts. Stehende Athe- na linkshin, lässt mit der gesenkten Rechten ein Steinchen in eine ein- henkelige Vase fallen und hält in der Linken einen Palmzweig.

Tafel XI 23

18

Br.

33

[AVT] KAICAP link.s, KOMMO- AOC rechts. Brustbild des jugendlichen Commodus mit Lorbeer, Panzer und Aigis rechtshin.

CIAH links, TnN rechts. Sitzende Tyche mit Thurmkrone und Schleier von vorn, die Rechte im Schöße, die Linke am Felsen und den rechten Fuß auf eine Schiffsprora linkshin gesetzt.

M. S. ZfN III 331, 8.

Der Typus der Rückseite ist eine Copie der bekannten Tyche des Eutychides zu Antiocheia. Da Side nicht an einem Flusse lag,') so hat hier der Stempel- schneider der Güttin statt des auf späteren Münzen angebrachten, bloß con- ventionellen Flussgottes ^) die Schiffsprora, als Symbol der Seestadt, beige- geben. Indes findet sich auch der Melas auf verschiedenen Münzen personi- ficiert, so z. B. auf einer aus der Zeit des Caracalla, die Sabatier folgender- maßen beschrieb:

TTAAVTINA CGBACTH Büste de ClAHTriN La Lüne tenant de ses deux Br. 34 Plotine ä dr. mains un voile arrondi sur la tete;

devant, Eudymion tenant un pedum et endormi au pied du mont Latmus (le mont de l'Oubli).

Revue de la num. Beige 1863 p. 154 Taf XIII 5.

Dieses Stück ist in meine Sammlung übergegangen und scheint Unicum ge- blieben zu sein. Eine berichtigte Beschreibung desselben habe ich ZfN III 1876 S. 332, II gegeben, und ich wiederhole und ergänze sie hier, um zugleich eine Abbildung der seltenen, aber leider nicht tadellos erhaltenen Darstellung zu geben :

.Side lag eine Stunde vom Melas entfernt und erllieh sein Trinkwasser durch einen mehrere Stunden

langen Aquaeduct; s. Lanckororiski, Pamph. I 145. S. unten n. 22.

XIII PAMPHYLlA

339

Tafel XT 24 19 TT A A VTI AA A[N] rechts, C€BAC- CIAH|TnN auf zwei Zeilen im Felde

Br. 34 TH[N] links. Brustbild der rechts oben. Flussgott mit nacktem

Plautilla rechtshin. Oberkörper linkshin am Boden sitzend,

Füllhorn in der vorgestreckten Rech- ten, der linke Ann mit Schilfrohr an eine umgestürzte Urne gelehnt, der Wasser entströmt. Vor dem Gotte sitzt in der Höhe eine Nymphe (?) mit nacktem Oberkörper linkshin, den Kopf zurückwendend, in der Rechten einen über dem Haupte bogenförmig aufgeblähten Schleier haltend, die Linke auf einen Felsen oder eine Urne stützend. Links am Rande Buchstaben,

M. S. vielleicht MHAfAC.

Die ruhende weibliche Figur ist w(.)hl richtiger auf eine Nymphe als auf Selene, deren Darstellung- Attribute wie Mondsichel und Fackel bedingt, zu deuten. Vielleicht ist die Gruppe einem der Basreliefs entnommen, die das Nymphaion von Side schmückten, und wo durch den großartigen Aquaeduct die Wasser des , himmlischen Flusses' einmündeten.^)

19« AV K M AV C€OV links, ANTD.-

Br. 30 NINOC rechts. Brustbild des bärtigen Caracalla mit Lor- beer und Panzer rechtshin.

Im Handel.

Ahnlich, mit Julia Domna, ZfN

CI[A links, HTflN rechts. Sitzende be- helmte Roma linkshin, auf der Rech- ten die ihr zugekehrte Büste des Kaisers mit Lorbeer, in der Linken Schwert (?) ; hinter dem Sitze Schild, im Abschnitt Galeere.

[ 331. 10.

20 A K M On [C€VH] links, MAKPI- CIA links, H oben, TnN rechts. Die Grup-

Br. 25 NOC rechts. Brustbild des pe der Chariten.

Kaisers mit Lorbeer, Panzer

und Mantel rechtshin. '

M. S.

21 lOVA KOP rechts, nAVAA CGB CI|A links, HjTnN rechts. Sitzende Stadt-

Br. 31 links. Brustbild der lulia göttin mit Thurmkrone linkshin, Nike Paula linkshin. auf der Rechten, im linken Arm un-

bestimmtes Attribut.-)

M. S.

') Lanckororiski a. a. O. S. 145 152 Taf. XXX ^) Dieses hat die Form des Cat. Br. Mus. Taf.

und XXXI; Inscr. n. 107 (vriög Nu|J,cfd(ov) und loy"^. XXVIII 14 abgebildeten.

340

XIII PAMPHYLIA

22

Rr.

lOVA COAI links, MIAA C€B Brustbild der lulia Soaemias recht.shin.

M. S.

CIA links, HT/IN rechts. .Sitzende Tyche mit Thurmkrcine und Schleier links- hiH; Mohn und Ähren in der vorge- streckten Rechten, die Linke am Fel- sen; links zu Füßen der Göttin schwim- mender Flussgott linkshin.

23

Br. 32

M AVP AA€n: links, ANAPOC KAI CIAH links, Tri.N rechts. Athena und

rechts. Brustbild des Caesars mit Panzer und Mantel rechts- hin. M. S.

ApoUon Sidetes wie auf n. 24, ohne den Baum.

23* AV K M AVP CeOVH links, AA€-

Br. 32 lANAPOC rechts. Brustbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechts- hin. In runder Einstempe-

lung

M. S.

€.

Cl links, AHTn.N oben. Bärtiger be- kränzter Flussgott mit nacktem Oberkörper linkshin am Boden sitzend, auf der Rechten Preisurne mit zwei Palmzweigen, linker Arm mit Schilf- rohr an eine Urne gelehnt, der Wa.s- ser entströmt.

Das o'leiclu:- l)il<i zcii;t die Rückseite einer Münze mit der lulia Mamaea.^) Vermuthlich stellen Mionnet III 47g, iQf) und vSuiJpl. VII 70, 208 mit anyeb- lieh lulia üomna ebenfalls Mamaea dar.

l afd XI 25 23'' [AV K M A]V C€OY links, AAG-

Br. 25 niANAPO rechts, C unten.

Brustbild ebenso.

M. S.

CIA links, H|Tn.N rechts. Nackter Zeus rechtshin ausschreitend, in der zurück- gebogenen Rechten den Blitz .schwin- gend, in der Linken das Scepter schulternd.

24

Br.

33

TN C eP CAAA BAPB OPBIANH

C€3 Brustbild der Orbiana rechtshin.

M. S.

Cl links, AH oben, Tn.N rechts. Stehende Athena mit Aigis rechtshin, die Linke am Speer, die Rechte dem ihr gegen- überstehenden Apollon Sidetes rei- chend. Dieser, mit langem Haar, Chi- ton und Chlamys, stützt sich mit der Linken auf das Scepter. Zwischen den (TÖttern flammender Altar, hinter Athena (iranatbaum. Im Abschnitt Spielurne swischen zwei Palmzweigen.

^) Cat. de Moiistier n. 2725, später Sanimluni^ v. Rauch.

XIII PAMPHYLIA

341

25 AVT KAI M ANT- links, rOPAIA-

Br. 39 NOC C€B rechts. lirustbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

M. S.

Vgl. Inv. Waddington n. 3471,

ClAjHTnN links, nePfjAinN rechts, OMO- NOIA im Abschnitt. Schreitender A pol- lon Sidetes in kurzem Chiton und Chlamys rechtshin, in der rückwärts gestreckten Rechten Schale, die Linke am Scepter. Ihm gegenüber steht Artemis in kurzem Doppelchiton linkshin, die Rechte am Köcher, in der rechtshin gestreckten Linken Bo- gen; an ihrer rechten Seite .stehender Hirsch linkshin, den Kopf der Göttin zuwendend. Im Felde oben Granat- apfel.

26

Br. 40

Gleichen Stempels. M. S.

Wie Cat. Br. Mus. 164, 130 (34 ;;////) mit Athena und Artemis.

27 Ebenso, anderen Stempels. In

Br. 35 runder Einstempelung' G.

CIAH links, T|nN rechts. Stehende St adt-

göttin mit Thurmkrone linkshin, Nike

linkshin auf der Rechten, auf dem

linken Arm Attribut in Form eines

, , TT , Rechteckes (?); rechts Vexillum.

Lonsul Weber, Hamburg.

Vgl. Inv. Waddington n. 3472.

Der viereckige Gegenstand auf dem linken Arm der Göttin kommt auf einer anderen Münze, Cat. Br. Mus. Taf. XXVIII 14, am Boden neben der Göttin vor. Vgl. auch unten, Gallienus n. 3g und Isinda n. 5.

27"

Br. 33

Gleichen Stempels, mit einge- stempeltem €.

14-10 M. S.

Cl link.s, AH oben, TnN rechts. Athena mit Blitz und Tropaion wie auf n. 28.

27" CABEINIAN TPANKYAAEINAN CE-

Br. 35 BACTHN Brustbild der Tran- quillina rechtshin. Runder Gegenstempel mit €.

eiC€A links, A oben, CTIKOC rechts. Zwei Spielurnen mit je einem Palm- zweig auf einem Tische, zwischen des- sen Füßen CIAH|TnN steht; im Ab- .schnitt Palmzweig.

19-33 M. S.

'Aywvs? eiaeXocozi'/.oc waren bis jetzt bloß aus Coloniemünzen und Sidon (certamina iselastica) bekannt.

/■QU Heliopolis

342 XIII PAMPHYLIA

28

MAPKON lOVAlON CeV6PON <p\-

C|IA links, HTriN i-echt.s. Stehende

Br.

AinnON KAllCAPA- Brustbild

Athena linkshin, mit der Rechten

des Caesars mit Panzer und

ein vor ihr errichtetes Tropaion be-

Mantel rechtshin; im Felde

kränzend, im linken Arm Blitz.

rechts €.

17-02 M. S.

A/<.-l M 1' /"iT-i *- ITT 1 W 1 0 T 0

vt>i. Mionnc-L Jii 4''4' 2 1 y.

Den nämlichen Athenaty[)u.s zeigen

Münzen \un Aspendos. ) Kine andere Athena

mit dem Blitz s. unten n. 44'

29

Gleichen Stempels.

OIKOYM links. 6NIKOC rechts. Preis-

Br.

30

urne mit zwei Palmzweigen und der

Aufschrift l€POC auf einem Tische,

an desseii Rande ClAHTriN und zwi-

schen dessen Füßen auf zwei Zeilen

12-65 M. S.

eicon veioc steht.

0"

AVT k MAPk lOVA linlr^i fA V 1 ivi/-\riN 1 V / \ v_v« niijvo^

C litiV«.; 1 r^l^An AH ta/^HT'««: T NI im A 1"*-

Br

34

nVHP fhlAITTTinN ri^rlit« frlP-

QpliniT"t ^^li f^n r1 A "tlTf^nn T*Ar*ViT"*iniTi

BA unten, im Felde rechts

die Rechte atif dem hinter ihr auf-

links oben vielleicht A oder

gestellten Schilde, die Linke am Speer;

AC.-') Brustbild des jüngeren

vor ihr stehende Artemis in langem

Philipp mit Lorbeer, Panzer

Doppelchiton linkshin, das Haupt mit

und Mantel rechtshin.

Strahlen bekränzt. Bogen in der Rech-

ten, die Linke an der Fackel.

I ö 30 IM- 0.

[M lOVAjl- C€V links, OV- (j)!-

C[l] links, A[H] rechts, TflN im Ab-

Br.

24

A 1 1 1 TT" IlI ..--.^1-.^- X) «... 4-1^. -1-1

AITTTTON rechts. rSrustbilcl

.schnitt. Li ottin von vorn aui einem

ebenso.

Löwen reitend, rechtshin, in der

Rechten ein Attribut.

IVlLlo. VV lllLdUllLli.

31

r OVAA OCTIA MGCC KVINTOCl

CIAH links, TnN rechts. Preisurne mit

Br.

26

KAI Brustbild des Hostilia-

zwei Palmzweigen und vielleicht Auf-

nus mit Panzer und Mantel

schrift auf einem Ti.sche, zwischen

rechtshin. In runder Einstem-

dessen FüiSen auf zwei Zeilen l€|POC

pelung B.

steht.

7-45 H. Weber, London.

') Cat. Br. Mus. 107, 96.

auf dem Waddington, Rev. num. 1853 p. 36, 4 A|€ las.

')

Der

Stempel ist vielleicht gleich demjenigen,

XIII PAMPHYLIA

343

Tafel XII I 32 KV €P GTP M€ A€KION | KA

Br. 19 Brustbild des Herennius Etr USCHS mit Panzer und Mantel rechtshin.

Gotha.

CIAH links, T|n.N rechts. Sitzender He- ph aistos mit Mütze rechtshin, Ham- mer in der gesenkten Rechten, der linke Arm über dem auf das linke Knie gestellten Schild.

33

Br. 31

AVTO K MAP links, AI AIMIAIA- CllA links, HTnN rechts. Stehender

NON €VC rechts und unten, im Felde links r(?), rechts €. Brustbild des Aemilianus mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

11-55 M. S.

Apollon Sidetes mit kurzem, ge- fälteltem Chiton, Chlamys und Stie- feln von vorn, Kopf linkshin, Schale in der Rechten, die Linke am Scep- ter.

34

Br. 38

AVT K nO AIK OVAA€PIANON C€B . . . und im Felde rechts lA Brustbild des Valerianus mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

28-80 M. S.

CIAH links, T/lN rechts. Sitzende Stadt- göttin wie auf n. 21.

35

Br. 31

AVT KAI nO AIK OVAA€PIANON OIKOVM€NIKOI oben, ClAHTriN im Ab-

C€B Brustbild ebenso; vor demselben lA, zerstört durch den Gegenstempel €.

18-75 M. S.

schnitt. Zwei Preisurnen mit je zwei Palmzweigen auf einem Tische, an dessen Plattenrand N€nKOPnN und zwischen dessen Füßen auf drei Zeilen lePA nveiA l I€P0C MVCITIKOC steht.

36 AVT KAI links, * oben, nO AI

Br. 29 TAAAI rechts, HN|OC C€B un- ten. Brustbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin; vor dem- selben lA.

13-10 M. S.

Vgl. Mionnet Suppl. VII 78, 240.

Im h 00 f - B 1 umer. Kleinasiatische Münzen. Bd. II.

ClAHTXllN links, N|€nKOPnN rechts. Stehende Athena von vorn, Kopf linkshin, Nike auf der Rechten, die gesenkte Linke an Schild und Speer.

44

344

XIII PAMPHYLIA

37 AVT KAI no AI links, * oben, AnOAAnNO|C links, CIAHTOV rechts.

Br. 30 TAAAIH rechts, NOC CGB un- NGriKOPOV im Abschnitt. Apollon ten. Brustbild und lA ebenso. Sidetes wie auf n. 33.

13-60 M. S.

Die Rückseite scheint gleichen Stempels zu sein wie die eines Stückes mit dem Bildnisse des jüngeren Valerianus.^)

38

Br. 30

AVT KAI no AI rAAAIH[NOC] ClAHTriN links, N€nKOPnN rechts. Ste-

CG Brustbild ebenso, mit * darüber; das Wertzeichen lA durch den Gegenstempel 6 zerstört.

13-65 M. S.

hender nackter Apollon linkshin, in der gesenkten Rechten Zweig, den linken Arm an einen Dreifuß ge- lehnt, um den sich eine Schlange ringelt; links zu Füßen des Gottes Altar in Form eines Fl.

Tafel XII 2 39 AVT KAI no AI TAAAIHNON

Br. 33 C|6B Brustbild ebenso; vor ihm IB eingestempelt.

i6-oo M. S.

Vgl. Inv. Waddington n. 348g.

ClAHTnN N€n links, KOP|nN rechts Stehende Tyche mit Thurmkrone von vorn, Kopf linkshin, auf der Rechten Tempel im Profil, auf der Linken Hintertheil eines Schiffes (?); rechts Vexillum.

Tafel XII 3 40

Br. 30

AVTO KAI nOV AI GTN TAA- ClAHTnN oben, N€nKO]PnN auf zwei

AIHNOC6B Brustbild des Kai- sers mit Strahlenkrone, Pan- zer und Mantel rechtshin; vor demselben I.

1973 M. S.

Zeilen unten, im Felde oben A€. Galeere mit fünf Ruderern links- hin; rechts daneben Granatbaum mit sechs Früchten.

Von den beiden Vorschlägen Hills a. a. O. S. LXXXV, A€ als TTpcoTr] ivSo^oj oder TupdoTTj zfiq eTCap)(£tag zu erklären, ist der erste deshalb der wahrschein- lichere, weil der Titel evSo^o? gerade auf gleichzeitigen Münzen von Side vor- kommt,") und die beiden Buchstaben nur aus Münzen aus der Zeit des Gallienus bekannt sind, neben Schiffstypen, auf Vexilla ^) und neben der stimmenden Athena.^) Auf der Münze mit dem Bildnisse des jüngeren Philipp, wo zu beiden

1) ZfN X 3 Taf. I 2.

2) Mionnet III 485, 227; Suppl. VII 79, 248.

3) Mionnet Suppl. VII 81, 257. ^) Cat. Br. Mus. 159, 107.

XIII PAMPHYLIA

345

Seiten desselben A|€ stehen soll,^) ist sicher Zahlzeichen, wie auf den oben beschriebenen Münzen n. 28 30. A könnte demnach hier für ocaadpia stehen. Das folgende Stück zeigt nur den einen Buchstaben A fTipWTYj).

41 AVT KAI nOV AI €rN TAAMH-

Br. 29 NOC CeBA und I. Brustbild ebenso.

Im Handel.

ClAHTnN links, A oben, NenKOPriN rechts, NAVAPX|IC auf zwei Zeilen un- ten. Drei Galeeren, zwei rechtshin mit je einem Mast, darüber eine links- hin mit Vexillum.

42

Br. 30

AVT KAI no AI TAAAIHNOC C€ CIA links, HTnN rechts. Preisurne mit

Brustbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin; das Wertzeichen lA durch den Gegenstempel zerstört.

zwei Palmzweigen auf einem Dreifuß; im Felde links Börse> rechts zwei- henkeliges Gefäß.

12-55 M. S.

43 AVT KAI no AI (so) TAAAIH-

Br. 31 NOC€B Brustbild ebenso; dar- unter Adler rechtshin, die Flügel schlagend, und vor dem Brustbilde lA.

CIAHT/IN links, NenKOPriN rechts. Urne mit drei Palmzweigen auf Dreifuß.

13-95 M. S.

43"

Br. 31

AVT KAI nov AI erNA rAAAlH-

NOC CG

ebenso.

und I. Brustbild

20-I0 M. S.

CIAHT|n. links, N | N€nKO rechts, PriN im Abschnitt. Zwischen den beiden Säulen eines kleinen Gebäudes mit A im Giebel, Adler mit entfalteten Flügeln von vorn, Kopf linkshin und Kranz im Schnabel. Links und rechts je ein Vexillum; auf dem links be- findlichen ist A zu lesen.

1) Waddington, Rev. num. 1853 p. 36, 4 Taf. II 2

44*

346

44 KOPNHAIA links, CAAnNlNA

Br. 33 rechts, C€B unten. Brustbild der Salonina mit Diadem rechtshin; das Wertzeichen lA durch den Gegenstempel zerstört.

i6-6o AI. S.

ClAHTnN links, N6nKOPnN rechts. Ste- llende Athen a von vorn, Kopf rechts- hin, die Rechte am Speer, auf der vorgestreckten Linken Blitz. Zu Fü- ßen der Göttin links Granatzweig mit Apfel, rechts Palmzweig und Schild.

45 KOPNHAIA links, * oben, CA-

Br. 30 AnNIN|A rechts, C€BA unten.

Brustbild ebenso; davor lA.

Löbbecke.

CIAH MVCT links, IC NEXIKOPOC rechts. Brustbild der Tyche mit kleiner Thurmkrone und Schleier recht.shin.

46 Ebenso, mit KOPNHAIA CAAn-

Br. 33 NINA, unten CGB. Über lA Gegenstempel mit €.

20-50 M. S.

Ebenso.

47 KOPNHAIA links, CAAn rechts,

Br. 29 NINA CG B unten. Brustbild der Salonina mit Diadem und Mondsichel an den Schultern rechtshin; davor I.

15-41 M. S.

Wie n. 41 mit den drei Galeeren.

48 KOPN H AI A CAAnN I N ; unten A C€,

Br. 31 rechts l- Brustbild ebenso.

Im Handel.

ClAHTnN links, A oben, N€nKO rechts, PnN im Abschnitt. Preisurne mit zwei Palmzweigen zwischen zwei Bör- sen auf einem Tische, zwischen dessen Füßen auf zwei Zeilen An.|P€A steht.

49 AVT K A AOM AVPHAIANOC CGB

Br. 27 Brustbild des Kaisers mit Strahlenkrone, Panzer und Mantel rechtshin; davor lA.

ACKAHHin NenKOPn C iaht/in Ste- hender Asklepios mit nacktem Ober- körper von vorn, Kopf linkshin, die Rechte am Schlangenstab, die Linke im Gewand.

14-20 M. S.

XIII PAMPHYLIA

347

Tafel XII 4 50 Ebenso. CIAHTn|N links, T N€nKOPnN rechts.

Br. 28 Stehende Hekate in umgürtetem

Doppelchiton von vorn, Kopf rechts- hin, in der erhobenen Rechten Fa- ckel, in der gesenkten Linken .Strick; links zu Füßen hoch emporgerichtete 10-45 M. S. Schlange.

Aus der Zeit des Aurelianus war bis jetzt bloß die eine Münze mit A0H NA ACVAn bekannt.^) Wie die gleichzeitigen Prägungen von Perge und Sillyon zeugen auch die sidetischen von dem zunehmenden Verfalle der Kunst und der Verminderung des Gewichtes und des Durchmessers der Münzen. Unter Tacitus, mit dessen Bildnis die letzten griechischen Stadtmünzen, und zwar nur noch in Perge (s. oben n. 34) geprägt wurden, erreichten die Zehnassaria- stücke wieder ihr früheres Gewicht. Die älteren, leichteren, die sich ohne Zweifel noch längere Zeit massenhaft im Verkehr befanden, wurden auf die Hälfte entwertet und zum großen Theil, wahrscheinlich nicht nur zur Zeit des Tacitus, sondern auch in der folgenden des Florianus und des Probus, mit dem das geprägte Wertzeichen I oder lA deckenden Zahlzeichen gestempelt.

Nach meinen Aufzeichnungen kommt dieses Wertzeichen fast ausschließlich auf Münzen von Side vor,") und zwar nicht, wie ich Griech. Münzen 161 f. vermuthete, bloß eingestempelt, sondern hin und wieder auch geprägt, z. B. auf den Fünfassariastücken mit dem jüngeren Philipp (s. n. 28 und 30) und Aemilianus (s. n. 33), und auf einem mit Gallienus (Homonoia Side mit Attaleia, Mionnet III 453, 43 und meine vSammlung Gr. i2'go).

Aus den zahlreichen Nachträgen zu dem Verzeichnisse der Wertzeichen auf griechischen Kupfermünzen der Kaiserzeit, das ich Griech. Münzen 157 IÖ4 gegeben habe, beschränke ich mich hier die folgenden zu verzeichnen:

A

Br. ig Gr. 4*00 vSagalassos, Gallienus s. unten.

B

Als bis jetzt einzige Beispiele geprägter B sind

Br. 24 von Isinda, Pius (Br. Mus.),

Br. 22 von Sagalassos, Valerianus jun.'') anzuführen.

Alle übrigen B sind Einstempelungen, z. B. auf Münzen von Ephesos, Milet, Teos, Samos, Aphrodisias, Tabai,*) Side, Baris, Isindos, Hierapolis, Metropolis (Phrygien) u. a.

') Rohde, Die Münzen des Kaisers Aurelianus EinStempelung g für Isinda und Kolybrassos. etc. 1881 S. 252, 5; Cat. Br. Mus. 296, I28>'>. Rev. num. 1853 Taf. II 4 und Inv. Waddington

^) I-B. Griech. Münzen 158 ist Sagalassos zu n. 3882 Taf. IX 6. streichen und es bleiben bloß je ein Beispiel der Vgl. I-B. Griech. Münzen 160, I.

348 XIII PAMPHYLIA

Geprägt: Br. 24 Gr. O'üo— 3'65 Antiochia, Gallienus (Br. Mus. und in. S.

s. unten n. 31). 25 Isinda, Salonina (Br. Mus.).

23 5-93 Karallis,

Gestempelt: Br. 35 Gr. 21-50 Ephesos,

22

Gallienus (m.S. s. unten n. 5).

Caracalla (m. S.). Gordian (Num. Ges. Wien).

Geprägt :

Br. 25

26

Gestempelt^) Br. 26 Gr. 6*25

r 27 10-43

25

25 7-85

A

Magydos,

Hieropolis Kastabala, Selge,

Blaundüs, Laodikeia,

Gallienus Gallienus

Etruscilla Gallienus Demos Philipp

(Br. Mus.).

(Löbbecke).

(m. S.). (m. S.).

(im Handel), (m. S.).

S. üben vS. 347.

Geprägt ;

Br. 30 Gr. 1 1-35

24

28

Gestempelt: Br. 28 29

i6-8o-

27 Gr. 8-50

Geprägt :

Geprägt :

Br. 33

33

Konana, Isinda,

Hieropolis Kastabala, -15-00 Pompeiopolis,

Teion,

Ephesos,

Alabanda,

H

Attaleia, Side

Salonina Domna

(m. S.). (Br. Mus.).

1 und lA.

Br. 3 1 Magydos,

34 Gr. ig- 16 Perge,

31 20-10 Side,

« 42 41 '50 Sill3'on,

33 Ariassos,

29 14-22 Kflsa,

29 12-76 Lacrte,

Valerianus (Berlin). Gordian bis_Treb. Gallus, mit A^. Mamaea (Mus.Turin). Alexander (im Handel). Caracalla (m. S.).

Gallienus, mit A|H n « H.

Gallienus Tacitus Gallienus Valerianus

Saloninus

(Br. Mus.). (Br. Mus.).

(Br. Mus.), (m. S.). (m. S.).

(im Handel). (Br. Mus.), (m. S.). (m. S.).

^) Baratea I-B. Griech. Münzen 157 ist zu streichen, retouchiert erweist, da sich der Stadtnaine als aus einem anderen (Selge?)

XIII PAMPHYLIA

349

IB

Geprägt: Br. 41 Gi-.2ü-8o Adada, 35 24-80 Selge, » 33 ). I3'03 «■

Gestempelt: Br. 33 Gr. lö'OO Side,

Geprägt: Br. 35

lA

Side,

Galliemis ))

Claudius Galliemis

Valerianus

(m. S.).

(m. S.).

(m. S.).

(m. S.).

(Br. Mus.).

Den a. a. O. S. 162 f. angeführten Wertzeichen anderer Städte sind noch an- zureihen :

Ac- r

Auf Münzen von Aigion in Achaia Br. 27 für I (?) Assarion, Commodus.

28

Marcaurel. ^)

Von Meies III Br. 25 Gr. i 2 10.

APAXMH 28 ig-öo.

20 11-90

Von der taurischen Chersunesos

r Br. 20

22 Gr. 4-65, gestempelt A ' „25 9-60

(Br. Mus.).

(Cat. AUier II 9). (m. S.). (m. S.).

Von lonopolis Br. 32 Gr. 1 2-94

Gallus (m. S.).

In Nikomedeia Br. 24 Gr. 6-30

Decius (m. S.).

S i 11 V o n

Die beiden Kupfermünzen mit dem Kopfe des ApoUon, die Friedländer ZfN IV Taf."^2 und 3 abbilden ließ, scheinen, wie die aspendische Münze n. 21, aus dem dritten, die mit dem behelmten bärtigen Kopfe, auf denen nach und

Comm. on Pausanias 84, 2 Taf. R 9 Commodus. 2) Vgl. a. a. O. Taf. R 7 Geta. Auct. Cat. London, March 1899 Taf. I 125. Auch Kenner, Stift St. Florian

59 Taf. II 8 (irrthümlich Kilikien zugeschrieben) zeigt vermuthlich AC nicht ACI. Wroth, Num. Chron. 1900 p. 13.

350

Xm PAMPHYLIA

Tafel Xll 5 i

Br. 15

nach der Perlkreis erscheint, aus dem zweiten und ersten Jahrhundert \. Chr. und aus dei" Kaiserzeit zu stammen.*)

Behelmter bärtiger Kopf rechts- rEAVm[VZ] rechts. Stehender nackter hin. unbärtiger Gott linkshin, die Rechte

erhoben, in der gesenkten Linken wagrecht ein Stäbchen haltend; über der linken Schulter und dem Arm 2-96 M. S. Gewand. Im Felde links Blitz.

Vt;!. Cat. Br. Mus. 105, 1 Taf. XXIX 5.

2

Br. Ii

Ebenso. Pkr.

5-53 M. S. Vgl. ZfN IV

ZEAYm[YZ] rechts. Stehender nackter bärtiger (?) Gott linkshin, die Rechte erhoben, die Linke an der Seite und, wie es scheint, ein Stäbchen senk- recht haltend; über der linken Schul- ter und dem Arm Gewand. Links im MO

n

im Felde

und Blitz.

Taf. IV I mit MK; Inv. Waddington Taf. VII 23 mit Stern.

Tafel XII 6 3

Br. 16

Ebenso. Pkr.

3-45 M. S.

CIAAY links, eUUN rechts. Stehender nackter unbärtiger Gott linkshin, wie es scheint behelmt, die Rechte er- hoben, am linken Arm Gewand und in der Hand einen nach rechts vor- stehenden Gegenstand, der einer Flöte mit drei Klappen oder einem Schlüssel gleicht. Pkr.

Tafel XII 7 4

Br. 15

Ebenso. Pkr.

2-85 M. S. Vgl. Cat. Br. Mus. IÜ5, 2 Taf. XXIX ü

CIAA links, V€nN rechts. Stehender Gott in kurzem Chiton linkshin, die Rechte erhoben, die Linke mit Ge- wand an der Seite. Pkr.

5

Br. 15

Ebenso. Pkr. 2-83 M. S.

Ebenso, mit CIA|A links, V6nN rechts.

In der ersten Hälfte des zweiten Jahrhunderts Alexandertetradrachmen geprägt, s. oben hat Sillyon, wie Aspendos und Phaseiis, datierte S. 308 und 314.

XIII PAMPHYLIA

Das Bild der Rückseite der vorstehenden fünf Münzen ist vermuthlich auf einen Gott oder einen Heros zu beziehen, dessen DarsteUung im Laufe der Zeit etwas modificiert worden ist. Andere Exemjjlare führen vielleicht zur Bestimmung- des Attributes der linken Hand und dadurch zur Erkenntnis des Typus.

Eine Varietät dieser Münzen zeigt als Aufschrift die Form ZlAYEnN.') Sie ist als die erste oder eine der ersten Prägungen mit dem Einwolmernanfen in griechischer Form, der sonst constant CIAAY€nN ist,-) zwischen die n. 2 und 3 einzureihen.

Tafel XII 8

6 Kopf des A 13 oll 011 mit Lor- Br. 15 beer rechtshin. Pkr.

2- 50 M. S.

7 O oben. Behelmter bärtiger Br. 15 Kopf rechtshin. Pkr.

3- 36 M. S.

CIAAY rechts. Sitzender Zeus linkshin, Adler auf der Rechten, die Linke am Scepter; links im Felde Blitz. Pkr.

CIA|AV links, €nN rechts. Sitzender Zeus linkshin, Blitz auf der Rech- ten, die Linke am Scepter. Pkr.

Tafel XII 9

Tafel XII 10

8

Br.

9

Br.

1 1

17

Brustbild des Zeus mit Ge- wand rechtshin. Pkr.

i-go M. S.

CIA links, AVe rechts. Doppelbeil. Pkr.

Ob das letzte Münzchen hierher gehört, scheint nicht ganz sicher zu sein. Das Doppelbeil ist weder als pamphylisches noch als pisidisches Münzbild bekannt und, vereinigt mit dem Zeuskopf, kann es auf karischen Ursprung der Münze schließen lassen. In Karien ist indes keine Stadt Sillyon bekannt, dagegen in einem seiner Grenzgebiete, der Kibyratis, ^uXXcov.'^) Diese Schreibung des Namens wäre für die Zutheikmg kein Hindernis, da auch der Name der pam- phylischen Stadt so und ähnlich durch die alten Schriftsteller überliefert ist.'*)

Kopf des Tiberius mit Lor- beer rechtshin.

M. S.

riAAYEn.N links, n rechts. Stehender Apollo n in langem Gew^ande rechts- hin, die Rechte vorgestreckt, im linken Arm die Lyra.

Vgl. Sestini, Descr. num. vet. Taf. IX 6.

*) Friedländer, Monatsber. Akad. BerHn 1 879 S. 37 f. Radet, Revue arcli. 1890 p. 310 unterscheidet vier verschiedene Formen; die von CIAAY€n.N ab- weichenden beruhen aber auf falschen Lesungen.

^) Polyb. XXII 17 und Livius 38, 14 nennen Moagetes Herrn von Kibyra, Syllion und Temeno-

Imhoo f-B 1 umer, Kleinasiatische Münzen. Bd. II.

polis oder Alimne.

^) Radet a. a. O. .S. 310. Eine pisidische Stadt Sillyon glaubt Radet bei Kiesme, zwischen Selge und dem See Koralis, entdeckt zu haben, wogegen indes Ramsay, Hist. Geogr. 416 f. mit Recht Ein- wand erhebt.

45

XIII l'AMI'HYI.IA

O links. Kopf des Vespasian CIAAV€(JÜ rechts, M links. Kopf des mit Lorbeer rechtshin. Apoll on rnit drei steif herabhängen-

den Locken und Lorbeer rechtshin.

M. S.

V^l. I-B. Griech. Münztn 107, 470, wo irrtliümlicli n für CD steht.

AVT KAI M AV rechts, P unten, [ANTnN€INOC] links, C€B oben. Brustbild des Marc- aurel mit kurzem Bart und Gewand an den Schultern rechtshin.

CIAA link.s, VEnN rechts. .Schreitender Apollon in langem Gewand rechts- hin, im linken Arm Lyra, mit der Rechten darauf spielend.

M. S.

[M AVP] KOM . . links, ANTn- N€IN[OC] rechts. Kopf des bärtigen Commodus mit Lor- beer rechtshin.

Im Handel.

ClAAVe links, riN rechts. Stehender Dionysos in langem Chiton von vorn, Kopf linkshin, Kantharos in der Rechten, die Linke am Thyrsos.

AV K links, n C r€TAC rechts. Kopf des Geta mit Lorbeer rechtshin.

M. S.

CIA links, AVen.N rechts. Brustbild des Men mit Mütze, Gewand und ]\Iond- sichel an den Schultern rechtshin.

Ebenso. M. S.

CIAAV links, €nN rechts. Apollon wie auf n. 9.

AVT- K- M- AVP' ce- link.s, AA€- lANAPOC rechts, C€B unten. Brustbild des Alexander mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

M. S.

CIAA links, venN rechts. Sitzende (t ü t- tin im Doppelchiton linkshin, mit der Rechten ein Steinchen in das vor ihr aufgestellte zweihenkelige Gefäß wer- fend, im linken Arm Palmzweig. Das hintere vStuhlbein hat die Form eines Steuerruders,

XIII PAMPHYLIA

353

Tafeixilii i6 K- TAI- lOV- OVH- MAIIMON- CIAA links, VenN rechts. Stehender

Br. 19 C€' Kopf des Maximus rechts- bärtiger Krieger mit Helm, Panzer hin. und Stiefeln rechtshin, die Rechte

M. S.

am Speer, die Linke am Schild.

Der behelmte Kopf auf n. i 5 und der Krieger auf n. 16 stellen ohne Zweifel den nämlichen Gott, Ares, oder wahrscheinlicher einen Heros dar.

17

Br. 24

AV K M lOV ceov ({)IAinnOCC CIAA links, VexiN rechts. Gehörnter Pan

Brustbild des jüngeren Phi- lipp mit Lorbeer, Panzer und INIantel rechtshin.

mit Bocksbeinen auf einem Felsen linkshin sitzend, in der Rechten die Syrinx vor dem Munde, im linken Arm Pedum.

Im Handel.

Gleichzeitig wurde in Perge mit dem nämlichen Pantypus geprägt.^)

18

Br.

CIA[A] links, [V]€nN rechts. Men mit Mütze und Mondsichel, die Rechte erhoben, linkshin im Schritt reitend.

AV K|AI no AI OVAA6PIANOIN-

€N Brustbild des Kaisers mit Lorbeer und Panzer rechts- hin, in der Linken das Scep- ter schulternd; im Felde rechts I.

41 "50 Im Handel.

Das Gewicht dieses großen, ziemlich abgeriebenen Stückes erreicht das Doppelte des durchschnittlichen der eleichzeitiuen Zehnassariasti^icke.

Tafel Xri I.

19

Br. 31

AVT KAI n AI rechts, TAA- CIAAV links, enN rechts. Brustbild des

AI HNO. links. Brustbild des Men mit Gewand und Mondsichel an

Kaisers mit Lorbeer und den Schultern rechtshin, die Mütze

Mantel linkshin; davor Palm- mit vier Sternen verziert, zweig.

20-15 M. S.;

lo'öo Mus. Winterthur (30 mui).

Gegenüber dem folgenden, besonders hässlichen Stücke nimmt sich das eben beschriebene wie ein , Medaillon' aus. Auf der Mitte der Randfläche des hier abgebildeten Exemplars läuft eine tief eingeritzte Linie, vielleicht bestinmit, dem zu einer Einfassuncf verwendeten Kitt sicheren Halt zu oeben.

') I-B. Monnaies i^recques 333, 57, wo, wie bei n. 65, irrthümlich I'hiHpp A'ater statt Sohn angegeben ist.

354

XIII PAMPHYLIA XIV PISIDIA

TnfelXIIi3 20 Br.

AVT KAI no AI rAAAIHN[OC] CIAAV links, enN rechts. Brustbild des

und I. Brustbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

15-25 M. S.

Men mit Mütze, Gewand und Mond- sichel rechtshin; darunter (ilobus und rechts I.

21 [nOV AIK KOP OVjAAePIA-

Br. 36 N[ON] Brustbild des Salon i-

nus mit Gewand rechtshin;

darunter fliegender Adler.

Im Felde rechts I.

14-85 Mus. Winterthur.

CI|AAV links, €n.N rechts. Reitender Men linkshin wie auf n. 18, aber die Rechte am Zügel.

XIV PISIDIA A d a d a

Das Dreibein, das auf älteren pisidischen Münzen (Selge und Etenna) bloß als Reizeichen vorkommt, erscheint als Tj-pus auf Prägunuen von Prostanna und Adada, die theils mit der Aufschrift PI PO und AAA bezeichnet,^) theils anepigraph sind. Eine der letzteren von Adada soll nach der Beschreibung Cat. Br. Mus. 171, 4 Taf. XXX 3 je eine Mondsichel zu beiden Seiten des vStierkopfes zeigen ; ein wohl erhaltenes Exemplar meiner Sammlung beweist indessen, dass es sich hier nur um die Ohren des Stierkopfes handelt.

Ein kolossales in Stein gehauenes Dreibein findet sich noch an der Um- mauerung des großen Tempeis bei Karabaulo,^) dem alten Adada. ^)

I Kopf des Zeus mit Lorbeer A]AAA€ zwischen linkshin stehender

Br. 17 rechtshin. Pkr. Nike mit Palmzweig im linken Arm

und einem von ihr bekränzten Tro- München paion; links neben diesem .|A. X . . .

Cousinery theilte diese Münze, die mit dem Stadtnamen allein öfter vorkommt,^) dem Tetrarchen Philipp von Abilene zu, indem er . . . MAI . . XAAKIA . . . APXE .

zu lesen vorgab.''')

Die Schriftzeile links ist leider unvollkommen erhalten. Nach dem Buchstaben A scheint P oder K, nach X lA zu stehen, und vor A, durch den Arm des

') I-B. Monnaies grecques 336, 66; Rev. num. 1893 p. 338, 29 Taf. IX 17; Inv. Waddington n. 3545.

^) Ritter, Kleinasien II 573, nach Schönborn.

^) Ramsay, Hist. Geogr. 408, 32. Andere in Stein gehauene Dreibeine hat Sarre, A rcli.-cpigr. Mitth.

XIX 54, IG und 55, 12 in den Ruinen von Sivri- Kalessi (rüvaSa) und Kurdjowa gefunden.

Millingen, Anc. coins Taf. V 19; Cat. Br. Mus. Taf. XXX I; Inv. Waddington n. 3544; m. .S. ■') Mionnet V 145, 16.

XIV PISIDIA

355

Tropaions getrennt, ist die Initiale des Wortes, vielleicht B, vorauszusetzen. Hieraus würde sieh die Lesung BAKXIA, für Bax/eia, ergeben, welcher Fest- name aus Münzen von Adada mit dem Brustbild des Caracalla bekannt ist.')

2 Kopf des bärtigen Herakles

Tafel xi[ 14 Br. 16 mit dem Löweiifell rechts-

hin. Pkr. 2- 16 M. S.

AAAA rechts, [€]tJUN links. Behelmtes bärtiges Brustbild mit Gewand rechtshin. Pkr.

3 AAP IAN[OC] rechts, KAICAP links.

Br. 21 Brustbild des Kaisers mit Lorbeer vtnd (iewand rechts- hin.

M. S.

AAAA links, €D.N rechts. Die stehenden nackten Dioskuren von vorn, die Köpfe einander zugewendet, die eine Hand am Speer, die andere mit Ge- wand an der Seite.

4

Br.

lOV OVH links, MAIIMOC rechts. Brustbild des Maxi- mus mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

Ebenso, mit AAA links, A€ oben, flH rechts.

M. S.

A m b 1 a d a

1 Kopf des bärtigen Herakles .AM AA j^g^jg pj^j. Br. 13 rechtshin. Pkr. AEjn.N

2 -60 M. S.

Diese seltene Münze hat Waddington, Rev. num. 1858 p. 171 Taf. V 8 (Inv.

3558) besprochen, den Kopf aber ohne Grund auf Zeus statt auf Herakles bezogen.

2 lOVAlA A links, vrOVCTA rechts. AM BAAA6UJN AA links, K€ AAI MON I rechts, Br. 22 Brustbild der lulia Domna im Felde rechts cfilA, links AP. Stehen- rechtshin, de Athena linkshin, Schale in der

Rechten, die Linke am Speer.

M. S.

.'ähnlich mit Tyche und ^\AO \ APT bei Löbbecke, ZfN XVII 13, 2 und mit Geta, Kriegerund (()IA | -APTeMIA Cat. Br. Mus. 173, 1 Taf. XXX 7. A. a. C). S. CIV schlägt Hill die Lesung $cXoi 'ApT£|j,c8o; (xler ähnlich vor. Auf der Löbbecke'schen Münze steht sicher ({)IAO, ohne nachfolgendes I, für das reich- lich Raum vorhanden wäre. Vielleicht handelt es sich hier ausnahmsweise, wie auf einer Münze von l'ermessos (s. unten), um einen Magistratsnamen.

^) Inv. Waddington n. 3553; vgl. Cat. Br. Mus. p. CXVIII und 172, 6.

356

XIV PISIDIA

Tafel XI 1 15

3

Br.

24

nonAi- links, cen r€[TAc]

rechts. Brustbild des (xeta mit l,orbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

IMus. Berlin.

AMBAAA6U links, N AAKGAAI rechts. Stehender nackter Dionysos links- hiri; Kantharos in der Rechten, die Linke am Thyrsos. Links zu Fül3en Panther und hinter dem Gotte kleine stehende Figur des gehörnten bocks- füßigen Pan linkshin, in der Linken das geschulterte Pedum, vor dem Munde die Syrinx haltend.

A n d e d a

ANAH links, A€nN rechts. In der Mitte einer Tempelfront mit zwei Säulen das Cultbild der Artemis Pergaia zwischen Mondsichel und Stern.

1 lOV A links, OMNA C rechts. Br. 32 Brustbild der lulia Domna

rechtshin.

]\Ius. Winterthur.

2 no C links, reTAC rechts. Br. 14 Brustbild des Caesars mit

Gewand rechtshin.

M. S.

3 KAI rA(?)IOV links, OVH MAII- Br. 19 MON C6 rechts und unten.

Brustbild des Maximus mit Lorbeer und Mantel rechts- hin. M. S.

Eine ähnliche Münze mit Maximiniis hat Sabatier, Revue de num. Beige 1863 Tat. IV g irrtliümlich Adeda in ludaia zugetheilt.

ANAH links, A€nN rechts. Schreitende Nike mit Kranz und Palmzweig linkshin.

ANAH links, AGriN rechts. »Stehende Tyche mit Kalathos, Steuerruder und Füllhorn linkshin.

Antiocheia

Tafel XII Tr> I Bru.stbild des Men rechtshin,

Br. 24 die Mütze mit Lorbeer be- kränzt, an den bekleideten Schultern Mondsichel.

Gotha.

\'sj"l. Inv. \\ "addint;t()n n. 3

ANTIOXE oben, quer im Felde .EY|lN.. Schreitende Nike rechtshin, in der Linken Palmzweig mit Taenie schul- ternd, mit der zurückgebogenen er- hobenen Rechten die Spitze des Zwei- ges stützend. Links und i"echts im Felde je ein Stern mit sechs Strahlen. 567 mit . . . Kn.N.

XIV PISIDIA

357

2 Ebenso; vor dem Brustbilde ANTIOXE oben, A[rA]00 ... unten. Ste-

Br. ig Adlerkopf mit Hals rechts- hender Zebustier rechtshin, Kopf hin. von vorn.

Im Handel.

\g\. Kainus I 266, 2 mit CA0 . . .; Num. Journal I 4 1 ff . mit . TAO . ..

2" Ebenso. Ebenso, mit ANTIOXOY im Abschnitt.

Br. 17

4-63 M. S.

Tafel XII 17 3 Ebenso, ohne Adlerkopf Ebenso, mit AlONYZ . . . .

Br. 19

(jotha.

Liebe, G(jtha num. iig Abb., Antiochos VI zugeschrieben; vgl. Sestini, Lett. num. VII 47.

4 Ebenso, ohne Adlerkopf Ebenso, mit [OJHPIAOX . .

Br. 19

4'37 M. S. Monnaies grecques 304, 3;

Cat. Br. Mus. Karia 15, 7 mit . . PIAOX.

Tafel XII 18 5 Ebenso, mit Adlerkopf Ebenso, mit AYKIZK . . .

Br. 1 9

577 M. S.

Ahnliche Münzen zeigen die Namen :

AAEZAN . . . Inv. Waddington n. 3570. EYrNUJ... 3508.

MENANAPO.. . ., 3509; Cat. Br. Mus. Karia 15, 6 Taf. III 5.

CKIA...(?) Ramus I 206, i (Pisidia).

ZEAEVX !...(?) Sestini, Mus. Hedervar. II 265, i (Pisidia).

Mit Recht hat Babelon, Inv. W'addington n. 3506 35 70, die Münzen mit dem Brustbilde des Men, die man bisher Antiocheia am Maiandros zutheilte, von diesem auf die pisidische Stadt gleichen Namens übertragen.') Diese, nach Strabon (577) V] TZpb^ TYj IliaiSta zubenannt, wurde vor ihrer Umwandlung in eine römische Colonie zu den phrygischen Städten gezählt. Und jihrygisch ist in der That der Charakter der oben beschriebenen Münzen, die den gleich- zeitigen der Nachbarstadt Philomelion im Stil und in der Anordnung der Namen

Die Zutheilung an die pisidische Stadt hatten früher auch Ramus und Sestini vorgeschlagen.

358

XIV PISIDIA

der Einwohner und der Beamten vollkommen ähnlich sind. Auch die Typen weisen auf die Stadt an der pisidischen Grenze hin: denn wären die Münzen karisch, so wäre ohne Zweifel unter dem Zebu die Maeanderlinie ans^ebracht. Das Brustbild aber ist auf My;V 'Aaxaro; oder 'Aaxyjvd; zu beziehen, dessen Heili<jthum bis zum Tode des Königs Amyntas, 25 v. Chr., ein ansehnliches Gebiet umfasste, und der als MENSIS Haupt;^ott der römischen Colonie verblieb.')

Die Präguno- der Menmünzen von Antiocheia und Philomelion hat allem An- schein nach während der letzten Decennien vor dem J. 25 v. ("hr. stattgefunden.

Colonie Antioc hia

6 A links, NTIOC rechts. Brustbild COLON lA und im Abschnitt E Stehender Br. 13 des Hermes mit Gewand Zebustier rechtshin. Pkr.

und Heroldstab rechtshin.

1-30 M. S.

.Ähnlich, mit Brustbild des Men und Zebustier, den Tjpen der griechischen Münzen n. i 5, ist ein Stück des Mus., Hunter Taf. V 15.

7 Ebenso, mit AN links, [TlOjCH COLO links, NIAE rechts. Geflügelter Br. 13 rechts. Pkr. Hermesstab. Pkr.

1-14 M. S.

8 AN links, TIO rechts. Bru.stbild COLO rechts. Brustbild des Hermes Br. 14 des bärtigen Herakleslinks- mit Gewand und Heroldstab rechts- hin, das Löwenfell um den hin. Pkr.

Hals gebunden. Pkr.

1-40 M. S.

Diese und die anderen kleinen Kupfermünzen mit Hahn oder .Altar auf der Rückseite scheinen etwa aus der Zeit des Severus zu stammen.

TafclXllirj 9 CAESAR rechts. Kopf des COL CAES oben. Zwei Legionsadler

Br. 20 Augustus rechtshin. zwischen zwei Feldzeichen; zwi-

schen den Adlern AV|CVS und viel- leicht auf einer dritten Zeile, am ii-io M. S. Rande, TVS.

Auf dieser ältesten Münze der Colonie .Antiochia führt tlie Stadt bloß den neuen Namen Caesarea.

') Strabon 577; Drexler, Roschers Lexikon II 2721 f.

XIV PISIDIA

359

Tafel Xir 2 1 lO

Br. 2 9

ANTON INVS AVC links, PIVS P P TR P COS IUI Kopf des Pius mit Lorbeer rechtshin.

M. S.

FORTVNA COLO links, NIAE ANTIOC H

rechts. Stehende Fortuna im Doppel- chiton von vorn, Kopf linkshin, in der Rechten ein Horn mit der Öff- nung nach unten über einen flam- menden Altar haltend, die Linke am Scepter.

II

Br.

Ebenso.

Im Handel.

Ebenso, mit CENIO COLON! links, AE ANTIOC H rechts.

Vgl. Mionnet Suppl. VII gi, 14.

Hier und auf späteren Münzen der Colonie findet man die begrifflicli nah ver- wandten Fortuna und Genius identificiert.-') Die Darstellung der Göttin, den Inhalt des Füllhorns auf den Altar schüttend, ist eine ungewöhnliche. Be- sonders deutlich ist diese Handlung auf einer Münze der Sammlung Waddington aus der Zeit Gordians, s. unten n. 25 Tafel XII n. 20, ausgedrückt.

12 ANTON INVS AVC links, PIVS P P

Br. 26 TR P COS IUI rechts. Kopf des Pius mit Lorbeer links- hin.

M. S.

MENSIS COL] CA links, ES ANTIOC H rechts. Stehender Mensis mit Chiton, Man- tel, Mütze und Mondsichel an den Schultern rechtshin, die Rechte am Scepter, auf der Linken Nike, den linken Fuß auf einem Stierschädel. Hinter dem Gotte Hahn linkshin.

13 DIVA FAV links, STINA rechts. Br. 23 Brustbild der älteren Fausti- na rechtshin.

M. S.

14 L AVRELI links, VS CAESAR Br. 24 rechts. Brustbild des L. Ve-

rus mit kurzem Bart und Lor- beer linkshin, Gewand über der linken Schulter.

M. S.

ANTIOC HIAE links, COLON lAE rechts. Zwei gekreuzte Füllhörner, dazwischen geflügelter Heroldstab.

COLON lAE links, CAEC ANTIOC H rechts. Mensis und Hahn wie auf n. 12.

') Auf einer Münze lulians ist Fortuna als CENius CIVITatis NICOMediae dargestellt: Cohen VIII- 67,2. Im h o o f -B 1 um e r, Kleinasiatische Münzen. Bd. II. ^6

36o

XIV PISIDIA

15 IMP L SE links, V PERT AV' ANTIOCH links, COLONIAE rechts. Brust-

Br. 23 XVIIII rechts und unten. Kopf bild des Mensis mit Mütze, (xewand

des Severus mit Lorbeer und Mondsichel rechtshin.

rechtshin.

ivn s.

Die zwei ersten Ziffern der Zahl der Trib. pot. des Severus sind ge^^en den Rand zu nicht ganz deutlich ausgeprägt, aber doch beinahe sicher X\'. Die Münze datiert demnach aus dem Todesjahr des Kaisers 211.

16 L SEPT SEV PERT AVC IMP....

Br. 33 Kopf des Kaisers mit Lor- beer rechtshin.

Arch. Sammlung Göttingen.

GEN links, IVS recht.s, im Felde links C, rechts A. Stehender weiblicher Ge- nius mit Kalathos linkshin. Zweig in der Rechten, im linken Arm Füll- horn.

TafelXTl22 16" S EVE RVS links, P IVS AVC rechts. ANTIOCH CE links, NCOL CA rechts.

Br. 24 Kopf ebenso. Weiblicher Genius ebenso, aber

am Füllhorn sitzendes nacktes Kind (Plutos) von vorn, Kopf linkshin, M. S. beide Arme erhebend.

Der Genius scheint eine Verschmelzung der Fortuna und der Pax darzu- stellen: dieser kommt der Ölzweig, jener der Kalathos, beiden das Füllhorn mit oder ohne Plutos zu. Auf Münzen von Nikopolis am Istros und von Hiera- polis kommt Tyche mit Kalathos, Steuerruder und Plutos am Füllhorn vor, auf solchen von Laodikeia Eubosia ebenso, aber ohne Kalathos. Darstellun- gen der Fortuna von Antiochia geben hier die n. 10, 22, 25 27.

17 -IVLIA- links, -AVCVSTA- rechts. -GEN IVS COL- links, -ANTIOCH £• rechts, im

Br. 33 Bru.stbild der lulia Domna Felde links S, rechts R Typus wie rechtshin. auf n. 16.

18 IVLIA DO links, MNA AVG rechts.

Br. 20 Brustbild der lulia Domna

rechtshin.

M. S.

.nOSH lA links, HOLONIA rechts. Zwei ge- kreuzte Füllhörner mit geflügeltem Hermesstab in der Mitte.

19 Ebenso, mit IVLIA DO links. Ebenso, mit ANTI OC links, KLO NIA

Br. 20 MNI . . . rechts. rechts.

M. S.

Verwilderte Aufschriften pflegen sonst erst nach der Zeit des Traian Decius häufig^ zu werden.

XIV PISIDIA

20 ANTONINVS links, [PI]VS FEL Br. 19 AVC rechts. Brustbild des

Elagabalus mit Lorbeer, Pan- zer und Mantel rechtsliin.

M. S.

21 Ebenso, Aufschrift ohne Tren- Br. 1 7 nung.

M. S.

22 IM [C M AV SEV] links, ALE- Br. 27 XAN DER rechts. Kopf des Ale- xander mit Lorbeer rechts- hin.

M. S.

23 IMP CAES M ANT CORDIANVS

Bi". 33 AV Brustbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

M. S.

24 Ebenso, aber mit AVC und das

Br. 35 Brustbild mit Strahlenkrone.

M. S.

ANTIOC links, H COLON! rechts. Stehen- der Adler mit entfalteten Flügeln von vorn, Kopf linkshin.

ANTIOC H CO oben, L rechts, ONI im Ab- schnitt. Wölfin rechtshin, Kopf den säugenden Zwillingen zugewandt.

HDOITNA links, A23DJOD rechts, im Fel- de 2 R Stehende Fortuna mit Ka- lathos linkshin, Vexillum in der Rechten, im linken Arm Füllhorn.

CAES A,NT links, lOCH COL rechts, SR im Abschnitt. Tempelfront mit sechs Säulen über drei Stufen; im Giebel Schild, auf den Akroterien Adler und zwei Nikefiguren, vor den Stufen Balu- strade mit Gitterwerk. In der Mitte des Tempels stehender Mensis mit Mütze und Mondsichel von vorn, Kopf rechtshin, die Rechte am Scepter, auf der an einer Stele aufliegenden Lin- ken Nike auf Globus; hinter dem Gotte Hahn linkshin.

ANTIOCHIA COLONIA CAESARIA, im Felde S R Stehende Victoria rechtshin, die Rechte an der Seite, die Linke an einem Palmbaum, an dem ein runder Schild mit der Inschrift COLO [ . . . be- festigt ist.

Die zweite Zeile der Schildinschrift zeigt nicht NIA, sondern drei Buchstaben, aus denen ich nach dem vorliegenden Exemplare nichts zu machen weiß.

46*

362 XIV PISIDIA

T:ifflXIl2o 25 IMP CAES M ANT CORDIANVS ANTIOCHIA links, COLONA (so) rechts,

Br. 38 AVG Brustbild des Kaisers S R im Abschnitt. Auf breiter Basis mit Lorbeer, Panzer und mit der Inschrift FORTVNA Tempel- Mantel rechtshin. front mit vier Säulen und Kuppel- dach; zwischen den Mittelsäulen ste- hende Fortuna im Doppelchiton von vorn, Kopf linkshin, mit der Rechten das Füllhorn über den bekränzten Altar leerend, die Linke am Scepter.

Inv. Waddington n. 3605 'l'af. VIII 2.

26

Br. 29

IMP CAES M ANT CORDIANVS A, FORTVNA CO links, L ClCES ANTIOC HllA

unten VC Kopf des Kaisers mit Lorbeer rechtshin.

M. S.

rechts, S | R im Felde. Fortuna wie auf n. 25, ohne Tempel.

Tafel XII 23

27 IMP CAES M ANT CORDIANVS AV

Br. 28 Brustbild des Kaisers mit Strahlenkrone, Panzer und Mantel rechtshin.

Im Handel.

FORTVNA COL links, C CES ANTIOC rechts, lEV im Abschnitt, S|R im Felde. For- tuna mit Doppelchiton und Kalathos rechtshin auf Felsen sitzend, die Rechte am Knie, in der Linken Mohnkopf und zwei Ähren; vor ihr zu P'üßen der rechtshin schwimmende Flussgott Anthios.

28 IMP M IVL PHILIPPVS P F AVC

Br. P M Brustbild des Kaisers mit Strahlenkrone, Panzer und Mantel rechtshin.

M. S.

CAES A links, NTIOCH C rechts, OL im Abschnitt, S im Felde. Der stehen- de Kaiser in Feldherrntunica von vorn, Kopf linkshin, in der Rechten ein Signum, in der Linken Scepter; rechts zwei andere Feldzeichen.

29 IMP C VIB AP CALVSSIANO AVC

Br. 23 Brustbild des Volusianus mit Strahlenkrone und Mantel rechtshin.

ANTIOC links, HIO C.. rechts, [S R| im Abschnitt. Derselbe Typus mit Kopf rechtshin.

M. S.

XIV PISIDIA

363

Tafel XII 24 29" IMP VIB [AP CJALVSSIANO AVC ANTIOC links, H|IOCH rechts, S R im Ab- Br. 24 Brustbild ebenso. schnitt. Thronende behelmte Roma

rechtshin, auf der vorgestreckten Rech- ten Nike rechtshin, die Linke am Speer; vor ihr kniender Barbar in phrygi- scher Mütze und Chiton linkshin, beide ]Vj_ S_ Hände vorstreckend.

30 IMP [C] PAL [CAL] links, [LI] EN

Br. 30 PF AVC rechts. Bru.stbild des Gallienus mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechts- hin.

ANTIOC Hl C hnks, [2]OITNA JO im Ab- schnitt. Anthios mit nacktem Ober- körper am Boden sitzend, Füllhorn in der Rechten, die Linke an der Urne, der Wasser entfließt. Hinten Zweig.

M. S.

31 IMP C PAEL U CUUIHNO Brust-

Br. 2 1 bild des Gallienus mit Strah- lenkrone, Panzer und Mantel rechtshin.

3-65 M. S.

Andere Dreiassariastiicke meiner Sammlung mit der stehenden Fortuna wiegen Gr. 6'05 und 6"6o.

ANTIOCHI CL Im Felde in großer Schrift SR, darunter f.

32 IMP CAES [M AV]R CLAVDIO ANTI links, OS Hl rechts, S|R im Felde.

Br. 25 P|AR C Brustbild des Clau- Vexillum zwischen zwei Signa, dius mit Strahlenkrone, Pan- zer und Mantel rechtshin.

M. S.

Diese Münze ist wegen der Titel des Kaisers, PAR(thicu) C(üthico), bemerkens- wert. Die Titel, die Claudius seinen Siegen verdankte, kommen auf Münzen höchst selten oder gar nicht vor. Grueber citiert GERM(anicus); ^) allein in Cohens Werk ist kein Beispiel dafür zu finden. Dagegen erscheint COTHICVS auf einer kleinen Cunsecrationsmünze.-) PAPTHICVS endlich ist bloß aus einer numidischen Inschrift bekannt,^) und ist diesem Titel, umgekehrt wie auf der Münze von Antiochia, COTHICVS M vorangestellt.

') Roman Medaillons 142 -) Collen VI 2 135, 53.

=) CIL VIII n. 4876.

364

XIV PISIDIA

Apollonia

AA6XANAOC (so) KTICT- AnOA- AnOAAn links, NIATnN AV rechts.

Br. 32 AnNIA und unten T . . Kopf Alexanders des Großen als Herakles mit dem Löwenfell reclitshin.

M. S.

Vo^. luv. W'addingtun n. 3621.

Stehender nackter ApoUon linkshin, Lorbeerzweig in der gesenkten Rech- ten, den linken Arm an einen Drei- fuß gelehnt; links zu Füßen des Gottes Rabe.

\f 2 Gleichen Stempels.

Br. 32

M. S.

AnOAAriNI links, AT oben, n | AV nePr rechts, en OMO . . . im Ab- schnitt. Zwei einander gegenüber- .stehende Stadtgöttinnen mit Kala- thos, sich die rechte Hand reichend. Die Göttin rechtshin hält auf der Lin- ken das Bild des stehenden nackten ApoUon rechtshin, Plektron in der gesenkten Rechten, Lyra im linken Arm; die andere auf der nach rechts gestreckten Linken das Cultbild der Artemis Ephesia mit Taenien. Zwi- schen den Göttinnen flammender Altar.

3

Br. 3;

Auf einer anderen Hpmonoiamünze ist TTGPrAinN statt TT6Pr6n(v) zu lesen, und die beiden Göttinnen halten gemeinschaftlich das Cultbild von Perge.^) Auf einer dritten ist der zweite Stadtname zweifelhaft:

Gleichen Stempels. ATTOAAnN lA ,. . AV , ^

TriN ' K C (?) . . .

eriH rechts, OMONOIA im Abschnitt. Die zwei Göttinnen und Altar wie auf n. 2, aber die linkshin stehende hält Im Handel- statt der Artemis ein Bild der Tyche(?).

Paris. Mionnet III 332, 170 mit der Lesung AYCIAA€n.N, vgl. W'addington, Rev. num. 1853 p. 182, 8.

AV und K stehen für AVKuov, nicht als Initialen des zweiten Stadtnamens, der mit C zu beginnen scheint und sieben Ruhstaben umfasst. Möglich, aber nicht sicher, wäre daher die Lesung C€ArenN, oder, da die Initiale zweifel- haft ist, TT€PrenN, wie auf n. 2,

') Sestini, Lelt. cont. VI 36 Taf. I ly.

XIV PISIDIA

365

4 BO links, VAH rechts. Brustbild

Br. 2 1 der BouXy] mit Schleier rechts- hin.

M. S.

A|nOAAn. links, NIATnN rechts, AV links im Felde. Apollon mit Zweig, Drei- fuß und Rabe wie auf n. i.

5 AVT links, ANTU rechts. Kopf

Br. 1 9 des Pius mit Lorbeer rechts- hin.

M. S.

AnOAA rechts, AVKIU links. Stehender Asklepios mit nacktem Oberkörper von vorn, Kopf linkshin, die Rechte am Schlangenstab.

Vgl. Rev. num. 1883, 378 Taf. IX 8; Inv. Waddinoton n. 3624.

6 AVT K M lOVAlOC ())IAinnOC AnOA|A links, AriNIATnN- rechts (so,

Br. 22 Brustbild des Kaisers mit mit drei A), im Felde rechts AV. Ste- Lorbeer und Gewand rechts- hende Athena rechtshin, die Rechte hin. am Speer, die Linke am Schild.

M. S.

Vgl. Mionnet vSuppl. VI 474, 192 Karlen.

Die kleine autonome Münze mit Biene und Maeandeiiinie Inv. W'addington n. 3618 gehört nach Apollonia Tripolis in Ljdien.

A r i ;

über die Lage von Ariassos, 'Apcaaaewv tioXsco; genannt ist,

1 no C reTAC Brustbild des Br. 20 Caesars rechtshin.

Im Handel.

Vgl. Mionnet III 446, 2.

2 lOVAlA MA links, MGA CGBAC Br. 25 rechts. Bru.stbild der lulia

Mamaea mit Diadem rechts- hin.

M. S.

Der behelmte bärtige Gott, den

, s s o s.

las in einer Inschrift ä'p'/ouat zfjC. xpatcatY]; s. unten Keraia.

APIAC links, C€nN rechts. Tempelfront mit zwei Säulen und Adler im Giebel; zwischen den Säulen das Cultbild der Artemis Pergaia zwischen einem Stern links und Mond rechts.

APIACCG[D.N] im Abschnitt. Die nackten sich gegenüberstehenden Dioskuren mit Mützen, die eine Hand am Speer, mit der anderen ihre Pferde haltend. Oben Mondsichel mit Stern in der Höhlung.

an wiederholt auf Münzen von Ariassos trifft,^)

') I-B. Griech. Münzen 168, 480; Cat. Br. Mus. 205, 2; Inv. Waddinyton n. 363 1 .

366

XIV PISIDIA

7 '

Br.

stellt vermuthlich den Zeussohn Solymos dar, dessen Cult in der Nachbar- stadt TermessüS vielfach bezeugt ist.^) Ein anderer Münztypus, den die beiden Städte gemein hatten, ist die Gruppe der Dioskuren und ihrer Schwester Helena.2)

Baris

Radets Vorschlag, Baris von Isbarta nach Burdur, süiUich \om Askaniasee, zu verlegen,^) scheint Rainsay mit Recht zurückgewiesen zu haben.*)

Weibliches Brustbild mit auf- gerolltem Haar, Kalathos und (lewand rechtshin. Pkr.

4-00 M. S.

BAPH links, Nn.N rechts. Stehender nack- ter Dionysos von vorn, Kopf links- hin, Kantharos in der Rechten, die Linke am Thyrsos. Pkr.

Diese Beschreibung berichtigt Num. Ciiron. X 93, Fox, Gr. coins II Taf. VI 121 und Inv. Waddington n. 3638.

2 Behelmter unbärtiger Kopf BAPH links, NjTIN rechts. Köcher und

Br. II rechtshin. Pkr. Bogen. Pkr.

Im Handel.

v/3 Br.

20

Ebenso.

M. S.

BAPH links, NnN rechts. Stehender nack- ter Hermes mit Petasos linkshin; Beutel in der Rechten, Heroldstab und Gewand in der Linken. Pkr.

Diese Münzen scheinen aus dem Beginne stammen.

des dritten Jahrhunderts n. ("iir. zu

Tafel XII 25 J 4 Br.

AVT TPAI links, AAPIANOC rechts. 20 Brustbild des Kaisers mit Lorbeer und Gewand an bei- den Schultern rechtshin.

M. S.

BAPH NnN oben. Jugendlicher gepanzer-. ter Reiter im Galopp rechtshin, in der Rechten den Speer gegen eine große, vor dem Pferde aufgerichtete Schlange zückend.

Ebenso, mit dem Kopfe des Pius, Rev. num. i8gi p. 247, 34 Taf. X 4 und Inv. Waddington n. 3Ü40 Taf. VIII 7.

In der gleichartigen Gruppe auf Münzen von Isinda erscheint der gepanzerte Reiter behelmt. Vermuthlich stellt er an beiden Orten einen Heros im Kampfe mit einem unheilbringenden Drachen oder als Sieger über die Autochthonen dar.

') S. unten Termessos n. 7 ff. ^) S. unten Kodrula.

^) Rev. archeol. 1893 p. 193 und 219. ■*) Tlie cities and bishoprics I 324 ff.

XIV PISIDIA

367

^ 5 lOVAIAN AOMNAN CG Brustbild

Br. 21 der lulia Domna rechtshin.

M. S.

BAPH links, NflN rechts. vStehende Arte- mis in kurzem Doppelchiton rechts- hin, Pfeil (?) in der gesenkten Rech- ten, Bogen in der Linken; vor ihr stehender Hirsch rechtshin.

6 lOVAlA links, MAM6A CG rechts.

Br. 26 Brustbild der lulia Mamaea rechtshin.

M. S.

BAPH links, NnN rechts. Sitzender Zeus mit nacktem Oberkörper linkshin, Blitz in der Rechten, die Linke am Scep- ter.

7 r M K €TPOVCK A€KIOC K

Br. 26 Brustbild des Herennius Etruscus mit Panzer und Mantel rechtshin.

M. S.

BAPH links, N/IN rechts. Stehende Tyche mit Kalathos, Steuerruder und Füll- horn linkshin unter einer Tempel- front mit zwei Säulen, Palmetten an den Akroterien und drei Reihen ge- wölbter Ziegel (?) im Giebel.

Tafel XII 26« 8 MeCCION KVINTON K Brustbild Wie die vorige.

Br. 24 des Hostiiianus mit Panzer und Mantel rechtshin.

M. S.

Vgl. Mionnet IV 19, 94, falsch BAPHNilN gelesen.

i 9 Br.

MeCCIOC I KVINTOC K Brustbild 20 ebenso.

M. S.

BAPHN links, n.N rechts. Stehender Men mit kurzem Dojapelchiton, Mütze und Mondsichel linkshin, den rechten Ful3 auf einen Stierschädel setzend, Pinien- apfel auf der Rechten, die Linke am Scepter.

10 OV€lB TAAA OVG links, A OVO-

Br. 24 AOVCCIOC C rechts. Brust- bild des Volusianus mit Lor- beer und Mantel rechtshin.

M S.

BAP links, HN/IN rechts. Stehender nackter Dionysos von vorn, Kopf linkshin, Kantharos in der Rechten, die Linke am Thyrsos, über den Rü- cken Gewand. Links zu Füßen Panther.

Im h o o f- B 1 um er, Kleinastatische Münzen. Hd. H.

47

368

XIV PISIDIA

E t e n n a

Gleichzeitig mit meinem Vorschlage, die wiederholt aufgestellte Gleichung Etenna-Kotenna aufzugehen,') wies Ramsay auf Grund der Bischofslisten nach, dass in der '1 hat die beiden Namen auf verschiedene, ohne Zweifel nicht weit auseinanderliegende Städte zu beziehen sind.^) Der Grad der Nachbarschaft war aber sicher nicht derart, dass die Annahme gestattet wäre, beide Orte hätten ursprünglich ein Gemeindewesen gebildet. Wahrscheinlich bleibt nur, dass die Bewohner der beiden Städte gleichen Stammes waren.

Die Stadt der Koxsvvsr?, aus vStrabon,"^) einem Inschriftenfunde ^) und der byzanti- nischen Zeit bekannt, ist bei Godena an der isaurischen Grenze gefunden, litenna, das im Gebirge über Side liegend bezeichnet wird,^) ist vermuthlich in den etwa vier Stunden südlich von Kotenna bei Syrt gelegenen Ruinen zu erkennen,^) wo Hirschfeld und Kiepert frageweise Pednelissos ansetzten.^)

Während von dem abgelegeneren Kotenna keine sicheren Münzen (s. unten Komama n. 7) bekannt sind, ist, außer Selge, das nur von Polybios genannte, aber sicher ansehnliche Etenna die einzige pisidische Stadt, die Prägungen vom dritten Jahrhundert v. Chr. bis ins dritte Jahrhundert n. Chr. aufzuweisen hat, und während .dieser Periode von sechs Jahrhunderten ist die F"orm des Einwohnernamens stets derselbe, 'ETewetj, geblieben.

Tafel XIII I I \J Zwei Ringer, wie auf den Sta- ETENNED.N links. Schreitender Heros S. 27 teren von Aspendos und mit kurzem, umgürtetem Chiton rechts-

Selge; über der Bodenlinie -h hin, in der erhobenen Rechten ein ge- Pkr. krümmtes Messer oder Sichelschwert

schwingend, die Linke vorgestreckt. 9-66 M. S.; Rechts im Felde Dreibein. Pkr.

lo-io Six, ZfN VI 75 'laf. III i.'

Die Vorderseiten der beiden Exemplare sind gleichen Stempels, die Rückseite verschieden. Durch Beseitigung des Oxyds hat das hier abgebildete Stück am Gewicht etwas eingebüßt. Über den als Heros bezeichneten Streiter wird unten die Rede sein.

2 Gorgoneion, ohne heraus- Kopf der Athena rechtshin; dahinter

S. 1 1 hängende Zunge. Astragalos und -t.

o-6i M. S.

Früher Selge zugeschrieben,^) scheint das eigenthümliche Zeichen oder Mono- gramm, das die kleine Silbermünze mit dem Stater gemein hat, für die neue

') I-B. Griech. Münzen 169, I.

Hist. Gcogr. 418.

Strab. 570 KKTSvvct;. *) G. Hirsclifcld, Monatsber. der k. prcuß. Ak;ul. 1875 S. 142 ff.

Polybios V 73, 3.

Radet, Revue arcli. 1893 H 195- Über die Ruinen von Syrt s. Lanckoronski II lg6 ff. Inscr. n. 261. ') S. unten , Pednelissos.' ») ZfN V 135, 12; VI 18.

XIV PISIDIA

369

3

S. 10

Tafel XIII 3

4 V

ßr. i!

Zutheilung bestimmend zu sein. Von etwas feinerem Stempelschnitt ist ein ebenfalls hierher gehöriges Stück, das ich frülier beschrieben habe:

Ebenso. Gekrümmtes Messer.

070 Paris. I-B. Monnaies grecqiies 338, 7g Taf. F 18.

Diese kleine Gruppe etennischer Silbermünzen, zu der die ihr von Six a. a. (). S. 76, 3 Taf, III 3 zugewiesene anepigraphe Drachme wegen ihres Alters, des Münzfußes und des Typus der Rückseite, der Sepia, nicht gehören kann, scheint ungefähr gleichzeitig mit den aspendischen Stateren geprägt worden zu sein, die auf der Rückseite den Vordertheil eines Pferdes als Beizeichen zeigen.')

Stehende nackte weibliche E T (iekrümmtes Messer linkshin. Figur mit gekreuzten Bei- nen von vorn, Kopf links- hin!?), die Rechte an der Brust, die Linke an der Hüfte oder an der Schlange, die sich um die weibliche Gestalt von links unten nach rechts oben windet. Links am Boden umstürzender zweihenkeliger Krug.

3-0 1 M. S.

Vgl. Pellerin, Peuples et villes II Taf. LXXI 2, falsch gezeichnet (Mionnet III 455. 46).

Tafel XIII 4

5 ^

Br. 15

Mädchen oder Nymphe in Wie auf n. 4. langem Chiton rechtshin schreitend, den Kopf zurück- wendend, die Rechte vor der Brust in abwehrender Ge- berde gegen eine Schlange, die sich von links unten nach rechts oben um den Leib ge- schlungen hat, den Kopf dem der Figur zugewandt. Rechts am Boden Krug. Bodenlinie.

3-95 M. S.

Beide Münzen sind ohne Einfassung von Perl kreisen.

S. oben Aspendos S. 315 n. 15 20.

47"

370

XIV PISIDIA

Tafel XIII 5 6 /

Br. 19

Ebenso, aber der fallende Krug ET|EN Gekrümmtes Messer linkshin. links. Pkr. Pkr.

278 M. S.;

Paris. Pellerin a. a. O. Taf. LXXI 3 (Mionnet III 455, 51); Cat. Br. Mus. 220, 4 und 5 Taf. XXXV 14; Inv. Waddington n. 3722, 14 mm.

Tafel XIII 6 7 v'

Br. 12

Ebenso.

Ebenso, mit E | T.

1-59 M. S.;

Mus. Sanclement. I 185 Taf. VII 26.

Tafel XIII 7 8 J

Br. 19

Zwei nackte Männer, mit Chla- mys über den Rücken, eili- gen Schrittes nebeneinander linkshin, der vordere den Kopf dem anderen zuwen- dend und in der erhobe- nen Rechten ein gekrümm- tes Messer schwingend; der zweite scheint in der ausge- streckten Linken ebenfalls ein Messer zu halten, dessen gekrümmte Klinge abwärts gekehrt ist. Pkr.

4-15 M. S.

ET|EN Darstellung wie auf n. 5 7, mit dem Unterschiede, dass die Schlange in der Luft schwebend erscheint, den Kopf in der Höhe des von ihr abge- wendeten Mädchenkopfes; sehr deut- lich erscheinen die gespreizten Finger der abwehrenden Hand. Der fallende Krug links. Pkr.

9 ^^

Br. 13

Ebenso.

Ebenso.

2-07 M. S.;

Six, ZfN VI 77, 4 Taf. III 4;

Cat. Br. Mus. 220, 1—3 Taf. XXXV 12 und 13; Inv. Waddington n. 3723 Taf. VIII 16.

Die weibliche Figur mit der Schlany;e hat man versucht, auf Hygieia, auf Ariadne (Waddington und Babelon) und auf eine Maenade (Hill) zu deuten. Von diesen Erklärungsversuchen ist aber keiner als plausibel zu bezeichnen. Die Darstellung bezieht sich offenbar auf einen uns unbekannten Localmythos, nach welchem eine Nymphe oder ein wasserschöpfendes Mädchen von einer Schlange oder einem Drachen überrascht wird. Die Abbildungen der Taf. XIII n. 4 7 veranschaulichen deutlich den Vorgang: das von der Schlange bedrohte Mädchen lässt im Schrecken einen Krug zur Erde fallen, sucht sich mit ge- spreizten Fingern des Andrangs der Schlange zu erwehren und wendet angstvoll den Kopf nach Hilfe um. Und diese scheint der Angegriffenen in dem Jünglings-

XIV PISIDIA

paare zu kommen, das in eiliger Bewegung auf den Münzen n. 8 und g dar- gestellt ist. Bei dieser, wie ich glaube, einzig richtigen Auffassung bleibt die etwaige Annahme ausgeschlossen, dass sich dem Mädchen ein Gott in Schlangen- gestalt nähere:^) die Schlange ist als Drache aufzufassen, etwa als Wächter der Quelle, zu der das Mädchen mit dem Kruge gieng.

Die Vertheilung einer Darstellung auf beide Seiten einer Münze ist nicht neu; es sei hier bloß an die Drachmen und Kupfermünzen von Korinth und Leukas mit dem Kampfe des Bellerophon gegen die Chimaira-) und an die Kupfer- münzen des arkadischen Orchomenos erinnert, die auf der einen Seite Artemis, die den Pfeil abgeschossen, auf der anderen die getroffene Kailisto zeigen.'^)

Seltsam ist die Nacktheit und die Stellung des Mädchens auf dem roh ge- schnittenen ersten Stücke der Serie n. 4.

Wiederholungen beider Typen als Statuen trifft man auf etennischen Münzen des dritten Jahrhunderts n. Chr.: die ausziehenden Jünglinge auf einem Stücke mit dem Bildnisse des Geta,*) das Mädchen mit der Schlange auf Münzen mit Maesa,^) Mamaea'') und Salonina.') Auf diesen Stücken ist der äußerst unbeholfen geschnittenen weiblichen Figur, bei der der ihr entfallende Krug weggelassen ist, stets eine männliche beigeseilt, die hin und wieder auch allein als Typus vorkommt.^) Sie ist nach vorn Stehend, völlig nackt, bartlos und ohne Attribute, die Rechte staunend zum Kopf erhoben, die Linke gesenkt (genau in der Hal- tung eines modernen salutierenden Soldaten), und links daneben steht oder sitzt ein unbestimmbares vierfüßiges Thier. Dieses hat Waddington für einen Panther gehalten, und daraus irrthümlich geschlossen, dass die männliche Figur Dionysos, die weibliche, ungeachtet der für sie unerklärlichen Schlange, die Waddington als Schleier auffasste, und des abgewendeten Kopfes, Ariadne darstelle. Die erstere scheint, auf den ersten Blick, sich jedem Deutungsversuche zu entziehen, umsomehr, als sie auf der Löbbecke'schen Münze in Kindesgestalt, der weibli- chen kaum an die Schulter reichend, erscheint. Es ist indes anzunehmen, dass hier bloß ein Missverhältnis der P'iguren vorliegt, das seinen Grund in schlechter Raumtheilung bei der Anlage des Bildes hatte. In diesem Falle hat man den männlichen Typus für den oder einen der Erlöser des Mädchens aus der Drachengefahr zu halten, und das ihn begleitende Thier für einen Hund. Der Retter stellt sich somit als ein durch seine That dem Perseus vergleichbarer Heros dar, dem in Etenna ein Bild errichtet war. Dieses haben die Stempel- schneider in rohester W'eise reproduciert, in der .'Vusführung die charakteri- stische Waffe in der erhobenen Rechten außerachtlassend. Möglicherweise war diese der Statue abhanden gekommen. In älterer Zeit war aber das Messer

') Begegnungen einer weiblichen Gottheit mit einem Gotte in Schlangengestalt pflegen weniger ungestüm dargestellt und auch nicht gestört zu werden, vgl. die Münzen von I sin da Cat. Br. Mus. Taf. XXXVI Ii; Inv. Waddington Taf. VIII 21 und hier Tafel XIII 12.; von Selinus in Sicilien Holm, Gesch. Siciliens III 595, 86 Taf. IV 8.

^) Münzkatalog Berlin 1877 n. 126; Imhoof, Die Münzen Akarnaniens, Num. Zeitschr. X 1878 S. 129, 45 Taf. III 19; 130, 46.

I-B. Monnaies grecques 201 ff. Taf E 10.

^) Pellerin, Peuples et villes III Taf CXXXI 4. Auf die Richtigkeit der Attribute in der Zeichnung ist kein Verlass.

^) Sammlung Löbbecke.

^) Inv. Waddington n. 3726.

A. a. O. n. 3731 Taf VIII 18, hier wiederholt auf Tafel XIII n. 9; Rev. num. 1852 Taf II l; Cat. Br. Mus. 222, 11 Taf XXXV 17.

^) Inv. Waddington n. 3725, 3727 Taf VIII 17.

372

XIV PISIDIA

oder Sichelschwert ^) W'alirzeichen der Stadt litenna geworden, wie die ilim verwandte Harpe das verscliiedener Orte, wo die Perseussage heimisch ge- wesen, besonders in Seriphos und Astypahiia.

Nach dem Gesagten unterliegt es keinem Zweifel, dass auch der mit dem Messer bewaffnete Jüngling des Silberstaters den Heros von Etenna darstellt, der zum Kampie mit dem Drachen auszieht.

Das Monument zwischen zwei Statuen, das auf Münzen aus der Zeit des Sept. Severus-) und des Sev. Alexander^) vorkommt, ist vielleicht als Grab- oder Denkmal ebenfalls auf den Heros zu beziehen.

Außer den oben beschriebenen autonomen Kupfermünzen sind Etenna noch zwei weitere zugeschrieben worden. Die eine hat Huber, Berliner Blätter II 1865 S. 182, 9 (Auctionskatalog n. 669) veröffentlicht: Behelmter Kopf rechts- hin mit verschlungenem Knoten auf dem Helm, Rückseite ET Pflugeisen (statt Messer). Vielleicht ist dies ein durch Überprägung oder EinStempelung der Vorderseite entstelltes Stück. Die andere hat Mionnet Suppl. VII 39, 61 nach Sestini, Lett. num. IX 50 (Mus. Gotha) beschrieben: Kopf der Demeter rechtshin. EN

Rückseite und Ahre im Kranze. Die Rückseite zeigt aber Schwert oder

TE

Fackel und vielleicht oben noch zwei Buchstaben. Diese Münze ist

den unbestimmten anzureihen.

Tafel XIII 8 10 lOVAlA AOM NA C6BACTH Brust- €76 N links, N€nN rechts. Stehende De-

Br. 26 bild der lulia Dom na rechts- meter im Doppelchiton linkshin, in hin. jedem Arm eine abwärts gerichtete

Fackel haltend; vor ihr Schlange linkshin, hinter ihr geschlossener M. S. Korb.

Vgl. Inv. Waddington n. 3724 mit dem Brustbild der jüngeren Faustina.

Auf einige Dartellungen der Demeter mit der Schlangencista machte ich S. 133, 7 Anm. 5 aufmerksam; andere findet man auf moesischen Münzen.^) Von allen diesen weicht das Bild von Etenna darin ab, dass hier die Schlange der Cista entschlüpft ist und der suchenden Göttin voraneilt.

II CAB TRANK links, VAAGINA C

Br. 33 rechts. Brustbild der Tran- quillina mit Diadem rechts- hin..

Im Handel.

') Über das in Asien verbreitete Siihelschwert vgl. Benndorf und Niemann, Das Heroon von Gjöl- baschi-Trysa 137, 2 und Taf. XIII.

2) Mus. Berlin.

€Te links, NNG/IN rechts. Sitzender Zeus mit nacktem Oberkörper links- hin, die Rechte am Scepter. die Linke vorgestreckt.

^) Pellerin a. a. O. Taf. CXXXI 5; meine Sammlun»;. ^) I-B. Monnaies grecques 467, 54. ■') Pick, Die ant. Münzen Nord-Griechenlands I Taf. XIV.

XIV PISIDIA

373

I s i n d a

T;ifel Xlir 10

I

Br.

20

Kopf des Zeus mit Lorbeer rechtshin. Pkr.

IC IN links, A€n.N rechts. Stehende Aphrodite^) mit nacktem Ober- körper von vorn, Kopf rechtshin, mit der erhobenen Rechten den Saum des Gewandes seitwärts ziehend, die Linke am Gewand. Links zu Füßen Delphin rechtshin. Pkr.

5-94 M. S. Vgl. Inv. Waddinoton n. 3744.

Diese Münze scheint aus der Zeit der folgenden zu datieren

2 A C€n links, r€TAC KA rechts.

Br. 22 Brustbild des Caesars mit Mantel rechtshin.

Mus. Winterthur.

IC1NA6 links, flN rechts, im Felde links Stehende Tyche mit Kalathos, Steuer- ruder und Füllhorn linkshin.

Tafel XIII II 3 "AVT KAI M A' links, ANTflNEI-

Br. 26 NOC rechts. Kopf des Ela- gabalus mit Strahlenkrone rechtshin.

M. S.

IC IN oben, A€nN im Abschnitt. Stehen- der nackter Hermes, die Chlamys über der linken Schulter, linkshin, Beutel in der Rechten, in der Linken Heroldstab; ihm gegenüber stehende Tyche mit Kalathos von vorn, Kopf rechtshin, die Rechte am Steuerruder, im linken Arm Füllhorn; zwischen den beiden Gottheiten auf zwei Zeilen €T|A.

Die Rückseite ist gleichen Stempels wie die einer Münze mit dem Bildnisse der Julia Maesa.-) Über die Zahlzeichen s. Hill, Cat. Br. Mus. Lykia etc. p. XCV.

4 AV KA M A links, N TOPAIAN IC INA links, E'nN rechts. Stehende Ty-

Br. 25 rechts, O" €A- C€ unten. che mit Kalathos, Steuerruder und

Brustbild des Kaisers mit Füllhorn linkshin.

Strahlenkrone, Panzer und

und Mantel rechtshin.

M. S.

Vgl. Butkovvski, Spinks Num. Circ. 1893 p. 357, wo das vSteuerruder falsch als Anker beschrieben ist.

') Vgl. den berühmten, auf Alkamenes bezogenen 377 Fig. 100. Typus: Overbeck, Geschichte der griecli. Plastik I ■* -) Lobbecke, ZfN X 79, 36.

374

XIV PISIDIA

Tafel XX 5 AV' K" P MC" links, KV- TPA-

Br, 26 A€KI rechts, €V unten. Kopf des Kaisers mit Strahlen- krone, Panzer und Mantel rechtshin.

U. S.

ICINA links, 6 riN rechts. Stehende Eubosia mit Diadem und Doppel- chiton linkshin, Schale in der Rech- ten, in der Linken Füllhorn, an dem das Kind Plutos gelagert ist.

Vgl. Re\-. num. 1853, 27; Inv. W'addington n. 3750.

Über Eußoaia s. I-B. Monnaies grecques 401 404; Lydische Stadtmünzen 108 f.; 128 f.

^ 6

Br. 33

AVT KAI no AIK OVAA6PIANON ICl|N link.s, A€nN rechts. Sitzende Stadt-

C€B. Brustbild des Valeria- nus mit Lorbeer und Mantel rechtshin. Im Felde rechts eingestempelt.

Im Handel.

göttin mit Tliurmkrone (?) linkshin, auf der vorge.streckten Rechten einen rechteckigen Gegenstand, im linken Arm Füllhorn.

Das Attribut in Form eines Recliteckes oder Altars ist auch dasjenige der Stadtgöttin des von Isinda weit abliegenden Side, s. oben S. 341 n. 27.

Tafel XIII 12 , 7 AV KAI nOV AI TAAAIHNOC,

Br. 24 unten CA CeB Brustbild des Kaisers mit Lorbeer und Gewand rechtshin.

M. S.

ICIN links, A€n.N recht.s. Thronende Göttermutter rechtshin, ein ihr zu- gekehrtes Kind in den Armen hal- tend; vor ihr eine aufgerichtete Schlange linkshin.

Dieselbe Darstellung findet sich auf Münzen mit Valerian^) und mit Salonina.-) In der Schlange mit „napei'a?" wird der Gott Sabazios erkannt.^)

Wie in der Reischrift zu Gordian (n. 4), kommt auch in der zu Gallien vor dem Titel Seßaaxog 6A vor. Da die Schrift unter den Brustbildern sich auch zum Rückwärtslesen eignet, so ist in beiden Fällen wohl V3 für EOaeßrj? an- zunehmen.

Eine andere Münze mit Gallien hat Butkowski Isinda gegeben;*) statt €inNnN ICINAE/IN ist aber ICONI ENSIVM COLO zu lesen.

') Cat. Br. Mus. 227, 21 Taf. XXXVI 11; Inv. Ramsay, The eitles and bislioprics I' 94 Anm.

Waddington n. 3755 Taf. VIII 21. Rev. num. 189I S. 248, 37 Taf. X 7.

^) Cat. Br. Mus. 227, 22.

XIV PISIDIA

375

K e r a i a

Die Münzen, die bis jetzt dieser sonst unbekannten Stadt gegeben werden können, sind die folgenden:

I y Kopf der Artemis mit Ste- KE links. Bogen mit aufgeleg-tem Pfeil.

Br. i8 phane (oder Lorbeer?), Kö- cher und Bogen rechtshin. Pkr.

2*58 M. S. Monnaies grecques 395, i Abb.; I-B. Griech. Münzen i6g.

2 Y Brustbild der Artemis mit KE links, T rechts. Keule. Br. 12 Lorbeer, Gewand und Kö- cher rechtshin. Pkr.

2-12 M. S.

175 Mus. Winterthur. I-B. Griech. Münzen lüg, 485^;

V. Köhne, Zeitschr. f. Münzenkunde III 33 Taf. II 2 (Keos); F"riedländer, Berliner Blätter III 13 laf. XXIX 5 (Kerainos); V. Sallet, ZfN XVI 6 Abb. (Etenna);

Cat. Br. Mus. 210, i 4 Taf. XXXIV 0 und 7 (Keraitai); Inv. Waddington n. 3658 (mit f ?), 3659 3062 (Keraitai).

Tafel XIII 13 3 v/ Ebenso. Br. 13

Ebenso, mit KE links, L rechts.

1-90 M. S.;

Cat. Margaritis 1874 n. 100 (Keramos); Inv. Waddington n. 3663.

TafelXiiIi4 4 \J Runder Schild. Br. 12

2-15 M. S.

kIe Keule.

Tafel XIII 15 5 \l

Br. 16

Weiblicher Kopf mit Thurm- K€PA€ITn. oben, N unten. Vordertheil kröne rechtshin. eines springenden Ebers rechtshin.

2*25 M. S. Svoronos, Num.de la Grete 40, 6 Taf. IV 21, irrthümlich K€PA€1TAN

gelesen und mit Eule statt Eber beschrieben; 3*40 ^) Berlin. Aus der vSammlung Fox, in die das Stück aus der Aucticjn

W'hittall 1807 (n. 202 mit falscher Lesung) gelangt war.

') Nicht 5, 71 wie Svoronos a. a. O. angibt. Imhoof-Blumer, Kleinasiatische Münzen. Bd. II.

48

376

XIV PISIDIA

Da beide Exemplare aus Kleinasien stammen und die Form des Ethnikons identisch mit der der Drachme ist, die die Kremneer und Kerai'ten gemein- schaftlich mit der Aufschrift KPHMNEnN KAI KEPAEIT/IN prägten,') so ist die Münze unzweifelhaft zu den ])isiclis('heii, niclit zu den kretischen zu zählen.

Die Prägungen von Keraia datieren, wie die kremneischen mit griechischer Schrift, aus dem ersten Jahrhundert v. Chr. und erstrecken sich nicht mehr auf die Kaiserzeit. Es ist daher zu vermuthen, dass Keraia mit der Gründung der römischen Colonie Cremna die Bedeutung, die aus der Verschieden- artigkeit seiner Münztypen und der Prägung von Drachmen in Gemeinschaft mit Kremna hervorgeht, durch Übersiedelungen rasch oder nach und nach \erloren hatte. Die Furage, ob von den Girme (Kremna) benachbarten Ruinen- stätten etwa die östlich bei Indjir Khan gelegene oder eine andere mit Keraia zu identificieren sei,^) wird nur durch das Auffinden inschriftlicher Zeugnisse gelöst werden können. Ebenfalls noch fraglich ist die Beziehung des Namens KpyjTWV TZÖXlc, oder Kretopolis auf Kremna^) oder auf Keraia.*)

vSeit durch einen Inschriftenfund festgestellt worden ist, dass die Ruinen, die Petersen für die von Kretopolis hielt,''') Ariassos bezeichnen,^) hat Kiepert jene Stadt etwas nördlicher nach Payama'atch verlegt.^) Im letzteren erkennen aber Radet a. a. O. und Ramsay*) Panemuteichos. Dadurch scheint Hills Vorschlag, den Namen KprjXWV TZÖX'.q für eine Bezeichnung der ohne Zweifel von Kretern gegründeten Stadt Keraia zu halten, an Wahrscheinlichkeit zu ge- winnen. Jedesfalls ist er demjenigen Radets vorzuziehen, der die Beziehung des Namens auf Kremna vornehmlich deswegen befürwortet, weil auf Münzen dieser Stadt der Pfeil dargestellt und dieser als Symbol der Kreter aufzufassen sei. Allein der Pfeil ist, als TyP^s oder Symbol, nicht nur auf Münzen kretischer Städte und von Kremna nachzuweisen, sondern auch auf solchen \on Keraia (n. i) und Selge, und vieler anderer Orte bis nach Pantikapaion hinauf: die dem Geschoss von Radet beigemessene Bedeutung fehlt ihm also gänzlich.

Die Buchstaben T und To, die auf den Münzen n. 2 und 3 in gesonderter Stellung zu KE Aorkommen, sind nicht zu erklären.

K o d r u 1 a

I AV KAI [M AV] links, ANTn-

Br. 21 N6INOC reclits. Brustbild des Marcaurel mit Strahlen- krone (?), Panzer und Mantel rechtshin. M. S.

') I-B. Monnaies grecques 336, 72 Abb.; I-B. Grieth. Münzen 169; Svoronos a. a. O., wo aus Ver- sehen KEPAIEITilN steht; Inv. Waddington n.3691 Taf. \ 10.

^) Kiepert, Westl. Kleinasien Taf XII; Lancko- roriski, Pamphylien und Pisidien, Karte. Radet, Revue arch. 1893 p. 190 fi'.

KOAP links, OVA€nN rechts. Stehender Asklepios von vorn, Kopf linkshin, die Rechte am Schlangenstab, die Linke an der Seite.

^) Hill, Cat. Br. Mus. p. XCIX.

'""j Lanckoronski a.a. O.II Karte und Taf. XXII.

^) B^rard, Bull, de corr. hell. XVI 426 ff.; Radet a. a. O. 187.

') Form. Orb. ant. Taf. IX.

Revue des ctudes gr. VI 253; The cities and bishoprics of Phrygia I Karte.

XIV PISIDIA

377

2 lOVAlA A links, OMNA C€B

Br. 27 rechts. Brustbild der lulia Domna rechtshin.

KOAPOV links, AE/IN rechts. Sitzende Tyche mit Kalathos, Schale und Füllhorn linkshin.

M. S.

TafelXIIIiG 3 AV K M AVP links, ANTnN€ I NOC

Br. 34 rechts, C€B unten. Kopf des bärtigen Caracalla mit Lor- beer rechtshin.

M. S.

KOAPOVAeriN links, AlOCKOIANOVC (?)

rechts. Tempelfront mit zwei Säulen; zwischen diesen Brustbild einer Göt- tin oder die Imago einer verstorbenen Kaiserin von vorn.

Die Rückseite dieses Stückes ist von seiner harten Patina etwas gereinigt worden, wobei der zweite Theil der Aufschrift, besonders in seinen mittleren Buchstaben, einige Retouchen erfahren zu haben scheint. Die Richtigkeit der ohnehin bedenklichen Lesung ist daher zweifelhaft.')

Das Brustbild, an dessen Schultern die Spitzen der Mondsichel hervorzuragen scheinen, stellt, wenn nicht eine image, vielleicht die als Helena erklärte Göttin dar, die auf Münzen von Kodrula, Ariassos, Termessos und Akalissos zwischen den Dioskuren stehend erscheint.^)

K o 1 b a s a

I AVT KAI A cen links, CeOVH- KOABA links, CGnN rechts. Stehender

Br. 33 POC n€ . . . Brustbild des nackter Dionysos linkshin, Kantha- Kaisers mit Lorbeer, Panzer ros in der Rechten, die Linke am und Mantel rechtshin. Thyrsos. Über der linken Schulter

Chlamys, links zu Füßen Panther.

Im Handel;

Berlin. ZfN XXI 223 'laf. V 11.

2 lOVAlA links, AOM NA C€ rechts.

Br. 25 Brustbild der lulia Domna rechtshin.

M. S.

*) Koiaj kommt als pisidischer Eigenname vor, Lanckororiski a. a. O. II Inschr. 29. Hiervon Kooavr}; als Beiname eines Gottes abzuleiten, ist ausgeschlos- sen.

-) I-B. Monnaies grecques 345, HO Taf. V 172; Cat. Br. Mus. 40, 1 Taf. IX 1 2 ; 211,2 Taf. XXX IV 9 ;

KOAB links, AC€nN rechts. Sitzende Ky- bele mit Thurmkrone linkshin. Schale in der Rechten, den linken Arm auf das Tympanon gelehnt. An ihrer rechten Seite Löwe linkshin.

Lübbecke, ZfN XIV 47. Vgl. Petersen und v. I,u- schan, Reisen in Lykien u. s. vv. 1889 S. 168 ff.; Wilhelm, Arch.-epigr. Mitth. XX 77 f. ; ferner Ramsay, Revue des etudes gr. VI 257, l, dessen Anmerkung wenig zutreffend erscheint, da schon im frühen Alter- thuni Helena in Beziehung zum Monde gebracht wurde.

48*

378

XIV PISIDIA

3 AV K M lOV 4)IAinnON ce Kopf KOABA links, C€nN rechts. Stehende

Br. 20 des Kaisers mit Lorbeer Tyche mit Kalathos, Steuerruder und

rechtshin. Füllhorn linkshin.

Im Handel.

K o m a m a

Die Richtigkeit der vorgeschlagenen Zutheiking einiger Kupfermünzen mit Löwentypen und KO an Komama, I-B. Griech. Münzen 170, wird durch die folgenden Stücke bestätigt:

Tafcixilliy I Kopf des Zeus mit Lorbeer KOMA unten. Vordertheil eines Löwen

Br. 18 rechtshin. linkshin. Pkr.

Lübbecke.

2 Ebenso; darüber Gegenstempel Ebenso. Br. 15 mit Pfeilspitze.

2- IO M. S.

3 Wie n. I, aber mit Pkr. Wie n. i, mit Pkr. Br. 13

3- 00 M. S.

4 Ebenso. Ebenso, mit KO. Br. 13

3-2 7 M. S.

Zur Vervollständigung der Gruppe wiederhole ich hier die Beschreibungen der anderen zugehörigen Stücke:

Tafel XIII 18 5 Kopf des Zeus mit Lorbeer KO im Abschnitt. Springender Löwe

Br. 15 rechtshin. linkshin.

3'50 M. S. Griech. Münzen 170, 485'^; Berlin. ZfN XVI 7 Abb.;

Inv. Waddington n. 587g, unrichtig Kotiaeion zugetheilt.

TafelXIIIig 6 Zwei bärtige Köpfe mit Lor- KO im Abschnitt. Springender Löwe

Br. 15 beer(?) rechtshin. rechtshin.

r94 M. S. Griech. Münzen 170, 485'"; früher Kotys II und Korykos zugetheilt; 3-45 M. S.

XIV PISIDIA

379

Die folgende Münze zeigt nicht mehr den Löwen, sondern einen Eber. Sie kann daher einer anderen pisidischen Stadt als Komama angehören, sei es Kodrula, Konana oder Kotenna, sei es Kolbasa oder Kormasa. Auf Prägungen der beiden letzten Orte wäre aber als Aufschrift eher KOA und KOP als KO zu erwarten.

Tafel XIII 20 7 Kopf des Zeus mit Lorbeer 0>l unter dem Vordertheil eines sprin-

Br. 14 rechtshin. Pkr. genden Ebers linkshin. Pkr.

3'io M. S. Griech. Münzen 170, 485'';

Mionnet III 506, 87 ist eine Münze von Amyzon.^)

Komama, zwischen Pogla und dem Kestelsee gelegen, wurde unter Augustus in eine römische Colonie umgewandelt, die erst unter Pius zu prägen be- gonnen zu haben scheint.

8 IMP . . . . links, ANTON IN VS (un-

Br. 2 1 deutlich) rechts. Brustbild des Marcaurel mit Lorbeer und Mantel rechtshin.

M. S.

COL AVC CO links, MAMENORV rechts. Stehende Göttin mit Kalathos und Schleier von vorn, die Rechte an der Seite, die gesenkte Linke am Schleier.

Ein gutes Bild dieser Göttin gibt die etwas gezierte Zeichnung nach einer Münze mit Pius Cat. Allier de Hauteroche Taf. VIII 4 und I-B. Griech. Münzen 1 73 Anm. 2 Taf. X 24.

9 IVLIA AOMNA AVCVS Brustbild

Br. 25 der lulia Domna rechtshin.

M. S.

COL AVC links, COM AM rechts, ENOAVM im Abschnitt. Legionsadler zwi- schen zwei Signa.

10

Br. 32

IMP CAES M AV links, R ANTO- COL IVL AVC I (prima) F CO links, MA-

NINV|S P F A rechts und unten. Brustbild des leicht bärtigen Caracalla mit Lor- beer, Panzer und Mantel rechtshin.

MENORVM rechts. Thronender Zeus mit nacktem Oberkörper linkshin, auf der Rechten die ihm zugewandte Nike, die Linke am Scepter.

M. S.

Num. Zeitschr. 1884 S. 268, 94 Taf. V g. lesen und zugetlieilt Mionnet Suppl. VII 366, 227, Das nämliche Stück erscheint nochmals falsch ge- IMaionia.

38o

XIV PISIDIA

Br. 33

12

Br. ig

13

Br. 2 2

I

Br. 20

2

Br. 20

Gleichen Stompel.s. COL IVL AVC links, I F COMAM rechts,

ENORV im Abschnitt. Göttin wie auf n. 8 zwischen den beiden g'ewundenen Wien und Paris. Säulen einer Tempelfront.

Duroli eine Verscliiebun^j des Stemj)els vvälirend des Prägens zeigt das Pariser Exemplar am Tempelgiebel einen Doppelschlag, von dem ein zweites C nach AVC herrührt. Babelons Lesung Rev. num. 1886 S. 448 ist deswegen und weil das folgende deutliche I (für Prima) unbeachtet geblieben ist, ungenau.')

IMP CA M AA links, T OCRDIA- NO rechts. Brustbild des Gor- dianus mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

M. S.

Vgl. Huber, Berliner Blätter II

COL COM links, AMEN rechts. Stehende Göttin mit Kalathos und weitem Schleier von vorn, die Rechte an der Seite, in der seitwärts gestreckten Linken Schale.

865 S. igi, 40 (Komana Kapp.).

IMC. C CACr C M AenOC P M... COL C links, OMAMEN rechts. Stehende

Brustbild des Decius mit Fortuna mit Modius, Steuerruder und

.Strahlenkrone, Panzer und Füllhorn linkshin. Mantel rechtshin.

M. S.

K o n a n a

Mionnet Suppl. VII 113, 133 ist eine von Harwood falsch gelesene von Koresia auf Keos.

Münze

AV I KAICAP links, ANTnN€INOC rechts. Kopf des Marcaurel mit Lorbeer rechtshin.

M. S.

KONA links, N€n.N rechts. Die stehenden Dioskuren mit Mützen, kurzem ge- fälteltem Chiton und Stiefeln von vorn, die Köpfe einander zugekehrt, die Arme nach innen gesenkt, nach außen am Speer; oben im Felde Mond- sichel.

Gleichen Stempels. KONAN links, eriN rechts. Stehende

Tyche mit Kalathos, Steuerruder und j^j g Füllhorn linkshin.

') Die genauen Titel der Colonie bat zuerst Berard, Bull, de corr. hell. XVI 419 gegeben.

XIV PISIDIA

381

V 3

Br. 28

AVT [KAIC AP] rechts, ANTnNei- KO NA links, NGnN rechts. Stehender

NOC links. Brustbild des Marcaurel mit kurzem Bart, Lorbeer, Panzer und Mantel linkshin.

Mus. Winterthur.

Men mit Mütze, Mondsichel, kurzem Chiton, Mantel und Stiefeln von vorn, Kopf linkshin, auf der Rechten Pinien- apfel, die Linke am Speer.

Tafel Xlil 21 1/4 AVT K M AV C€- links, AA€-

Br. 29 lANAPOC C€ rechts. Brust- bild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechts- hin.

KONA links, N€nN rechts. Stehender Men wie auf n. 3, aber in der Rechten Schale über flammendem Altar, die Linke am Scepter, dessen Spitze mit der Mondsichel verziert ist.

M. S.

K r e m n a

Tafel XIII 22 V I Weiblicher Kopf mit Thurm- [KjPHMNE links, K (?) rechts. Vordertheil

Br. 13 kröne rechtshin. Pkr. eines springenden Löwen rechtshin,

Kopf von vorn. Pkr.

2-6o M. S.

Tafel XIII 23 2 Ebenso. Ebenso, mit KPHMNE oben, ohne den

Br. 15 Buchstaben im Felde.

Paris, unter Krithote.

Beim Prägen des letzten Stückes scheint der Stempel nicht gereinigt gewesen zu sein, so dass von der Aufschrift bloß die Buchstaben KP und die erste Hasta des H deutlich zum Ausdruck kamen. Die letzten Buchstaben NE sind indes noch sicher zu erkennen.

Bisher waren von Kremna bloß Münzen mit der Aufschrift KPH, früher auf den Namen Kretopolis bezogen, bekannt. Seiner guten Erhaltung wegen führe ich hier eines dieser Stücke an:

7 Tafel XIII 24 3 Ebenso; hinter dem Kopfe KPH unten, f links. Vordertheil eines

Br. 15 Pfeilspitze. springenden Löwen rechtshin. Pkr.

4-20 M. S.;

Cat. Br. Mus. 215, i Taf. XXXV i.

Vgl. I-B. Monnaies grectjues 337, 75 ohne F.

Waddington veröffentlichte eine ähnliche Münze, die einen bärtigen Kopf mit der Thurmkrone zeigen soll.') In Babelons Inventaire n. 3694 ff. figuriert aber

') Rev, num. 1853 p. 37, 2 Taf. II 3.

XIV PISIDIA

kein Stück mit diesem Koi^fe, und es ist anzunehmen, dass die Angabe des Bartes bloß auf einer Täuschung, durch Oxyd oder andere Verunstaltung her- vorgerufen, berulie.

C o 1 o n i e C r e m n a

4

Br. 26

IMP- ANTO rechts, NINVS" AVC links. Brustbild des Pius mit Lorbeer und Mantel rechtshin.

M. S.

DEA[NAE] links, COL CREM rechts. Ste- hende Diana im langen DoiDpelchiton von vorn, Kopf linkshin, Schale in der Rechten, die Linke mit Bogen am Speer; rechts zu Füßen stehender Hirsch rechtshin, den Kopf zurück- wendend.

Üie älteste bekannte Prägung der Colonie ist eine kleine Kupfermünze mit Hadrian und Marsyas, welch letzterer in Cremna als MARON verehrt wurde.^)

5

Br. 35

TaMXIIl25^ 6

Br.

IMP CAES M AVREL ANTO links, NINVS AVC rechtshin. Brust- bild des bärtigen Marcus mit (lewand rechtshin.

26-20 M. S.

. . . O AVC oben, COL CRE im Ab- schnitt. Colonist, mit dem cinctus Gabinus bekleidet, hinter einem Ge- spann von Zebuochsen stehend und pflügend.

Die Aufschrift der Rückseite ist DIVO AVC zu ergänzen und auf den Gründer der Colonie, Augustus, zu beziehen. Eine Münze des Mus. Klagenfurt, mit dem fiildnisse Aiuelians, zeigt den gleichen Tjpus mit der Beischrift DIVO AVC

COL cRe:-)

IMP links, C M AVR rechts. DIAMAE (so) C links, REM rechts. Diana Brustbild des bärtigen Mar- wie auf n. 4. cus mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

M. S.;

Cat. Br. Mus. 216, 5 mit DIANAE.

7 LVCIL links, ACVr . . rechts.

Br. 19 Brustbild der Lucilla rechts- hin.

M. S.

GEN CO links, L CRE rechts. Stehender Genius in kurzem Chiton von vorn, Kopf linkshin, Schale in der Rechten, im linken Arm Füllhorn und Mantel.

^) Kubitschek, Festschrift für O. Bennflorf i8g8 "^j Num. Zeitschr. XVI 1884 S. 276, 113.

S. 189 ff.

XIV PISIDIA

383

^8 P SG links, FfAS C Brustbild

Br. 15 des Geta mit Gewand rechts- hin.

M. S.

COL I PQ) links, €S Cr€ rechts. Schrei- tende Victoria mit Kranz und Palm- zweig linkshin.

n/9

Br. 23

SAB TRANQVIUINAM AVCVSTAM

Brustbild der Tranquillina mit Diadem und Mondsichel an den Schultern rechtshin.

M. S.

COL CR€|MNe links, NSIVM rechts. Schreitender nackter Apollo Propy- laeus mit fliegender Chlamys rechts- hin, den Bogen abschießend.

Tafel XIII 26 nO

r

Br. 21

Br.

OTACI SEVERA AVC Brustbild MID DEAE links, CO QR EM rechts. Sitzen- der Otacilia -Severa rechts- de Mi da linkshin. Schale in der Rech- hin, ten.

München.

IMP CG VIB TR links, CALLVA COL IVL A links, VC F CREM * rechts. . . . A rechts, VC unten. Brust- Derselbe Typus, bild des Gallus mit Lorbeer und Panzer rechtshin.

M. S.;

Inv. Waddington n. 3716 Taf. VIII 15.

r

v/ 12

Br. i!

13

Br. 23

IMP C AF C VO LVSSIANV . . .

Brustbild des Kaisers mit Lor- beer und Mantel rechtshin.

M. S.

IMP CAES P L CALL. Brust- bild des Gallienus mit Lor- beer und Mantel rechtshin.

Mus. Winterthur.

COL IVL links, AVC F CR€M rechts. Ste- hende Fortuna mit Modius, Steuer- ruder und Füllhorn linkshin.

COL IV L links, AVC caE rechts. Apollo Propylaeus wie auf n. g.

\J Tafel XIII 27 14

IMP- C- S- L- DOM- AUR6LIANO COL lULI links, AUC- FSL' rechts, CRCMN

Br. 33 rechts. Brustbild des Kaisers mit Lorbeer und Mantel rechtshin.

13-80 M. S.

I m h o o f- B 1 u m er. Kleinasiatische Münzen. Bd. II.

im Abschnitt. Tempelfront mit zwei gewundenen Säulen und Kranz im Giebel; zwischen den Säulen auf drei Zeilen DON 1 SACR 1 CCRT.

4?

3«4

XIV PI SI DIA

Hiezu gibt es ein Ilalhstiick, dessen Beschreibung" Monnaies greccjiies 337, 78'' ich nach einem anderen Exemplare wiederhole und ergänze:

Tafel XllI 28 15 Ebenso. DON AT links, I oben, O COL CR€ rechts

~^ und zwischen den Füßen eines

Tisches, auf dem zwischen zwei Beuteln eine Preisurne mit zwei 7-80 M S Palmzweigen steht.

Die Bestimmung der kaiserlichen , donatio' ist auf dem kleinen Stücke durch die Darstellung, auf dem großen durch die Aufschrift SACRis C€RTaminiljus ausgedrückt. Ohne diesen Zusammenhang kommen die Worte auch auf griechi- schen Münzen, owpsa und aytovs? lepoi, vor.

L a g b e

I AArBHNnlinks, N rechts. Kopf Geflügelter Blitz. Pkr.

Br. 20 des Zeus mit Lorbeer rechts- hin. Pkr.

7-00 M. S.;

Inv. Wadding-ton n. 3756 Taf. VIII 22.

Von dieser Münze sind in neuerer Zeit mehrere Exemplare in den Handel ge- kommen, alle aus scheinbar gleichen Stempeln.

Die Lage der Stadt bei Ali Eachreddin, nördlich vom Karalitissee, zwischen Kibyra und Isinda, ist durch Inschriftenfunde gesichert.^)

L y s i n i a

y I AV K M A links, ANTriNeiNOC AVCINI links, €nN rechts. Stehende

Br. 28 rechts. Brustbild des jugend- Tyche mit Kalathos, Steuerruder und liehen Caracalla mit Lorbeer Füllhorn linkshin. und Panzer rechtshin.

M. S.

Ähnlich bei Babelon, Rev. num. 1893 ]). 340, 36 Taf. IX 18.

Die genaue Lage der Stadt, zwischen Olbasa und dem Askaniasee, ist noch nicht bekannt.^)

Ramsay, The cilies and hisboprics I l p. 267 f.

-) Ramsay a. a. O. S. 326.

XIV PISIDIA

M a 1 o s

TafelXllIaoyi Bartloser Kopf mit Lorbeer MAAH über, N(JUN unter einer liegenden

Br. 15 rechtshin. Pkr. Keule. Pkr.

3-20 M. S.

Ob der Kopf der Vorderseite Herakles oder einen Kaiser, etwa Vespasinn, dar- stelle, ist nach dem vorliegenden Exemplar nicht zu entscheiden.

Mit dieser Münze erscheint das pisidische Malos zum erstenmal unter den griechischen Prägestätten. Die Stadt wird wiederholt in den Bischofslisten ge- nannt MaXXo; oder MdXoc, ffzoi AaocXsca oder AaScXsta, und Ramsay citiert, ohne weitere Angabe, MdXoc, TZpbc, y^M\i.O(, Saxr^vov.^) Die Lage des Ortes ist noch nicht sicher bestimmt. Nachdem sie Ramsay, Revue arch. 1887 p. 95 mit den Ruinen bei Killidji nördlich vom Buldursee') zu identificieren vorgeschlagen, rückte er sie später ostwärts nach Mallos Ova, auf dem Wege vom Karalitissee nach Side.^)

Nach einer soeben (September iQOi) erlialtenen brieflichen Mittheilung des unermüdlichen, kürzlich wieder \ on einer Reise in Pisidien zurückgekehiten Forschers soll aber der Name Mallos Ova auf einem Irrthum beruhen und gar nicht existieren, dagegen Grund vorhanden sein, Malus mit den Ruinen von Malekkalessi, zwischen Adada (Karabaulo) und dem Kestrosflusse, zu identificieren.

Colonie Olbasa

I IMPE links, ANTON IN VS rechts.

Br. 26 Kopf des Pius mit Lorbeer rechtshin.

M. S.

[CO]L OLBAS E links, NORVM rechts. Ste- hender Bacchus in kurzem Doppel- chiton linkshin, Kantharos in der Rechten, die Linke am Thyrsos mit Taenien. Links zu Füßen Panther.

2

Br. 26

Gleichen Stempels.

M. S.

COL- AVC- O links, L oben, BASE NOR rechts, VjM unten. Legionsadler zwischen zwei Feldzeichen.

Br.

MAR hnks, AVREL CAE rechts. COL AVC O rechts, LB links. Brustbild

Kopf des M a r c a u r e 1 Cae- sar rechtshin.

M. S.

der Minerva mit Aigis rechtshin.

') Asia min. 413.

Sterrelt, ^Volfe Exped. 41g n. 600 608.

^) Asia min. 408 und Karte zu 330.

49'

386

XIV PISIDIA

4 IVn links, A AV(^ rechts. ]irust- I A links, O^AASeNe i-c;chts. Stohende

Br. 25 bild der lulia Domna rechts- Fortuna mit Kalathos, Steuerruder hin. und Füllhorn linkshin.

M. S.

Vol. Niim. Chron. igoo, p. 2()^, 26 Taf. XIV 3.

Tafel XIII ^,0 5 COR PAV links, LA M AVC rechts. COL OLB links. AS EN rechts. Stehende

Br. 18 Brustbild der Paula rechts- nackte Venus mit Ringen über den hin. Fußknöcheln von vorn, Kopf links-

hin, die Rechte an der Bru.st, die Linke vor dem Schoß; rechts neben ihr Hy- ]\'[ c; dria und darüber Gewand.

P a 1 a i o p o 1 i s

Br. 20

(t)AVCT€INA rechts. Brustbild der jüngeren Faustina rechts- hin.

M. S.

nAAAlOnOA links, GITriN rechts. Ste- hender Men mit Mütze, Mondsichel, kurzem Doppelchiton und Mantel links- hin, die Rechte vorgestreckt, die Linke am Scepter.

Br.

AV K M AV links, A[NTnNei- nAA€OnO links, AG ITriN rechts. Sitzen-

NOC] recht.s. Kopf des Ela- gabalus mit Lorbeer rechts- hin.

M. S.

der Zeus mit nacktem Oberkörper linkshin, auf der Rechten die von ihm abgewendete Nike, die Linke am Scepter.

J 3 Br. 24

AV K M AV C€ links, AA6IAN- APOC rechts. Brustbild des Kaisers mit Lorbeer und Mantel rechtshin.

M. S.

nAA€0 links, nOAeiTnN rechts. Ste- hender Men mit Mütze, Mond.sichel, kurzem Chiton, Mantel und Stiefeln rechtshin, die Rechte an dem auf einen »Stierschädel gestützten Scepter, in der Linken Schale.

Panemoteichos

Fl ifdliiiuler liat avis der Für.stlicli W'aldcrk'schen Sammlung zu Arolsen eine Münze beschrieben, deren Bildnis die jüngere Faustina darstellen und deren unvollständige .'\ufschrift der Küi-kseite auf den Namen der Ahonuteiriiiten zu

XIV PISIDIA

387

ergänzen sein soll.') Diese Beschi eihun;^ ist u alirsclieinl ich wie folgt zu be- richtigen:

I ANNIA 4)AVC Brustbild [HANG MO] T€IX€ITnN Dionysos etc.

Br. 25 der Annia Faustina, Gemah- lin des Elagabalus, rechtshin. Gegenstempel mit C (?).'^)

Uber die Lage der Stadt, nördlich von Ariassos, s. oben Keraia S. 376.

2 AVT I K M AV C€V AA links,

Br. 37 oben, lANAPOC CGB rechts.

Kopf des leicht bärtigen Alexander mit Strahlenkrone rechtshin.

Löbbecke.

nAN€M links, OT€IX oben, 6|ITnN rechts. Stehender x\res(?) in Helm und Pan- zer rechtshin, die Rechte am Speer, an den ein Schild gelehnt ist, die Linke der ihm gegenüberstehenden Tyche reichend, die auf dem Haupte den Kalathos, im linken Arm das Füllhorn trägt. Zwischen beiden flam- mender Altar.

Pappa Tiberia

I TIB[6PI€UJ]N Brustbild der Ty- Br. 17 che mit Thurmkrone und Gewand rechtshin. Pkr.

Mus. Berlin.

TTATTTTIHNUJN Stehender gehörnter Pan in menschlicher Gestalt linkshin, die rechte Hand vor den Augen (Ge- berde des Spähens), in der Linken das Pedum. Pkr.

Dieses Stückes ist beiläufig gedacht worden, als ich auf einer Münze mit verwilderter Schrift, aus der Zeit des Decius, den un\ ollständig erhaltenen vStadtnamen TT[ATTTTI-IN]UUN zu lesen vorschlug.^) Da aber diese Münze den Namen eines Archonten zeigt und Pappa als pisidische Stadt*) nicht zur Provinz Asia zu zählen ist, so blieb zu erwarten, dass jene Zutheilung sich als nicht zutreffend herausstellen werde. Und in der l'hat gehört das fragliche Stück Priene. Diese Berichtigung verdanke ich meinem Freunde, Herrn Director Dreßel, der mich auf zwei kürzlich vom Berliner Museum aus Priene erworbene ähnliche Exemplare der Münze aufmerksam zu machen die Güte hatte; auf einem derselben ist deutlich H(JU9MHnn zu lesen. S. oben vS. 95, 9 und 10.

') Berliner Blätter I 140.

Nach der Größe des Stückes sollte man B er- warten.

I-B. Monnaies grecques 468, 55 und nach dieser ergänzt Inv. Waddington n. 3779.

Ramsay, Asia min. 332, 4; 398, 13. Sterrett und Ramsay glauben Pappa in der Nähe der Colonie Antiochia, bei Tscharyk .Serai, etwa zehn Kilo- meter nördlich vom Karalitissee, gefunden zu haben.

388

XIV PISIDTA

Tafel XIV

I

Br.

Pednelissos

Nachdem die Ruinen bei Syrt für Etenna in Anspruch genommen worden sind,') bleil)t Pednelissos, wie schon Ramsay-) und Radef^) vorcreschlagen Iiaben, weiter westwärts zu suchen. Einer Verlegung der Stadt in das Gebiet zwischen den I'lüssen Eurymedon und Kestros widersprechen weder die An- gabe Strabons (667), dass Pednelissos über Aspendos liege, noch der bekannte Kriegsbericht des Polyl)ios. Radet schlägt dafür die Gegend von Tschandir, zwischen Selge und Kremna, vor, und diese Ansetzung scheint vor anderen nördlicheren den Vorzu'>" zu \er(lienen.

AAPI links, ANOC rechts. Kopf des Kaisers mit Lorbeer rechtshin.

M. S.

TT6ANH rechts. Stehender nackter Apol- lo n linkshin, in der Rechten Bogen (?), den linken Arm an eine Stele ge- lehnt.

Tufcl XTV 2 J 2

Br. 15

AVPHAIOC rechts, KAI links. Kopf des Marcaurel Caesar rechtshin.

S.

M

Vgl. Cat. Br. Mus. 234, 2 Taf, XXXVII 5

neANH links, AICC€ rechts. Stehender Gott mit Kalathos und Mantel von vorn, Kopf linkshin, Schale in der Rechten, die Linke an einem Zweig mit Blätterbüschel.

J 3

Br. 1 9

A- r [I- OV]H- links, MAIIMOC n€ANHA links, ICC rechts, €nN im Ab-

rechts, €V- C- unten. Brust- bild des Maxi min US (nicht Maximus) mit Lorbeer, Pan- zer und Mantel rechtshin.

M. S.

schnitt. Sitzender Zeus mit nacktem Oberkörper linkshin. Schale in der Rechten, die Linke am Scepter. Links zu Füßen Adler.

Vgl. Mionnet III 510, 100 mit angeblich sitzender Frau.'

v4 AV K M lOV C60V (})iAinnoc

Br. 18 ev Brustbild des Philippus mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

M. S.

neANH links, AICCenN rechts. Stehende Tyche mit Kalathos, Steuerruder und Füllhorn linkshin.

Auch hier ist das Bildnis iler Vorderseite Porträt des Vaters, nicht des Sohnes, wie es der Beiname Se\erus bedingen würde.')

') S. oben S. 368.

Amcr. jourii. of nrch. IV 272.

•") Revue arcli. lS<)3 II M).?!!'. *) I-B. Griech. Münzen 172.

XIV PISIDIA

389

P o g 1 a ^)

Vi AVTO- KAICAP links, ANTriNSI-

Br. 20 NOC rechts. Kopf des Pius mit Lorbeer rechtshin.

Im Handel.

nnrA links, enN rechts. Stehende Artemis in kurzem Chiton rechtshin, die zurückgebogene Rechte am Kö- cher, in der Trinken Bog^en; vor ihr stehender Hirsch rechtshin, den Kopf zurückwendend.

J Br. 34

AVT K A Cen links,

. OC [rrnr] links, AGn.N rechts. Unter einem

TT€ rechts. Brustbild des Severus mit Lorbeer und Schuppenpanzer rechtshin.

2070 M. S.

von zwei dicken Säulen getragenen Bogen das Cultbild der Artemis Pergaia mit je drei Figuren auf zwei horizontalen Streifen des Kleides.

^3 A K M AVP links, ANTnNINOC

Br. 25 rechts. Bru,stbild des jugend- lichen Caracalla mit Lorbeer und Schuppenpanzer rechts- hin.

S.

Vyi. Cat. 'riKjrwuldsen

Ebenso, mit N im Abschnitt.

74, 171 Taf. IV 171.

Die Münze bei Mionnet Suppl. VII O2, 172 ist niclit von Pogia, sondern von Samos.^)

P r o s t a n n a

Tafel XIV 3 vy I Behelmter Kopf rechtshin. TTP« Dreibein rechtshin. Pkr.

Br. 15 Pkr.

2"oo M. S.

/2 Ebenso. Dreibein linkshin. Pkr.

Br. 14

1- 93 M. S.

3 Ebenso, aber ohne Pkr. Ebenso. Pkr.

(/ Br. 1 4

2- 43 M. S.

1) über die Lage und Inschriften von Pogla s. -} Muret, Mel. de num. II 77, 158.

* Rostowzew, Jahreshefte IV Bcibl. 38—46.

39°

XIV PISIDIA

T;ifcl Xl\- , 4 Kopf des Helios mit StrahlcMi

Br. 1 5 rechtshin.

Gotha.

TTP» links. .Stehender nackter Hermes linkshin, die Rechte mit Attribut(?) vor- gestreckt, in der Linken Heroldstab.

iJiese Münzfii dalic-ren, wie die ebenso rollen gleiclizeitij» en \on Adada mit Stierkopf und Dreibein (s. oben S. 354) aus dem ersten Jahrliundert v. Chr. Die übrigen so^jenannten autonomen Münzen von Prostanna^i gehören der

ende:

Kaiserzeit an, so aucli die ioig

Tafel XIV 6 5 Brustbild des Helios mit

Br. 15 .Strahlenkrone und Gewand rechtshin. Pkr.

2-40 M. S.

nPOCTA links, NNenN rechts. Cultbild einer Göttin mit Schleier über Kopf und Rücken von vorn, die Beine ge- schlossen, die Unterarme seitwärts gestreckt.

7 6 Br.

27

7

Br.

31

AVT KAI AN links, T/lNSINn 6VC rechts. Brustbild des Pius mit Mantel rechtshin.

M. S.

nPOC links, TANN€ rechts, riN im Ab- schnitt. Die stehenden nackten Dio- skuren, mit je einem Stern über den Mützen, einander zugewandt, die eine Hand, nach außen, am Speer, in der anderen Schwert und Chlamys. Zwi- schen den Sternen Mondsichel.

Der Name des Kaiseis stellt in der Dati\ form, die, wie die Genetivfoim (s. unten n. 394 n. 17), auf griechischen Münzen selten vorkommt.

AV K A CG links, C60VHP0C n rechts. Bru.stbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

Im Handel.

TTPOCTAN links, N€nN rechts. Tempel- front mit zwei Säulen und Adler im Giebel. In der Mitte stehender INIen von vorn, eine Mondsichel auf der Mütze und eine andere an den Schul- tern, in kurzem Chiton, JNIantel und Stiefeln, die Unterarme seitwärts ge- streckt, in der rechten Hand Rolle (?), auf der linken Pinienapfel. Zu beiden Seiten des Kopfes zwei gegenüber- gestellte Hähne und zu Fül3en des Gottes links und rechts je ein Löwe(?).

Abgebildet W. Rosclier, Über die Keiterstatue lulius Caesars (Ber. der k. sächs. Ges. der Wissensch. 1891) S. 131 Taf. 1^ 14. Vgl. Num. Chron. X 96 f.

') C-it. Hr. l\Ius. 238, 1—4.

XIV PISIDIA

/8 Br.

lOVAIAN links, MAMGAN Ce 25 rechts. Brustbild der lulia Mamaea mit Diadem rechts- hin.

M. S.;

nPOCTAN N€|n.N auf zwei Zeilen links, TIOV|AOC auf zwei Zeilen im Ab- schnitt. Der bärtige Flussgott Tiul OS mit nacktem Oberkörper linkshin am Boden sitzend, Zweig in der am Knie ruhenden Rechten, den linken Arm über der umgestürzten Wasserurne.

Inv. Waddington n. 3802 Taf. VIII 25.

Auch Butkowski hat ein Exemplar dieser Münze beschrieben/) aber, wie ge- wohnt, mit allerlei Unrichtigkeiten. Hier erklärt er die Aufschriftsform der Vorderseite als Dativ, und Tiulos als Beamtennamen T. lOVAOC.

9

Br.

Tafel XIV 4 i/ lO

Br.

AVT K no AIK OVAA6PIANOC-

Brustbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

M. S.;

nPOCT|A links, NN€nN rechts. Stehen- der .Sarapis mit Kalathos von vorn, Kopf linkshin, die Rechte erhoben, in der Linken das Scepter schräg haltend.

Berlin. Drexler, Num. Zeitschr. 1889 S. ig8.

•nPOcTAN links, NSnN rechts, BIAPOC im Abschnitt. Der Berg Viaros mit einer Fichte auf der Spitze.

AV K W links, AVP KAAVAIOC 31 rechts. Brustbild des Kaisers mit Lorbeer vmd Panzer rechtshin.

M. S.;

Inv. Waddington n. 3808 f.

Vgl. A. Markl, Num, Zeitschr. XXXII 157, 4 Taf. VII 4.

Auf anderen Exemplaren ist der Name des Berges OYIAPOC geschrieben.^) Nach Ramsay und Kiepert soll Prostanna mit dem jetzigen schön gelegenen Egerdir, am Südende des gleichnamigen Sees, zu identificieren sein.^)

Sagalassos

I Stoßender Stier rechtshin. CA in Lorbeerkranz.

Br. 13

i-go M. S.

Tafel XIV 7 2 Kopf des Hermes; vor der CA|r links, AAAC rechts. Löwe links-

Br. 1 2 Schulter Heroldstab. Pkr. hin, auf den Hinterbeinen stehend.

1-67 M. S.

') Ree. spec. de grandes curiosites etc. Paris 1892 13. u. a. p. 36. ^) Ramsay, Asia min. 407. Ansichten bei L. de

2) Cat. Br. Mus. 239, 9 und 10 Taf. XXXVII Laborde, Voyage de l'Asie mineure 1838 p. III. Imhoof-Blumer, Kleinasiatische Münzen. Bd. II.

39^

XIV PISIDIA

Tafel XIV 8 3

Br. 13

Gleichen Stempels.

i.6o M. S.

CAFAA oben, AC unten. Stehender Bär rechtshin, einen Thierschädel bena- gend. Pkr.

Tafel XIV 9 4

Br. 15

Brustbild des Hermes mit Pe- CA links, TA rechts. Brustbild des Men

tasos, Chlamys und Herold- stab hinter der Schulter, rechtshin. Linienkreis.

2- II M. S.

mit Mütze, Chlamys und Mondsichel rechtshin. Linienkreis.

Tafel XIV TO 5 Brustbild der Athena mit Ge-

Br. 16 wand rechtshin. Pkr.

3-30 M. S.

Vgl. Fox, Greek coins II Taf. VI 124 mit CA TAA

CA links, TAAAC rechts. Brustbild des Men mit bekränzter Mütze, Chlamys und Mondsichel rechtshin. Pkr.

6 Kopf des jugendlichen Hera-

Br. 16 kies mit Löwenfell rechts- hin. Pkr.

2-44 M. S.

CAF links, AAA rechts. Derselbe Typus, ohne Kranz an der Mütze. Pkr.

6^

Br. 17

Ebenso.

3-00 M. S.

CAFA links. Schwebende Nike mit Kranz und Palmzweig linkshin.

7

Br.

FAIOC KAICA|P Kopf des Cali- gula rechtshin.

Im Handel.

CAFAAAlCCeUUN vStehender Heros Lake- daimon (?) in Helm und Panzer links- hin, Nike auf der Rechten, in der Linken Schwert.

8 NSPOVAC KA rechts, IC AP links.

Br. 24 Kopf des Nerva mit Lorbeer rechtshin.

Im Handel.

CAFAAACC6 links, CUN rechts. Sitzender Apollon mit nacktem Oberkörper linkshin, den Kopf zurückwendend, die Rechte am Knie, die Linke an der auf ein Postament gestellten Lyra.

9 AAPIA rechts, KAIC links, Brust-

Br. 1 5 bild des Kaisers mit Lor- beer, Panzer und Mantel- falte rechtshin.

CA links, FAAAC rechts. Brustbild des Men mit bekränzter Mütze, Chlamys und Mondsichel rechtshin.

M. S.

f

XIV PISIDIA 393

9

MV 1 i>.Mi iiuKS, AiN 1 iiiNiiN reciits.

v_ M 1 A /\ iinKS, MV- tzA iiN reciits. xveiLeii-

Br.

30

Brustbild des bärtigen Marc-

der Men mit Mütze und Mondsichel

aurel mit Lorbeer, Panzer

an den Schultern, im Schritt links-

und Mantel rechtshin.

hin.

M. S.

9"

(t)OVA TTAAVTIAAA C6BACTH

CArA links, AACCenN rechts. Stehende

Br.

24

Brustbild der Plautilla rechts-

Demeter in Doppelchiton und Schlei-

hin.

er linkshin, Mohn zwischen Ähren in

der Rechten, die Linke an der Fackel;

M. S.

vor ihr Altar oder -Cista.

Iii

MVI |N |Vl V^IC/\ V-ClVnj llIlKSj

C ArA A Af"^C r\ Kl r\\\c\Y^ ^Qnlo \Y\ (\c^v V- M 1 M /\ M V- V- C Jk i. IN OUeil. 0 a U 1 c, III

Br.

26

MAKP€INOC AVr rechts. Brust-

oberen Hälfte mit Figuren (?) verziert;

bild des Kaisers mit Lorbeer

links und rechts je unter einem von

und Panzer rechtshin.

zwei Säulen getragenen Bogen ein

cylindrischer Altar, vorn mit einer

Mondsichel verziert vmd von einem

Mus. Berlin.;

Stern überragt.

Paris. Mionnet III 514, 123;

Cat. Br. Mus. 244, 23 und 24.

Das Berliner Exemplar wird hier

abgebildet wegen der trefflichen Erhaltung

der dargestellten Dioskurenaltäre und der Säule. Auf späteren Münzen erscheinen

diese in architektonischer P2inrahmung.^)

II

lOVAlA links, MAICA C€B rechts.

CArAAjA links, CC€nN rechts. Stehen-

Jjl.

29

Brustbild der lulia Maesa

derjugendlicher Heros (Lakedaimon)

mit Diadem rechtshin.

in Helm, Panzer, Mantel und Stie-

feln linkshin, auf der Rechten Globus

mit der ihm zugekehrten Nike, in der

M. S.

Linken Speer.

12

AAeiA links, NAPOC rechts.

CAfA links, AAC rechts. Schwebende

Br.

13

Brustbild des Kaisers mit

Nike mit Kranz und Palmzweig link.s-

Lorbeer, Panzer und Mantel

hin.

rechtshin.

M. S.

') Cat. Br. Mus. 247, 40 Taf. XXXVIII 12.

50*

394 XIV PISIDIA

15 *o

AVT k r lOV MA[HMIN]OC AV

CAFA links, AACCSnN rechts. Stehender

Br.

33

Brustbild des Kaisers mit

Asklepios von vorn, Kopf linkshin,

Lorbeer, Panzer und Mantel

die Kochte am Schlangenstab, die

rechtshin.

Linke an der Hüfte.

M. S.

H

AV K r lOV MAUMI AVT

CAr|AA links, ACCCriN rechts. Stehen-

Br.

29

Brustbild ebenso.

der Man mit Mütze, Mondsichel, kur-

zem Doppelchiton, Mantel und Stiefeln

linkshin. Schale in der Rechten, die

M. S.

Linke am Scepter.

15

MA links, UMO rechts. Kopf

^ A A 1 ' 1 A A *~ 1 J ~\ IT 1

CAr|A links, AAC rechts. Men ebenso.

Br.

1 2

des Caesars rechtshin.

ohne Mantel.

M. S.

16

MAU links, MOC KAI rechts.

CAf links, AAACC6 rechts, /IN rechts im

Br.

19

Kopf des Caesars rechtshin.

Felde. Stehende Tyche mit Kalathos

Steuerruder und Füllhorn linkshin.

M. S.

17

AV KA MA lOV (})IAinnOV C

CATAAACCenN oben. Die Dioskuren-

Br.

29

Brustbild des jüngeren Phi-

altäre und Säule wie auf n. 10 (die

lipp mit Lorbeer, Panzer und

Mondsichel abgerieben); im Abschnitt

Mantel rechtshin.

Schlange linkshin.

M. S.

Die Schlange im Abschnitt kommt auch auf Münzen mit der Etruscilla und des

Claudius II vor.')

Auf die Seltenheit der Genetiv-

und Dativform für Kaisernamen ist oben S. 390

aufmerksam gemacht worden.

18

Ebenso.

CAFAAACCenN Der Heros Lakedaimon

Br.

29

wie auf n. 11.

Im Handel.

^) Berliner Blätter II 1865 S. 186, 24 und Anm. über der Säule steht nicht für nptüxyj, sondern ist Inv. Waddington n. 3890 Taf. IX 7; die Schlange ein Theil der Aufschrift, ist in der Beschreibung nicht erwähnt, und das A

XIV PISIDIA

395

ifelXIVlS ,g

Br. 29

AV K r M TP A6KIOC Brustbild des Decius mit Lorbeer, Pan- zer und Mantel rechtshin.

M. S.

(^ArAAACCeriN Brustbild des Men mit bekränzter Mütze, Gewand und Mond- sichel an den Schultern rechtshin. Eine zweite Mondsichel, hinter dem Kopfe, steht für die Initiale C.

19" ePG GTPO links, VCKIAAA CB

Br. 28 rechts. Brustbild der Etrus- cilla mit Diadem und Mond- sichel rechtshin.

M. S.

Ebenso.

19"

Br. 2l

Ebenso, gleichen Stempels.

M. S.

CArAAACC links, €nN rechts. Brustbild des Helios mit Strahlenkrone und Gewand linkshin.

ifelXIVi4 20

Br. 37

AV K n A OVAAGPIANON Brust- nPniTH links, [niC|lA]n.N rechts. CAfA- bild des Kaisers mit Lorbeer, AAC|C€'|nN auf zwei Zeilen im Ab- Panzer und Mantel recht.s- schnitt (I als Wertzeichen). Tempel- hin, front mit acht Säulen und Adler im

Giebel; zwischen den inneren Säulen Bru.stbild eines Cultbildes mit Kro- ne (?) von vorn zwischen Palmzweig (?) 21-30 M. S.; links und flammendem Altar rechts.

Inv. Waddington n. 3873 Taf. IX 5 (^imm).

Eine Erklärung des roh geschnittenen Tempelbildes ist einstweilen nicht zu geben. Auf unserem Exemplare scheint es an Stelle der Arme Vorsprünge wie an Hermen zu zeigen. Das gleiche Bild, ohne Tempel, findet sich noch auf Münzen aus der Zeit des Treb. Gallus, sehr verschiedenartig beschrieben Cat. Br. Mus. 247, 39 Taf. XXXVIII 10 und Inv. Waddington n. 3872 Taf, IX 4.

21 Ebenso. CATAAA links, C[C€ rechts, Mn im Ab-

Br. 31 schnitt, I links im Felde. Sitzender

nackter Hermes rechtshin, die Rechte (mit Heroldstab?) am Sitze, auf der vorgestreckten Rechten das Diony- i5"40 M. S. soskind.

Das Bild dieser Münze war bis jetzt bloß aus Prägungen mit Claudius II bekannt.^)

Cat. Br. Mus. 248, 42 Taf. XXXVIII 14 mit Gallienus und der Bändigung des Kestros zeigt vermuthlich, wie andere Exemplare gleicher Größe, ^) das

') I-B. Monnaies grecques 339, 84 Taf. V 166.

I-B. Griecb. Münzen 175, 508.

396

XrV PISIDIA

Wertzeichen nicht, wie angegeben I. Die Kolossalfigur, die den vStier an einem der Horner packt, vermag ich nicht für weiblich und gar für die Stadt- göttin (a. a. O. S. CV'IIl) zu lialten, sondern, nach ihrer Übergröße und nach Kopf und Brust zu urtheilen,') für männlich. Auf wen sie aber zu beziehen ist, ist schwer zu sagen. Der über den Kopf gelegte Arm ist eine Geberde, die außer ApoUon auch Dionysos eigen ist. Vielleicht soll sie hier, in unbe- holfener Weise- dem ruhenden Gotte entlehnt, Dionysos bezeichnen, der ähnlich, von Pan begleitet, auf anderen Münzen von Sagalassos (a. a. O. S. CVII 4) vorkommt. In diesem F'alle wäre Dionysos, den eine Inschrift 6 TZXzpGiOq Aiovuot? nennt, ^) etwa als Culturgott, der die rohe Gewalt des Flusses bekämpft, aufzu- fassen. Befriedigend scheint mir indes auch dieser Erklärungsversuch nicht zu sein.

22

Br. 34

A KOPNHAIA CAAnNINA ces, CArAA|A links, CC€UN rechts, 1 links im

rechts I. Brustbild der Sa- lonina mit Diadem und Mond- sichel rechtshin. 16-42 M. S.

Die Rückseite dieses Stückes ist

Felde. Stehender vSarapis von vorn, Kopf mit Kalathoslinkshin, die Rechte erhoben, in der Linken Scepter.

gleichen Stempels wie die des folgenden.

23 AV- K- TT- links, A- oben, OVAA6-

Br. 34 PlAN[ON] rechts und I Brust- bild des älteren Valerianus mit Lorbeer und Mantel rechtshin. i8-oo Im Handel.

Gleichen Stempels.

24

Br. 30

C€- CAAn links, N€INA rechts. CAfA links, AACCeUN rechts. Stehender

Brustbild der Salonina mit Diadem und Mondsichel rechtshin. 14-20 M. S.;

Adler rechtshin, den Kopf mit Kranz im Schnabel zurückwendend und die Flügel schlagend.

Br. Mus. Num. Chrcm. 1899 p. 106, 32 Taf. IX 9.

Tafel XIV 15

CATAA links, A oben, CC€nN rechts. Pinienapfel und Mondsichel dar- über.

25 AK KOP CA? Brustbild

Br. 19 des Saloninus(?) mit Strahlen- krone, Panzer und Mantel rechtshin. 4-00 M. S.

Waddingtons Stück mit Valerianus dem jüngeren und den Mensymbolen, etwas größer als das obige, ist mit B als Zweiassaria bezeichnet.^) Auf unserem ist

Es liegen mir fünf Exemplare mit diesem Typus in Originalen und Abgüssen vor. Vgl. I-B. Griech. Münzen 176, 509 Taf. XI 2 mit K€CTPOC.

"■') Lanckorofiski II n. 212.

Rev. num. 1853 Taf. II 4; Inv. Waddington 3882 Taf. IX 6.

XIV PISIDIA

397

26

Br. 21

das dritte A s(j auffallend in die Höhlung der Mondsichel an Stelle des Sterns gestellt, dass es zugleich als Wertzeichen für 'Aaaap:ov gelten kann.

Ebenso.

M. S.

CAr AAACC€UN Sitzender Hephaistos mit Mütze rechtshin, in der Rechten den Hammer schwingend, mit der Linken den runden Schild auf dem linken Knie haltend.

Tafel XIV 16

27

Br.

AV K M AVP links, KAAVAION rechts. Brustbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Man- tel rechtshin.

12-30 M. S.

C links oben, AfAAACCe rechts, n.|N links unten, links im Felde. Stehen- der nackter Jüngling von vorn, Kopf linkshin, mit der Rechten ein Tro- paion bekränzend, die Linke mit Gewand an der Seite.

Tafel XIV :

28

Br. 27

Ebenso.

9-35 M. S.

CArA links, AACCenN recht.s. Sitzender nackter (?) Hephaistos mit spitzer Mütze rechtshin, in der erhobenen Rechten den Hammer schwingend, mit der Linken einen runden Schild auf den Knien haltend. Im Abschnitt Ähre oder Zweig.

Die beiilen letzten Münzen, sowie die folgenden von Seleukeia und Selge mit Claudius, waren bereits in unserer Tafel aufgenommen, als A. Markls ,das Provinzialcurant unter Kaiser Claudius Gothicus', in der Num. Zeitschr. XXXll 14g 183 mit den Abbildungen Taf. XII 62 und XIII 66 erschien.

Tafel XIV 18 J I

Br. 15

Seleukeia

Kopf des Zeus mit Lorbeer ZEAE[Y] rechts, KE links. Adler auf rechtshin. Blitz rechtshin; darunter T? Das

Ganze in einem Kranze.

4-27 M. S.

2

Br. II

Biene.

ZEAEY rechts, KEnN links. Ahre mit zwei Blättern.

Soutzo, Rev. num. i86g p. 183, 46 Taf. VIII 46, wo in der Abbildung der Rückseite fi links im Felde zu stehen scheint.

Beide Münzen sind gleichen Ursprungs. Soutzo theilte die seine Seleukeia am Kalykadnos zu; sie hat aber so wenig als die andere kilikischen Charakter.

398

XIV PISIDIA

Entweder gehören sie Seleukeia Tralleis') oder dem jjisidischen Seleukeia Sidera (Selef).^) Für 'IValleis sclieinen sie indes niciit alt genug zu sein, da dieses spätestens igo \. Chr. den alten Namen wieder angenommen hatte, und die in Frage stehenden Münzen eher aus dem ersten als aus dem zweiten Jahrhundert v. Chr. stammen. Die pisidische Stadt, vermuthlich die Gründung eines späteren vSeleukiden als des Seleukos Nikator, scheint daher die obigen Prägungen mit größerer Wahrscheinlichkeit beanspruchen zu können.

AAPIANOC rechts, KAICAP links. KAAVAIO rechts, CGA€VK€nN links. Ste-

Br. 18 Kopf des Kaisers mit Lor- beer rechtshin.

M. S.

hender Kaiser in Panzer und Stie- feln linkshin, Schale in der Rechten, die Linke am vSpeer.

J AVT K M AVP ANTnN€INOC

Br. 19 Brustbild des unbärtigen Caracalla mit Lorbeer, Pan- zer und Mantel rechtshin.

M. S.

KAAVA links, IOC oben, €A6VK€nN rechts. Stehende Hygieia, die Schlan- ge fütternd rechtshin ; ihr gegenüber stehender Asklepios von vorn, Kopf linkshin, die Rechte am Schlangen- stab, die Linke an der Seite.

7 3"

Br.

AVTO KAIC M links, AVP ANTO Brustbild ebenso.

Mus. Winterthur.

KAAYAlOCe links, A€VK€n.N rechts. Ste- hender Dionysos linkshin, Kantha- ros in der Rechten, die Linke am Thyrsos.

^ Br.

[(|)OY]A nAA links, VTIA- CSB 20 rechts. Brustbild der Plau- tilla rechtshin. M. S.

Vgl. Mionnet Suppl. VII 129, 185 (Vaillant)

KAAVAIOC links, eA€VKenN rechts. Ste- hende Hygieia rechtshin, die Schlan- ge fütternd.

4"

Br. 23

lOV KOP nAVAA C€ rechts. Brustbild der lulia Paula rechtshin.

Im Handel.

KAAVAIO links, CGAeVKG rechts, /IN im Abschnitt. Jagende Artemis in kur- zem Doppelchiton rechtshin, die Rech- te über dem Köcher, in der vorgestreck- ten Linken Bogen; an ihrer rechten Seite stehender Hirsch rechtshin.

') Imhoof, Lydisclie Stadtmünzen 168 ff. Etenna (Syrt) und Side bei Tschaitschi gelegen.

^) Ein viertes .Seleukeia, von dem keine Münzen Lanckororiski II 196 ff.

vorlianden sind, war das pamphylische, zwischen

XIV PISIDIA

399

JS AVT K M AVP CSV A links,

Br. 23 A€IANAPOC CGB rechts.

Brustbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Man- tel rechtshin. M. S.

Rückseite uboebililet Kosclier a. a. O. Tat. I'' 11.

KAAVAIOC links, €A€VKenN rechts. Reitender Men mit Mütze und Mond- sichel im Scl'ritt rechtshin.

Tafel XIV 19

Br.

AVT K M AV C€ links, AASXAN- APOC rechts. Brustbild eben- so.

M. S.

KAAVAIOC€ links, A|€VK€nN rechts. Ste- hender nackter und bärtiger Hera- kles linkshin, die Rechte an der Keule, in der Linken Löwenfell und Hermesstab.

s/1

Br. 26

AV K MAP AN links, TOPAIANOC KAAVAIO links, CeA€YK€nN rechts. Ste-

rechts. GV C€ unten. Brust- bild des Kaisers mit Lor- beer rechtshin, Gewand an der linken Schulter.

M. S.

hender Men mit Mütze (ohne Mond- sichel) und langem Chiton rechtshin, die Rechte am Scepter, in der ge- senkten Linken einen Zipfel des Man- tels haltend, den linken Fuß auf Stier- schädel.

Tafel XIV 20 8

Br.

CABINIA links, TPANKVAAINA rechts, C€ unten. Brustbild der Tranquillina mit Diadem rechtshin.

I\L S.

Vgl. Inv. Waddiiv^ton n. 3910.

KAAVAI OC links, 6A|eYK€ rechts, [nN] im Abschnitt. Tempelfront mit zwei Säulen und Schild im Giebel; darin aufgeringelte Schlange rechtshin auf einem Altar; rechts neben dem Tem- pel flammender Altar.

Tafel XIV 21 v 9

Br.

I

KAAVAI O C €A€VK€nN ; im Abschnitt 30 rechts. Brustbild des Kaisers OVAINAOC Bärtiger Flussgott mit

nacktem Oberkörper linkshin am Bo- den sitzend. Zweig in der Rechten schulternd (?), den linken Arm am Kruge, dem Wasser entfließt.

Markl, Num. Zeitschr. XXXII 179, 70 Taf. XIII 09.

Auf einer amlfirn Münze mit Caracalla oder Elagabal ist der Name des Fliiss- gottes OYA€NAOC geschrieben.^)

AV K M links, [AVP KAAVAIOC) rechts. Brustbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Mantelfalte rechtshin.

17-50 M. S.

') Rev. num. 1884 p. 34, 44 Taf. II 19 = Cat. Br. Mus. 252, 4 Taf. XXXIX 2, an beiden Stellen Im h o o f - B 1 u m e r. Kleinasiatische Münzen. Bd. U.

unriditi;; OPAGNAOC "elesen.

40n XIV PISIDIA

Selge

Hei der Resj)reclning der Münzen von Aspendos h:ibe ich bereits die Münzen ;uis;^eschieden, die biJ.her irrlliümlirherweise Sel<je zugetlieilt waren. Ich glaube (iaiiiit nachgewiesen zu Iial)en, dass als erste, etwa 400 v. Chr. beojnnende l*räoung der Sel^^ier eine Staterserie zu betrachten ist, die als Aufschrift pisi- dische Formen des Ethnikons und als Beizeichen in der Regel einen Astra- galos führen.') bi dieser Serie sind bloß zwei Varietäten bekannt, die neben dem Astragalos das üreii)ein, und zwei weitere mit dem tiefer als gewöhnlich ausgeprägten Quadrate, die als Reizeichen nur das Dreibein zeigen und, wie ich l)ereits früher betont habe,^) die älteste Prägung der vSelgier und eine (lirccte Nachbildung der aspendischen Statere darstellen. Die Aufschrift des einen der letzteren Stücke lautet E^TAELIIY?, eine Form, die mit dem an- lautenden E nie wiederkehrt. Die anderen h'ormen sind

^TAETEIY^, Reizeichen Dreibein^)

^TAETEY^, und Astragalos

^TAELIIY^, Astragalos

^TAELIY^, ")

^TAEriY^,

^TAEnO^,

^TAETION,

Die Mehrzahl dieser Statere ist, wie die aspendischen, mit theils gleichen, theils \erschiedenen Gegenstempeln versehen, s. das Verzeichnis S. 312 t. Da diese Kinstempelungen, von denen hier eines der interessanteren Beis|)iele folgt, um 360 V. Chr. aufgehört hatten, so ist dadurch auch der ungefähre Zeitpunkt festgestellt, wann die erste Staterprägung tier vSelgier ihren Absc-hluss erreichte.

T;ifelxiV22 I Zwei iiackte Ringer. Pkr. Aufschrift durch die Stempel zerstört.

S. 23 Schleuderer rechtshin; rechts zu

seinen Füßen sitzender Vogel rechts- hin, darüber Astragalos und Dreibein. Links und unten die drei Gegenstem- pel n. I, 2, 13. Das vertiefte Quadrat 1070 Lübbecke. bloß unten ausgeprägt.

Der eingestempelte Gott, der in jeder Hand einen Adler emporhält,'') kommt als Münzt\ pus nicht, vielleicht aber auf antleren Monumenten \()r.

Die Statere mit dem lithnikon in griechischer l'orm, ZEAFEriN und CEATEnN, auch ZEAFEON,'') sind in zwei Grup])en zu scheiden, von denen ich hier je ein Reis])iel anführe:

') ZfN V 133—138; VI 76, 2; I-B. Monnaics grecques 339 f., 85 90; Num. Zeitschr. XVI 276 f.; 114— 117; Inv. AVaddington n. 3915 39I9; t'at. Carfrac 1 894 Taf. IX 18.

^) I-B. Monnaies grecques 340.

^) A. a. O. n. 90. Für das liier frai^ciul vorgcset/.tc E ist, bei iK-ucr I'iiifung, der Kaum iiitht \ oilianden.

"*) Tafel XIV n. 23, beschrieben I-B. Monnaies grecques 340 n. 86; Inv. Waddington n. 3918.

'■') Dieses Bild ist auch das des bloß als , männliche Figur' beschriebenen Gegenstempels ZfN V 134, 5-

") Inv. Waddington n. 3920. Auf einem ähnlichen Stator des Mus. Klagenfurl steht aber nicht O, sondiMii O für (O.

XIV PISIDIA

401

2

s.

Tafel XIV 24 Tafel XIV 25

Ebenso; zwischen den Ringern [ZjEArE/lN links. Nackter bärtiger und BA. Pkr. bekränzter Herakles mit zurückge-

wandtem Kopfe linkshin ausschrei- tend, in der erhobenen Rechten die Keule schwingend, die Linke mit dem Löwenfell rückwärts streckend. Zwischen den Beinen runder Schild. Pkr.

lo'oo Löbbecke;

10M3 Berlin (Fo.x) mit AAI auf (k^r Vorderseite, auf der Rückseite O (?) statt des Scliildes;

io'25 Cat. Borrell 1852 n. 207 mit AAI auf der Vurderseite; io*i2 Cat. Whittall 1867 n. Ö39 mit AAI auf der Vorderseite; g'l2 Löbbecke mit ^ auf der Vorderseite und überprägt auf einen Stater

mit dem Schleuderer, neben dem nur Y von der Aulschrift erhalten ist; 10-38 Mus. Hunter, Taf. XLVIll 20 mit ni auf der Vorderseite {— Cat. Br.

Mus. ]). C.XVI Taf. XLIV 18);

Paris, Mionnet Su[)[)l. VII 133, igg mit Z auf der Vordeiscite.

Auf den beiden letzten lixemjdaren betimlet sich der vSchild, gewölbt und ver- ziert, rechts im l'^elde.

Tafel XIV 26 3

S. 24

Tafel XIV 27 4

S. 24

Ebenso; K zwischen den Rin- gern. Pier.

io'2 5 Mus. Winterthur.

ZEATEnN links. Schleuderer in kur- zem Chiton rechtshin; rechts im Felde Dreibein, Keule und Pfeilspitze. Pkr.

Die vStatere dieser vSerie, Mionnet III 523, 175 178, Lübbecke, ZfN. XII 32g, I und 2, Cat. Br. Mus. 258, 16 22 u. a., sind alle mit K bezeichnet, ausge- nommen Mionnet n. 178, wo MO steht, und das folgende rohe Stück:

Ebenso; zwischen den Rin- ZEATEON links. Schleuder er wie auf gern. Pkr. n- 3; K zwischen den Füßen, im Felde

rechts Dreibein, Keule und Füllhorn.

io'5o Mus. Klagenfurt. Pki.

Die P'abrik der mehr oder weniger breiten Statere mit dem schon ausgeführten Bilde des Herakles, den feinen Perlkreisen und dem noch etwas concaven Felde der Rückseite weist diese Münzen in die Zeit kurz V(jr 333 v. Chr.^)

Merklich später hat dann die Prägung mit dem Schleuderertypus und dem beinahe constanten Zeichen K begonnen. vSie bildet wiederum eine Parallele zu der aspendischen mit TTO, steht aber durchschnittlich in künstlerischer Hinsicht tief unter dieser. Auf die lange Periode vom dritten zum ersten Jahr- hundert kann sie sich nicht erstreckt haben. Der Umstand, dass bald nach Beginn des zweiten Jahrhunderts das attisclie Münzs)stem in Pamphylien Fuß

') Mit der Fabrik dieser HcraUlcsmünzen ist etwa die der na^idisclien Statere zu vernleicben.

51*

402

XIV PISIDIA

jji-fasst li;itte/) gestattet ilie Annahme, dass damals oder nii ljt \ icl später aucli Selj^e die Staterprägung aufgab. Die unkünstlerisclie und oft barbarische Aus- fiiluiing der Stemj)el hatte wohl seine Ursaclie in dem allzu häufig wieder- kehi enden kriegerisclien Zustande der Stadt, während dessen die Stempelschneiderei gewiss öfter durch ungeübte Hantlwerker als durch Künstler besorgt wurde. Auch die Sigmaform C, die auf silbernen ]ixem|)laren vorkommt, bedingt nicht ein weiteres Herabsetzen der Prägezeit; sie bildet den Übergang zu C, das vereinzelt schon für das dritte Jahrhundert nachgewiesen ist.^)

Von den Silberobolen, die zu der letzten Statergrujijje gehören, ist oben S. 3lof. die Rede gewesen. Hier zwei neue Varietäten:

5 Gorgoneion, ohne heraus- Kopf der Athena linkshin; dahinter

S. IG hängende Zunge. Astragalos.

reo Mus. Winterthur.

Tafel XV I 6 Ebenso. Ebenso, aber statt des Astragalos Stier-

S. lo köpf linkshin und O darüber.

0-97 M. S.

Gleicherweise wie die Aspendier die Ruchstaben TTO der Statere auf ihre Kupfermünzen, in der Monogrammform TöT, übertrugen, kam in Selge das Zeichen K, und nur dieses, ebenfalls auf beiden Metallen zum Ausdrucke:

Tafel XV 2 ^ Kopf der Artemis mit Lor- Vordertheil eines Hirsches rechts-

S. 13 beer rechtshin, Köcher und hin, mit zurückgewandtem Kopfe.

Bogen hinter der Schulter, Pkr. am Halsabschnitt Gewand- streifen. Pkr.

1-43 M. S.;

l"30 I-B. Monnaies grecques 341, 100 Taf. III 105.

8 Brustbild des bärtigen Hera- rE|A Derselbe Typus; darunter >|.

Br. 15 kies, mit Storaxlaub be- kränzt, von vorn, in der Rechten die Keule schul- ternd.

Im Handel.

Ohne K vgl. 1-B. Monnaies grecques 341, 10 1 Taf. V 170; Cat. Br. Mus. 261, 40.

rctrailrrtchmen und Drachmen von Side und und Sillyon. l'eri^e und Alexandertelradracbmen von Aspendos ^) Num. Zeitsclir. XXVII ig ff.

XIV PISIDIA

Brustbild des bärtigen Hera- C EA links, K rechts. Derselbe Typus, kies, mit Storaxlaub be- kränzt, von vorn, das Löwen- * feil um den Hals; links neben dem Kopfe Iveule.

2'35 M. S. Monnaies grecques 342, 102; 2*95 M. S. Vorderseite mit Pkr.

Wie n. 7 (Kopf der Artemis). K links. Liegender Hirsch rechtshin,

den Kopf zurückwendend.

r33 M. S. Num. Chron. 1895, p. 287 Taf. X 27;

i-o6 Cat. Br. Mus. 48, i Taf. X 12, Vorderseite mit Pkr. (Kalynda); 0-96 Cat. Br. Mus. 48, 2.

Brustbild des bärtigen Hera- ZE|A Liegender Hirsch mit zurückge- kles wie auf n. 8. wandtem Kopfe rechtshin; darunter K.

2-6o M. S. ;

275 LB. Monnaies grecnues 342, 104, mit K, nicht „M(?)". Cat. Br. Mus. 261, 43 Taf. XL 8. Inv. Waddington n. 3941.

Etwas später zu setzen, immerhin vor die Kaiserzeit, sind che füllenden Stücke, worunter wiederum eines mit K:

Kopf des bärtigen Herakles [Z oder C] EAFE links. Geflügelter Blitz; rechtshin; hinter der .Schul- rechts Bogen. Pkr. ter ragt der Kopf der Keule hervor, rechts im Felde K. Pkr.

2-43 M. S.

Ebenso, mit Mondsichel statt Geflügelter Blitz; rechts daneben Bo- K vor dem Kopfe. Pkr. gen mit Hirschköpfen an den Enden

zwischen links ^, rechts Füllhorn 2-,c M ^ ^"^^ ^ (^EA). Ohne Pkr.

404

XIV PISIDIA

14 Kopf mit Keule ebenso, iiber C|E Geflügelter Blitz zwischen links

ISr. 12 ersterer bekränzt. Pkr. Bogen, rechts Pfeil mit Spitze nach

, , , , unten. Pkr. 2-63 M. S.

T.ifelXVio 15 Ebenso. C\E, dazwischen Blitz links und Keule

Br. 1 3 rechts. Pkr. 1-52 M. S.

Noch jünger, in die Kaiserzeit Iiineinreichend, ist: 16 Kopf des bärtigen Herakles Geflügelter Blitz zwischen C€ und

Br. II rechtshin. Pkr. Stern.

i.io M. S.;

Inv. Waddington n. 3946.

Kine besondere Gruppe, der in der pisiilisclien und p;im[)ii\ lisciien Nnmis- matik iieine zweite zur Seite zu stellen ist, bilden einige seltene Silbermünzen, deren Beschreibungen und Abbildungen ich hier nach besonders wohl erhaltenen Exemplaren wiedergebe :

Tafel XV6 17 Kopf des bärtigen Herakles ZEArED-N links. Artemis mit kurzem

S. 20 mit Storaxlaub bekränzt Chiton, Stiefeln unti Köcher, recht.s-

rechtshin; dahinter Keule. hin ausschreitend, mit beiden Hän-

Pkr. den eine flammende Fackel haltend.

Rechts im Felde lA. Pkr.

5-02 M. S.;

4*75 '7 Inv. Waddington n. 3925 Taf. IX 10;

4*09 18 Leake, Num. Hell. Sup])l. 88, i, falsch besclirieben;

4"öo 18 I-B. Monnaies grecques 341, 95;

4"6o 17 Im Handel. Tier- und Pflanzenbilder Taf. X 16;

4"53 20 Cat. Br. Mus. 2O0, 35 Taf XL 5;

3*32 17 Inv. Waddington n. 3924.

Tafel XV 7 18 Ebenso, ohne Keule. Ebenso mit lA.

S. 13

r84 Leake, a. a. O. 2 ; i-8i M. S.;

I"8o I-B. Monnaies greccjues 34 1, 96;

173 Berlin (Prokesch). Num. Zeitschr. II 2ü6 Taf XII 4.

19 Ebenso. Ebenso, mit TT.

S. 12

170 Cat. Br. IM US. 2()o, 36;

ri5 AI. .S. Monnaies grec(|ues 3 11, 1)7 Taf ^' 1(7.

XIV PISIDIA 405

Tafel XV 8 20 Kopf des bärtigen Herakles, ZEAFEnN zwischen Keule links und

S. 14 mit Storaxlaub bekränzt, Topf mit Storaxbäumchen rechts,

von vorn, links Keule. Pkr. Pkr.

2'02 Wien. I-B. Monnaies grecques 341, 99;

1- 89 Cat. Br. Mus. 200, 37 Taf. XL 6; Tier- und Pflanzenbilder Taf. X 18.

21 Ebenso. Ebenso, mit Z links im Felde.

S. 14

2- 04 Borreil. Num. Chron. X 100;

2'02 Paris. I.-H. Monnaies grecques 341, 98 Taf. V 168.

Diese Münzen, \on kräftigem Relief und Stil, sclieinen einerseits Hemistatere ') (n. 17) und Diübülen (n. 18 und 19), anderseits Hemidrachmen attischen Gewichtes (n. 20 und 21) darzustellen und den Übergang der Seigier vom alten Staterfuße zum attischen Systeme zu bezeichnen. Für ilire Prägezeit ist demnach die erste Hälfte des zweiten Jahrhunderts anzunehmen, als die vier alten pam[)hylischen Städte ebenfalls nach attischem Fuße zu prägen begf)nnen hatten, s. oben vS. 401 f.

Den Memidi'achnien n. 20 und 2 1 schließen sich als attische Diobolen die Münzen n. 7 und 10 an, deren Artemisko|)f dem der pergäischen Silbei münzen nachgebildet ist.

Nach dem Gesagten ergibt sich für die Silberprägungen der Seigier folgende chronologische Folge:

um 400 v.Chr. Statere mit pisidischer Aufschrift und Dreibein. 400 350 Statere mit pisidischer Aufschrift und Astra-

galos, dazu Obolen und Hemitibolien n. i.

350 333 Statere mit griechischer Aufschrift und Herakles n. 2. 250 I 90 Statere mit griechischer Aufschrift und Herakles,

K und vSchleuderer n. 3, 4.

dazu Obolen mit Gorgoneion n. 5, 0.

190 Hemistatere und Diobolen mit Herakleskopf n. 17 19.

nach 190 150 Hemidrachmen und Diobolen attischen Systems n. 7, 10, 20, 21.

22 AAPIANOC rechts, KAI C AP links.

Br. 21 Brustbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin. In rundem Gegen- stempel Dreibein linkshin.

M. S.

C6A links, reUJN rechts. Geflügelter Blitz; links Bogen mit Hirschköpfen an den Enden; rechts Keule mit Griff oben.

Auch As|ienrlos lialte Hemistatere (mit Reiter dem vierten Jahrhundert, und Eber) seprä^t; allein diese stammen alle aus

4o6

XIV PISIDIA

23 ANTD-N IN rechts, KAICAP links. Kt'ule zwischen CG links und Urei-

Br. 15 Kopf des Pius mit Lorbeer l)ein rechts, rechtshin.

M. S.

Tafel XV II 24 AVT K M A links, ANT/ININ CeA[r] links, €n.N und Mondsichel

Br. 15 rechts, OC unten. Kopf des rechts. Runder Schild mit einer acht- bärtig'en Marcaurel mit Lor- blättrigen Rosette und Perlenrand beer rechtshin. verziert, zwischen zwei Schlangen

mit den Köpfen nach oben, die Schwanzspitzen unten gekreuzt.

Berlin. Pinder und Friedjänder, Heitr. 1851 S. 83, 46 T:\(. II 18, wo die vSchlangen unerkannt blieben.^)

25 IOVAI[A] links, AVrOV rechts. C€ links, Ar€ rechts, riN im Ab.schnitt.

Br. II Brustbild der lulia Domna Cultbild der Artemis Pergaia unter

rechtshin. einer Tempelfront mit zwei Säulen.

M. S.

26 AV K M A links, ANTil rechts, [CjCAf links, €nN rechts. Stehende

Br. 13 N€IN unten. Kopf des bärti- Athena linkshin, die Rechte auf die gen Caracalla mit Lorbeer Stimmurne gesenkt, die Linke auf rechtshin. dem Schild. Schräg über die linke

Schulter .Speer.

M. S.

Tafel XV 12

27

Br. 36

AVT- K- M- AVP- C€V- links, AA6IANAPOC rechts, CGB- unten. Brustbild des Kaisers mit Lorbeer, Panzer und Man- tel rechtshin.

M. S.

C€A links, r€n.N rechts. Auf breiter ge- mauerter Basis mit Treppe rechts zwei große quadrate Kisten mit je einem Storaxbaume; vor diesen je ein Altar. Über der linken Ecke der Basis Säule mit Adler recht.shin auf dem Capitäl, über der rechten Ecke Säule mit Nike(?) link.shin.

Gewöhnlich sind die Storaxbaume, statt mit Säulen, mit Blitz und Keule flankiert.

V'^]. iil)cr die Verzierung des Scliildrandcs und Schilden Reichel, Homerische AVafl'en - 3, l Abb. 8 die ornamentale Befestigung von .Schlangen an und S. 24 Anm. 2.

XIV PISIDIA

TafelXVi3 28 Ebenso, mit [AVT- K-] M- AVP- C€A links, TG oben, nN rechts. Stehen-

Br. 32 links, C€Y- AAGIAN rechts, de männliche Figur von vorn, mit A[P0C] unten. langem Chiton, Mantel und Stiefeln,

Brust nackt, Kopf (mit Kranz oder Krone) rechtshin, in der Rechten ein Attribut (Horn ?), die Linke an der Seite. Rechts neben ihr stehende Selen e mit Mondsichel an den Schul- tern, die Rechte zum Kinn erhoben, ]\j in der Linken Scepter.

Tafel XV 14 29 "AV" K" M" AVP" CGOV- AASIAN- C€A links, TGAN rechts. Stehender nack-

Br. 25 APOC AV Brustbild ebenso, ter Apollon mit langen Haaren von mit Adler am Panzer. vorn, Zweigbüschel in, der gesenkten

Rechten, Gewand am linken Arm und diesen auf den hinter dem Gotte ste- s henden Dreifuß gestützt.

Vgl. C"at. Br. Mus. 266, 79.

30 [AV] K M AVP C€V AA6IAN-

Br. I 7 APOC C€ . . . Brustbild eben- so, ohne Adler.

M. S.

C€A links, r€nN rechts. Sitzende Göt- tin linkshin, mit der gesenkten Rech- ten den Deckel von der vor ihr stehenden Stimmurne abhebend, im linken Arm Palmzweig.

30* lOV MAM links, GAN CG rechts. CGAf links, G/IN rechts. Stehende Athe- Br. 24 Brustbild der Mamaea rechts- na linkshin, Schale in der Rechten, hin. den Speer schräg in der Linken hal-

tend.

M. S.

31 AV K MAP ANT TOPAIANOC [CG]

Br. 22 Brustbild des Kaisers mit

Lorbeer, Panzer und Mantel

rechtshin.

Mus. Winterthur.

CGA links, TG oben, nN rechts. Stehende H y g i e i a, die Schlange fütternd, rechts- hin; ihr geg'enüber stehender Askle- pios von vorn, Kopf linkshin, die Rechte am Schlangenstab.

I m h o ü f - B 1 u m er, Kleinasiatische Münzen, Bd. II.

52

4o8

XIV PISIDIA

32 A K rOP links, AIANOC rechts. Br. 12 Brustbild ebenso.

Im Handel.

33 MA UUTAKI links, C60VHPAN Br. 24 rechts, C . . unten. Brustbild

der Otacilia mit Diadem und Mondsichel rechtshin.

M. S.

C6Ar oben, rechts, flH im Abschnitt. Schreitender Löwe rechtshin.

CeAf links, €nN rechts. Wie n. 27, auf den Ecken der Basis links Blitz, rechts [Keule]. Die Kiste rechts ist höher als die andere.

34

Br. 26

eP6 €T links, POVCKIAAAN rechts, CGB unten. Brustbild der Etruscilla mit Diadem und Mondsichel rechtshin. In dreieckiger Einstempelung A.

6-35 M. S.

Ebenso, mit C6A links, r€D.N rechts, die Kisten sind bekränzt.

35

Br. 24

Gleichen Stempels.

M. S.

C€A|r links, €|nN rechts. Tempelfront mit zwei Säulen und Adler im Giebel; zwischen den Säulen Cultbild der Arte- mis Pergaia und je eine Stele links und rechts.

36 Gleichen vStempels.

Br, 24

C6A links, r€n.N rechts. Stehende Athena linkshin, aus der Rechten ein Steinchen in die Stimmurne fallen lassend, im linken Arm Palmzweig.

37

Br. 26

r OV OC M links, KVINTOC KA CG Ar links, €nN rechts. Stehender nack-

rechts. Kopf des Hostiiianus mit Panzer und Mantel rechts- hin.

M. S.

ter Apollon von vorn, Zweig in der gesenkten Rechten, den linken Arm an den Dreifuß gelehnt. Links zu Füßen Rabe.

38 r OV OCT€ M€C KVIN[TOC],

Br. 30 unten [K]AIC Brustbild eben- so. ®(?) in Gegenstempel.

M. S.

CGAf links, oben, riN rechts. Typus von n. 27, aber statt der Säulen links Blitz, rechts Keule.

409

39

Br.

AV K links, TP€Bn. TAAA C€A links, r€nN rechts. Stehender nack-

40

Br. 35

ter Dionysos rechtshin, die Rechte am Thyrsos, in der Linken Kantha- ros; rechts ein aufspringender Panther.

Wie n. 35 mit Cultbild im T^inpel.

rechts, ON C€B unten. Brust- bild des Gallus mit Lorbeer, Panzer und Mantel rechtshin.

M. S.